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US-Regierung Trumps neuer Top-Wirtschaftsberater kritisiert die EU

Noch ist Larry Kudlow nicht der neue Chefökonom im Weißen Haus. Beim Thema Handel macht er aber bereits deutlich, was er über die EU und China denkt.
Update: 15.03.2018 - 05:15 Uhr Kommentieren

„Neuer Wirtschaftsberater scheint sich Trumps Idealen anzupassen“

Washington/New York Larry Kudlow bereitet sich schonmal auf seinen neuen Job vor. Der TV-Moderator und Ökonom soll der neue oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald werden. Am Mittwoch erklärte das Weiße Haus, dass der 70-Jährige das Angebot von Trump akzeptiert habe.

Wenige Stunde später gab Kudlow bereits einen Vorgeschmack darauf, was er beim Thema Handelsbeziehungen über die EU und China denkt. Die Europäische Union verfolge eine „sehr schlechte protektionistische Politik“, sagte der konservative TV-Mann in einem Interview des Senders CNBC am Mittwoch.

Mit China ging Kudlow noch härter ins Gericht: „China hat seit langem nicht nach den Regeln gespielt“, sagte er und fügte hinzu, dass er eigentlich keine Zölle mag, aber dennoch denke, „dass China eine harte Antwort verdient hat.“ Er hoffe, dass sich mehrere Länder zusammentäten, um gegen China beim Thema Handel vorzugehen, so Kudlow.

Die USA werfen China unter anderem den Diebstahl von geistigem Eigentum vor. Außerdem fordern sie von dem Land, dass es seinen Handelsüberschuss mit den USA in Höhe von 375 Milliarden um 100 Milliarden Dollar abbauen soll. Neben Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte prüft die Trump-Regierung offenbar auch Zölle auf mehr als hundert chinesische Produkte und Einschränkungen bei der Visavergabe an Chinesen.

Am Donnerstag signalisierte China, dass es in dem Handelskonflikt mit den Amerikanern nicht klein beigeben wolle. „Wenn die USA ihr Handelsdefizit reduzieren wollen, müssen sie die Amerikaner dazu bringen, härter zu arbeiten. Und sie müssen Reformen in Einklang mit der internationalen Marktnachfrage durchführen, statt den Rest der Welt aufzufordern, sich zu ändern“, heißt es in einem Leitartikel der staatlichen „Global Times“.

Sollte ein Handelskrieg erst einmal beginnen, „werden sich die leistungsfähigen Länder den USA nicht beugen“, schreibt die Zeitung. „China hat sich große Mühe gegeben, einen Handelskrieg zu vermeiden, aber wenn einer ausbricht, ist Appeasement keine Option.“

Auf Trumps neuen Chefökonom Kudlow wartet also eine Menge Arbeit im Weißen Haus. Er löst dort Gary Cohn ab, der auf eigenen Wunsch seinen Posten räumt. Cohn hatte bis zuletzt versucht, die weltweiten Zölle auf Stahl und Aluminium zu verhindern.

Kudlow hat derzeit auf CNBC eine eigene Show, zudem ist er Radiomoderator und Kolumnist. In den 1980er-Jahren beriet er die Regierung Ronald Reagans. Kudlow war Chefökonom bei der Investmentbank Bear Stearns. Mehrfach hat er einschneidende Steuersenkungen als Treiber eines Wirtschaftswachstums bezeichnet.

Kudlow könnte bereits am Donnerstag ernannt werden, berichtete CNBC. Das Weiße Haus äußerte sich nicht zum Zeitpunkt der Ernennung.

In verschiedenen Berichten wird angemerkt, dass Kudlow keinen Abschluss in Ökonomie habe. Er hatte Trump aber bereits im Wahlkampf 2016 unterstützt und gilt heute als einer seiner loyalen und informellen Berater. Kudlow wird als gut verdrahtet in der Republikanischen Partei beschrieben.

US-Medienberichte kommentierten, dass die Ernennung des Moderators die bereits enge Beziehung Trumps zum Fernsehen als Impuls- und Inputgeber weiter verstärke.

  • dpa
  • rtr
  • mst
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