Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

US-Republikaner Das „Bekenntnis zu Amerika“ wäre Obamas Demontage

Seite 3 von 3:

Einer jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur AP und der Marktforscher GfK zufolge bevorzugen 52 Prozent der befragten Wechselwähler die Republikaner. Nur 36 Prozent würden ihre Stimme dem demokratischen Kandidaten geben. Bei denjenigen, die am ehesten zu den Urnen gehen, steigt die Zustimmung zu den Republikanern auf 62 Prozent, bei den Demokraten fällt sie mit 29 Prozent weitaus geringer aus.

85 Prozent der Parteilosen und 60 Prozent der Republikaner sind politikverdrossen, bei den Demokraten sind es der Umfrage zufolge 31 Prozent. Mehr als die Hälfte der Parteilosen befürworten derzeit die Art und Weise, wie Präsident Barack Obama sein Amt ausübt, nur etwa ein Drittel sind mit dem eingeschlagenen Kurs zufrieden.

Die schlechten Umfragewerte der Demokraten ähneln denen der Republikaner unter George W. Bush vor den Kongresswahlen im Jahre 2006. Damals verloren die Republikaner die Mehrheit im Kongress. Das gleiche Schicksal könnte die Demokraten dieses Jahr ereilen. Die Ampel stehe auf Gelb, was den Zuspruch für die Demokraten angehe, sagte Ann Crigler, eine Professorin der Politikwissenschaften an der Privatuniversität USC in Kalifornien.

Als Mutmacher hat sich der frühere US-Präsident Bill Clinton zu Wort gemeldet. Er glaubt nach eigenen Worten, dass die Demokraten trotz schlechter Umfragewerte siegreich aus der Kongresswahl hervorgehen können. Dazu müssten sie die Argumente der Republikaner widerlegen und verhindern, dass die Wahl zum Referendum über Präsident Barack Obama werde, sagte Clinton. „Wenn es ein Referendum über Wut, Apathie, gemischt mit Gedächtnisverlust, wird, werden sie ein Problem haben.“

Die Demokraten müssten den Wählern sagen, dass diese den Republikanern acht Jahre gegeben hätten, „um dieses Loch zu graben“: die Schulden zu verdoppeln und keine Jobs zu schaffen. Nun sollten die Wähler den Demokraten wenigstens vier Jahre geben, um das Land wieder aus dem Loch auszugraben. Sollten die Demokraten dies nicht schaffen, sagte Clinton, „schmeißt uns raus, aber holt nicht die Leute zurück, die das Loch gegraben haben“.

Selbst wenn die Demokraten ihre Mehrheit einbüßten, könnte die Herausforderung der Niederlage zugleich eine Chance für Obama bedeuten - die Chance zur Erneuerung. Das Vorbild heißt Bill Clinton: Der fuhr bei den „midterm elections“ 1994 eine krachende Niederlage ein, verabschiedete sich darauf von liebgewonnenen Projekten, arbeitete mit dem „feindlichen Kongress“ zusammen - und wurde zwei Jahre später als Präsident wiedergewählt.

Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: US-Republikaner - Das „Bekenntnis zu Amerika“ wäre Obamas Demontage

0 Kommentare zu "US-Republikaner: Das „Bekenntnis zu Amerika“ wäre Obamas Demontage"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote