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US-Soldaten Republikaner fordern Trump auf, US-Truppen in Deutschland zu lassen

Die Pläne des US-Präsidenten, 9500 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen, treffen auch in den Reihen seiner Partei auf Empörung. In einem Brief fordern Republikaner Trump zum Umdenken auf.
10.06.2020 - 05:16 Uhr 3 Kommentare
US-Präsident Trump will die Zahl der US-Streitkräfte in Deutschland verringern. Quelle: dpa
US-Militär

US-Präsident Trump will die Zahl der US-Streitkräfte in Deutschland verringern.

(Foto: dpa)

New York Donald Trumps Vorhaben, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, trifft in den Reihen seiner eigenen Partei auf Widerstand. Laut Berichten von Medien wie der „Financial Times“ und dem Sender CNN haben 22 Republikaner des Repräsentantenhauses den US-Präsidenten in einem Brief aufgefordert, US-Truppen in Deutschland zu lassen, einem der wichtigsten europäischen Stützpunkten der US-Arme.

Statt einem Abzug forderten Abgeordnete wie Mac Thornberry, Abgeordneter für Texas, Trump dazu auf, die Zahl der US-Streitkräfte in Deutschland nicht wesentlich zu verringern.

Trump hatte vergangene Woche laut dem „Wall Street Journal“ nach Informationen aus seiner Regierung angeordnet, dass bis September 9500 US-Militärs abgezogen würden. Ein Teil von ihnen werde nach Polen und in andere Nato-Staaten verlegt, andere sollen in die USA zurückkehren, habe ein Regierungsmitarbeiter gesagt. Der formelle Befehl zum Truppenabzug muss noch erteilt werden, werde aber bald erwartet, hieß es.

Während sich die Mitglieder des Repräsentantenhauses einig sind, dass Berlin mehr tun sollte, um zu gemeinsamen Verteidigungsbemühungen beizutragen, argumentierten sie auch, dass die „Vorwärtsstationierung amerikanischer Truppen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dazu beigetragen hat, einen weiteren Weltkrieg zu verhindern, und vor allem dazu beigetragen hat Amerika sicherer machen.“

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    Der Blick der Republikaner geht bei den Bedenken vor allem in Richtung Russland: „In Europa haben die von Russland ausgehenden Bedrohungen nicht nachgelassen, und wir glauben, dass Anzeichen eines geschwächten Engagements der USA für die Nato weitere russische Aggression und Opportunismus fördern werden. Darüber hinaus würde die allgemeine Begrenzung der Truppen uns daran hindern, die Übungen durchzuführen, die es gibt notwendig für die Ausbildung und Bereitschaft unserer Streitkräfte und der unserer Verbündeten“, hieß es.

    Truppenabzug könnte zu Logistikproblemen beim US-Militär führen

    Während US-Verteidigungsbeamte in der Vergangenheit zwar angemerkt hatten, dass der Abzug einiger Streitkräfte aus Deutschland sinnvoll sei, hatten mehrere US- und Nato-Beamte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Größe und Zeitpunkt der Reduzierung unerwartet seien und zu Problemen führen könnten.

    „Das Truppenlimit würde auch die Anzahl der US-Streitkräfte, die für den Einsatz in Stützpunkten auf der ganzen Welt durch Deutschland fließen können, erheblich reduzieren, was zu ernsthaften logistischen Herausforderungen führen würde“, heißt es in dem Brief.

    Die Republikaner haben Trump in ihrem Schreiben zudem ermutigt, sich weiterhin für die Nato zu engagieren, auch wenn der US-Präsident seit Jahren über das Bündnis schimpft und sich darüber beschwert, dass die europäischen Länder nicht genug bezahlen, um die Nato zu unterstützen. In diesem Punkt kritisiert Trump vor allem Deutschland immer wieder.

    Nach der Meldung über den geplanten Abzug hatten deutsche wie amerikanische Politiker empört auf die Pläne von Trump reagiert. „Es ist kompliziert“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) zum deutsch-amerikanischen Verhältnis.

    Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung warnte vor den Folgen eines Abzugs großer Teile der US-Soldaten. Damit werde von Trump die Schwächung des Westens vorangetrieben, sagte der CDU-Politiker Peter Beyer

    In die gleiche Richtung ging auch die Kritik der Militärs am Trump-Kurs. Der frühere Befehlshaber der US-Truppen in Europa, Ben Hodges, nannte die US-Planungen einen „kolossalen Fehler“. Die Entscheidung illustriere, „dass der Präsident nicht verstanden hat, wie essenziell die in Deutschland stationierten US-Truppen für die Sicherheit Amerikas sind“.

    Mehr: Trump macht mit dem geplanten Abzug Tausender US-Soldaten einen schweren Fehler. Ein Kommentar.

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    3 Kommentare zu "US-Soldaten: Republikaner fordern Trump auf, US-Truppen in Deutschland zu lassen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • War ja klar, dass die Reichsbürger und affine sich über tanTrumps Trotzanfälle freuen würden. Dass sie dabei gegen den Totalitarismus von linksgrün und gegen Europa allegemein und gegen die Abgeordnete insbesondere sticheln würden, überrascht auch nicht. Substanz sieht anders aus, Einfluss auch.

    • Da die Deutschen in ihrer ganz großen (obrigkeitshörigen) Mehrheit nichts, aber auch gar nichts über das Entstehen von Totalitarismus in einer Gesellschaft gelernt haben - und heute auf dem direkten Wege in einen weiteren (einen linksgrünen Sozialismus) sind, also bereits den dritten innerhalb von 90 Jahren, bin ich der Meinung, dass Truppen der Nation, die zumindest versucht hat, den Deutschen Freiheit (und freiheitliches Denken) zu vermitteln, unbedingt in Deutschland stationiert bleiben sollten. Vermutlich werden sie in näherer Zukunft aus diesem Grunde auch sowieso gebraucht werden.

    • Meine Meinung: Die Europäer gestalten selbst und eigenverantwortlich ihre militärischen Angelegenheiten, die Amerikaner ziehen auf Dauer aus Europa ab, der Bundestag wird auf ein erträgliche Anzahl von Abgeordneten reduziert und jeder europäische Politiker absolviert einen geeigneten Eignungstest bevor er überhaupt bestellt wird.

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