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US-Schuldenkrise S&P-Geschäftsführer knöpft sich die USA vor

Der Geschäftsführer der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), John Chambers, kritisiert die US-Haushaltspolitik und das Fehlverhalten der Politiker. Dagegen lobt er Deutschland als vorbildlich.
28.07.2011 Update: 28.07.2011 - 22:17 Uhr 9 Kommentare
Es bleiben noch vier Tage, in denen die Politiker in Washington die Zahlungsunfähigkeit der USA abwenden können.

Es bleiben noch vier Tage, in denen die Politiker in Washington die Zahlungsunfähigkeit der USA abwenden können.

Harte Worte muss sich die Politik in Washington in diesem Tagen über ihre Haushaltspolitik anhören. „Die USA waren über lange Zeit ein Land mit starken Checks and Balances. Aber die derzeitige Debatte um die Anhebung des Schuldenlimits ist abträglich“, sagte John Chambers, Geschäftsführer bei S&P am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit der USA bezeichnete er als hausgemachtes Problem.

Zuvor hatte sich die wichtige Lobbyorganisation Financial Services Forum, der Wall-Street Schwergewichte wie Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein und JPMorgan-Chef Jamie Dimon angehören, in einem Brandbrief an Präsident Barack Obama und die Mitglieder des Kongresses gewandt. In dem Schreiben warnen sie vor den Konsequenzen eines Scheiterns der Gespräche um die Anhebung der Schuldenobergrenze.

„Die Folgen der Tatenlosigkeit wären gravierend - für unsere Wirtschaft, für unseren ohnehin schwächelnden Arbeitsmarkt, für die finanziellen Verhältnisse unserer Firmen und Familien und für Amerikas wirtschaftliche Führungsrolle in der Welt“, zitierte der Finanzdienstleister Bloomberg aus dem Schreiben des Financial Services Forum.

Seit Wochen verhandeln Republikaner und Demokraten in Washington über die Anhebung des derzeit bei 14,3 Billionen Dollar liegenden Schuldenlimits. Gelingt bis zum 2. August keine Einigung, kann die Regierung kein weiteres Geld mehr aufnehmen. Es droht die Zahlungsunfähigkeit.

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    Beide Parteien haben unterschiedliche Auffassungen davon, wie stark das Schuldenlimit angehoben werden soll und welches Volumen das zusätzlich geplante Haushaltssanierungsgesetz haben soll. Allgemein wird erwartet, dass die Parteien bis Sonntagabend vor Öffnung der asiatischen Märkte eine Lösung benötigen, weil das Land  sonst eine Herabstufung der Bonitätsnote riskiert und die Märkte darauf mit schweren Verwerfungen reagieren könnten.

    S&P-Geschäftsführer fordert überparteiliche Lösung
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    9 Kommentare zu "US-Schuldenkrise: S&P-Geschäftsführer knöpft sich die USA vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Benders
      Danke für die Löschung aber mit einer Richtigstellung könnte ich mich noch besser anfreunden.
      Gruß
      Tom

    • Nun zu meiner eigenen Meinung über den Schuldenstreit.
      Man darf nicht vergessen das die USA sich aus allen Kriesen gewachsen sind. Dieses Land schreit nach Investoren und Wirtschaftswachstum. Desshalb denke ich haben die Raitingagenturen die best Note noch beibehalten.
      Der Schulden Streit ist meines Erachtens nur ein Politisches, zur Wahl benötigetes, Mittel.
      Auch wenn bei der nächsten Wahl in den USA ein Republikaner gewinnt, geht die Welt nicht unter.
      Mit Sorge betrachte ich aber deren Vorgehen die Demokratische Regierung zu Untergraben und dadurch die Steuer Freiheiten der Reichen, zu Lasten der Armen, retten zu wollen.
      Auf all das haben wir leider keinen Einfluss und wir müssten uns mit Recht über das
      "worst case scenario" Gedanken machen, denn ein Zahlungsausfall der USA würde nicht die USA selbst am schlimmsten treffen sondern die restliche Welt. Allen voran China die damit Jahre zurückgeworfen werden, das ist wie ein Dominostein und die Weltwirtschaft wird tatsächlich insgesammt einen schweren schlag bekommen. Die Folgen sind nicht absehbar.
      Die USA Importieren zwar viele Waren aber die Unternehmen sind nicht so stark abhängig von der Weltwirtschaft wie unsere.
      In diesem Sinne Gute Nacht...
      TomH

    • @ [email protected]
      Die Qulität die hier als "neue" Schlagzeile dargeboten wird ist, gelinde gesagt, annehmbar.
      Das Handelsblatt scheint es sich zur Religion gemacht zu haben, in neuen Artikeln einfach alte einzukopieren. Dies ist mir schon des öfteren aufgefallen und deshalb lese ich mitlerweile auch lieber "Die Zeit".
      @ POPPER
      Weiter Geld zu drucken löst kein substantives Problem in der Gesellschaft und bei leibe versuchen Sie nur durch leugnen keine Angst vor dem Fall der Fälle bekommen.
      Wo ist Ihre eigene Meinung zu diesem Thema?
      @ Fortuna
      Die "wenigsten" also haben was genau realisier?
      Was genau haben Sie realisiert? Zu Welchem ausgewählten Klub gehören Sie wenn sie die mehrheit herunterwürdigen in dem Sie ihnen nicht zugestehen, für Sie offenbar, offensichtliches nicht zu erkennen.
      Warum muss das Zinssystem zusammenbrechen?
      Der Schuldenstreit ist, so denke ich, eine Farce. Die USA können noch Billionen neue Schulden aufnehmen wenn ihre eigene Politik das zulassen würde. Das Problem momentan besteht darin, dass nächstes Jahr Wahlen sind und das dieser "Streit" von den Republikanern ausgenutzt wird.
      @ Markus
      Sie würdige nicht mit ein paar Worten. Sie schreiben absoluten unfug und sind offenbar nicht in der Lage sind einfachste Zusammenhänge in der Finanzwirtschaft zu begreifen.
      @ touspourun
      Ich kann ihren Unmut gut verstehen über das politische System der USA. Wahrhaft haben wir es, mit Teilen der Republikanern, mit einer engstirnigen Hinterweltlern zu tun.
      Das macht einen natürlich nachdenklich, über die Zukunft der Weltwirtschaft.
      @ Stephan
      Diese Sache mit den Schulden habe ich auch nicht ganz verstanden.
      Es müssten doch bei uns wenigstens 83% momentan sein und die USA sind bei fast 100% des Bruttoinlandsproduktes angelangt.
      Ich bitte an dieser Stelle um Aufklährung...

    • Danke für den Hinweis. Die Passage wurde korrigiert.
      Rolf Benders

    • Versteh ich da grade was falsch oder wie ist das mit den 10 % Schulden im Verhältnis zum BIP gemeint? Müssten das nicht knapp 100 % sein?

    • Kein Wort über das lächerlich hohe Budget für Rüstung und Militär. Kein Wort über Steuererhöhungen für die Mega Reichen und all diese tolle Unternehmen die Milliardengewinne machen aber kein cent Steuern zahlen. Aber Schwachsinn a la "die USA seien ein reiches, stabiles Land blablabla" jede Menge... Und dazu natürlich die Republikaner die Ausgabenkürzungen bei Sozialausgaben als die große Massnahme umsetzen wollen... Wall Street hat Washington gekapert.

    • "die USA seien ein reiches, stabiles Land, das seine bisherige Topbonitätsnote verdiene"

      Das ist ja wohl mit Abstand der größte Schwachsinn, den ich jemals gehört habe! Ein stabiles und vor allem reiches Land, was haben den USA? Gar nichts, warum müsste man den sonst alles importieren? Geschweige denn das zum exportieren was da wäre...

      "In Deutschland und Frankreich dagegen sei die Haushaltspolitik solider. Man habe sich etwa zu einer Erhöhung des Rentenalters durchringen können. „Es gibt in diesen Ländern einen größeren Konsens über die Haushaltspolitik“

      Ohh, ein Vertreter der heiligen unangreifbaren Ratingagenturen äußert sich positiv über zwei Länder der Eurozone??? Nachdem man bei den Ratingagenturen ja mit Vorliebe alles unternimmt um Europa auseinander zuschießen.

      Die Fed wird Geld drucken bis in alle Ewigkeit, weil die garnicht mehr anders können, weil nämlich kein vernünftiger Investor diesen Dollar-Bondschrott kaufen würde!

    • Man kann eben nicht immer nur Geld drucken bis in alle Ewigkeit. Das Zinssystem überholt sich nach einigen Jahrzehnten immer selbst und MUSS demnächst zusammenbrechen. Anscheinend haben die Wenigsten das bisher realisiert.

    • Wie soll das gehen, Amerika in 5 Tagen pleite. Amerika ist in seiner eigenen Währung verschuldet, d.h. Amerika kann seine Schulden immer zahlen, es muss das nötige Geld nur drucken. Was der Dollar dann noch wert ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. An solchen Schlagzeilen kann man erkennen, wie unsinnig argumentiert wird, um von den eigenen Problemen abzulenken.

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