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Iranische Flaggen

Das eiskalte Verhältnis zwischen den USA und dem Iran trifft auch die Sportbranche.

(Foto: Reuters)

US-Sanktionen Kroatischer Fußballtrainer im Iran bekommt 600.000 Euro in einem Koffer

Die US-Sanktionen gegen den Iran treiben irre Blüten. Weil sie Banküberweisungen verbieten, muss ein Fußballtrainer sein Gehalt im Koffer abholen.
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DüsseldorfSport und Politik sind keineswegs zwei voneinander getrennte Sphären. Das musste nun auch der kroatische Fußballtrainer Branko Ivankovic, früherer Trainer des deutschen Zweitligisten Hannover 96, feststellen.

Seit 2009 ist der heute 65-jährige Coach der iranischen Mannschaft Persepolis Teheran, dem Fußballmeister der islamischen Republik. Dem Kroaten stand noch ein Restgehalt in Höhe von 600.000 Euro zu. Daher beorderte ihn der Verein nach Teheran, um einen Koffer voller Bargeld abzuholen, teilte Persepolis Teheran laut Nachrichtenagentur Isna mit.

Der Grund für diesen zwielichtig wirkenden Geldtransfer sind die verhängten US-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit. Sie verhindern internationale Transaktionen und unterbinden Banküberweisungen.

Die Sanktionen treffen somit zahlreiche Firmen und bringen den Handel zwischen dem Iran und Europa nahezu zum Erliegen. Aber auch Privatpersonen bekommen die Strafmaßnahmen zu spüren – wie Ivankovic.

Der iranische Fußballklub will seinen Erfolgstrainer aber nicht ob der geopolitischen Unwägbarkeiten verlieren. Er will verhindern, dass Ivankovic den Iran beim Weltverband Fifa anzeigt – und hat daher die Zahlung veranlasst.

Dagegen haben der Portugiese Carlos Queiroz, bis 2018 Trainer der iranischen Nationalmannschaft, und der Deutsche Winfried Schäfer, Coach des Erstligisten Esteghlal Teheran, bereits angekündigt, den Iran beim Fußballverband anzuzeigen. Beiden soll das Land Restgehälter oder Abfindungen schulden.

Mehr: Außenminister Heiko Maas wollte bei seiner Iran-Reise eine Lösung im Atomstreit finden. Doch er kehrt mit leeren Händen zurück.

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