US-Schuldengrenze Obama befürchtet das „Ende der Volkswirtschaft“

US-Präsident Barack Obama hat zum baldigen Erreichen der Schuldenobergrenze schwere Konsequenzen aufgezeigt. Sollte der Kongress die Aufnahme neuer Schulden nicht bewilligen, drohe der USA das „Ende der Volkswirtschaft“.
20 Kommentare

WashingtonUnmittelbar vor dem Erreichen der gesetzlich festgelegten Schuldenobergrenze hat US-Präsident Barack Obama den Druck auf den Kongress erhöht. Wenn die Abgeordneten die Aufnahme weiterer Schulden nicht bewilligten, drohe ein Kollaps des gesamten Finanzsystems mit schlimmeren Folgen als bei der gerade überwundenen Wirtschaftskrise, warnte Obama in einer Ansprache, die am Sonntag von dem Fernsehsender CBS ausgestrahlt wurde.

Obama forderte die gegnerischen Republikaner erneut dazu auf, die Erhöhung der Schuldengrenze nicht länger von Ausgabenkürzungen abhängig zu machen. Er nehme die Reduzierung des Defizits gleichfalls sehr ernst, wolle aber die langfristige Haushaltsplanung nicht mit der Erhöhung der Schuldengrenze verquicken, sagte Obama.

Der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, erklärte am Sonntag, er sei zu einer sofortigen Einigung bereit. Dazu müsse sich Obama jedoch auf die Republikaner zu bewegen. Boehner unterstrich, dass ihm der Ernst der Lage bewusst sei. „Wir könnten das Ende unserer Volkswirtschaft erleben, wenn wir nicht handeln.“

Über die Erhöhung der Schuldengrenze toben bereits seit Monaten heftige Diskussionen zwischen Obamas Demokraten und den Republikanern. Im Prinzip stimmen die Republikaner mit Obama darin überein, dass die Schuldengrenze erhöht werden muss - allerdings machen sie weiter Schritte zur Schuldenkontrolle zur Bedingung für ihre Zustimmung.

Voraussichtlich am Montag erreicht der US-Schuldenberg die gesetzlich festgelegte Obergrenze von 14,3 Billionen Dollar. Danach darf die US-Regierung keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Allerdings kann das Finanzministerium noch bis zum 2. August mit Sondermaßnahmen dafür sorgen, dass der Staat seine Rechnungen begleichen kann. Sollte der Kongress bis dahin keine Erhöhung der Schuldengrenze verabschieden, wäre eine Zahlungsunfähigkeit der USA die Folge.

Die Rating-Agentur Standard&Poor's droht dem Land wegen des festgefahrenen politischen Streits über die Haushaltspolitik bereits mit dem Entzug der Bonitäts-Bestnote „AAA“.

  • rtr
Startseite

20 Kommentare zu "US-Schuldengrenze: Obama befürchtet das „Ende der Volkswirtschaft“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Obama weiß jetzt ganz sichr, daß er verloren hat, auch wenn er noch einmal Präsident werden sollte. Der frühere Erfolg der USA, alle Welt dazu zu nötigen, fast alle geschäfte in US-Dollar abwickeln zu müssen, wendet sich nun gegen die USA selbst: Nichtporduktivität, Verschuldung und einhergehender Währungsverfall relativieren die Rolle und Einflußfähigkeit der USA - täglich etwas stärker. Die USA haben das Britische Empire abgelöst, auch in der Folge des 2. Weltkrieges und des "Kalten Krieges", die Ablösung des englischen Pfundes hatte bereits zur Zeit des 1. Weltkriegs eingesetzt, erst danach kam es zur Verlagerung der politischen Schwergewichtigkeiten. Es ist allerdings nicht zu erwarten, daß sich der nun anstehende weltwirtschaftliche und weltpolitische "Modifikationsprozeß" so lange hinziehen wird. Bedenklich ist allerding, daß die USA massiv an Feindbildern arbeiten, der "Krieg gegen den Terrorismus" muß als Ouverture angesehen werden und die Entfaltung des Aggressionspotentials der USA (und damit die konkrete Anzahl der weltweiten Toten, die dies mit sich brigen wird) hängt davon ab, wie bald die wirtschaftlichen Kräfte erlahmen bzw. wann sie kollabieren werden. Kennedy wußte um all diese Zusammenhänge und wollte als echter Patriot die USA aus diesem gefährlichen Fahrwasser hinaussteuern, er hat es mit seinem Leben bezahlt...

  • Nicht Obama sondern John Boehner sieht die Volkswirtschaft in Gefahr.
    Seriöser Journalismus ?

  • was ist los mit Obama? hat er den Abend mit Christoph Daum geschnupft?

  • Viel einfacher: Die USA - die Kette der Recht und Gesetze schaffenden Politiker und Parlamentarier der USA - haben die USA besiegt, also ein großes Eigentor am Ende der Nachspielzeit geschossen...

  • Die USA verfügen ohne Erhöhung der Staatsverschuldungsgrenze nur noch über die Einnahmen aus Steuern und Abgaben an den Staat und möglichen Erlösen aus Staatbetrieben und den Goldreserven in Fort Knox. Können keine Bonds begeben werden, und finden sich keine Käufer für diese, so kann nicht einmal Herr Bernake diese entgegennehmen und Geld dafür drucken. Aus die Maus! Obama kann dann seine Mitarbeiter noch einal zum Essen auf eigene Kosten einladen und dann seine Landen zumachen und der Ku Klux Klan wird erscheinen und ihm eine Kugel durch den Kopf jagen.

  • Andre nicht so heiss baden ab welche Temperatur gerinnt eiweiss ? Osama hat nichts auf die Reihe bekommen der Islam ist friedlich nur nicht gegen andersdenkende damit leben wir schon sehr lange. Gaddafi besiegt gerade die Nato also nichts neues. DeBig Stick ist zu gewaltig ich weiss wovon ich schreibe. Zeitzeuge nicht zu weit planen da lenken noch andere dinge. Wie gesagt du bist zu oberflächlich.

  • Das mit der Rinderhälfte war vielleicht nicht ganz ehrlich, also auch kein Malzkaffee. In Wirklichkeit brauche ich schon was liquideres. Ich möchte ja nicht betrogen werden.

    Nicht das das jetzt heißen soll, in Dollar und Euro könnte man nicht betrogen werden.

  • Du hast keine Ahnung wer hat festgestellt Pferde müssen saufen na ? Drucken von Geld alles gelöst wir beide in der Wüste und du willst mir Sand verkaufen und Wasse bekommen.

  • Die USA ernten nun die bösen unverdaulichen Früchte des Liberalismus, die sie selbst gesät haben. Mit einer Erhöhung der Schuldengrenze sind die Probleme nicht beseitigt und ihre Behebung ist nur vertagt. An den USA können wir die Wirkung der Geldwirtschaft und der Verabschiedung vom Grundsatz der sozialen Ausrichtung und Begründung aller privaten und staatlichen Bemühungen prototypisch studieren: Fehlende monitäre Zuflüsse wegen fehlender Exportübeschüsse (= Außenhandelsdefizit) + fehlende Reinvestitionen von Gewinnen in produktiv wirksame Arbeitsplätze in Unternehmen (= Abfluß in Kapitalanlagen zum Zweck der Wertsteigerung von Sachen bzw. zur Erzielung Zins- und Dividendenerträgen, die dann wieder den gelichen Weg gehe sollen!): Verlust der Finanzierbarkeit des staatlichen Gemeinwesens aus Steuereinnahmen. Die USA sind dann am Ende, wenn niemand mehr ihre Staatspapiere kauft und keine sonstigen veräußerbaren Werte vorhanden sind, die nennenswert zu Geld zu machen sind oder durch Bezahlung mit Sachwerten veräußert werden können, abzulesen an der Rendite langlaufender US-Staatspapiere, ähnlich dessen, was wir bei griechischen Bonds mit Laufzeiten über 2013 hinaus jetzt erleben. Den USA bleiben nur die Verstaatlichung aller Großvermögen mit einer Quote von 70 bis 90%, um zu wirtschaftlichen Verhältnissen, wie vor va. 30 bis 40 Jahren zurückkehren zu können oder Ausstieg aus dem US-Dollar durch eine Währungsreform. Es gäbe noch den Weg des Übertritts des größten Teiles der US-Bundesstaaten in einen neuen Staat, der nicht als Rechtsnachfolger der USA gilt. Alle Schulden würden dann, wie in einer Bad Bank in einem verbleibenden territorialen Restgebiet untergebracht, das nicht einmal über Personal verfügen muß, sondern nur noch aus einer physischen Staatskasse bestehende müßt, in dem z. B. nur ein US-Dollar in Gold vorzufinden wäre.

  • Ah so, besten Dank, ich denke Orangensaft und Malzkaffee könnten auch interessant werden, was ist ihre Meinung?

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%