US-Umweltpolitik „Ist der Klimawandel eine Tatsache?“ – „Nein“

Ein Schneeball als Beweis dafür, dass es keine menschengemachte Erderwärmung gibt: Mit allem Mitteln torpedieren die Republikaner Obamas Klimapolitik. Im Hintergrund ziehen milliardenschwere Förderer die Strippen.
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Draußen liegt Schnee, deshalb gibt es keinen Klimawandel. Nach dieser Logik beurteilt der Republikaner Jim Inhofe den Klimawandel. Quelle: ap

Draußen liegt Schnee, deshalb gibt es keinen Klimawandel. Nach dieser Logik beurteilt der Republikaner Jim Inhofe den Klimawandel.

(Foto: ap)

San FranciscoMit dem Klimawandel ist das so eine Sache. Man kann ihn fürchten, bekämpfen oder schlicht verneinen. So wie der republikanische Senator Jim Inhofe aus Oklahoma. Ein Schneeball, sorgfältig in eine Plastiktüte verpackt, ist für ihn der schmelzende und schlagende Beweis, was das alles für ein Quatsch ist mit diesem Gerede über die Welterwärmung.

Es sei „ungewöhnlich kalt da draußen“, erklärte der Senator Anfang März triumphierend während einer Senatssitzung in Washington, den vermeintlichen, eisigen Beweis in die Höhe haltend. Und wer mehr wissen will, der kann in seinem Buch nachlesen. Es heißt: „Der größte Betrug: Wie die Global-Warming-Verschwörung deine Zukunft gefährdet“.

Das ist praktisch die Bibel der Verneiner eines menschengemachten Klimawandels. Das Problem bei der lustigen Schneeball-Einlage im US-Senat: Inhofe aus dem Kohlestaat Oklahoma ist niemand anderes als der neue Vorsitzende des einflussreichen Umweltausschusses der republikanisch dominierten Kammer in Washington.

Der Weg zum Klimagipfel der Vereinten Nationen in Paris im Dezember wird hart werden für Barack Obama. Bilaterale Vereinbarungen mit China und Indien sowie der Europäischen Union haben den Weg für ein globales Abkommen bereitet. „Machen wir uns nichts vor“, warnte Außenminister John Kerry noch am Donnerstag vergangener Woche in einer Rede vor dem Atlantic Council in Washington, „Es gibt keinen Plan B.“

Verneiner des Klimawandels nennt Präsident Obama „unverantwortlich“ und fordert eine breite internationale Lösung für „eine der größten Bedrohungen unserer Zeit“. Doch nicht einmal im eigenen Land findet Obama genug Unterstützung.



Denn jetzt ist der Kongress der Klimagegner da. Der „Center for American Progress Action Fund“ hat nachgezählt: Im neuen Kongress, der Anfang Januar die Arbeit aufgenommen hat, sitzen immerhin 131 republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus, das sind 53 Prozent der Fraktion, die offen die Existenz eines menschengemachten Klimawandels verneinen oder anzweifeln.

Im US-Senat sind es 38 republikanische Mitglieder, 70 Prozent der Fraktion, die die Ergebnisse von 97 Prozent der wissenschaftlichen Studien weltweit als Unfug oder unbewiesene Spekulationen abtun. In beiden Kammern haben die Republikaner die Mehrheit.

Sie wollen, statt erneuerbare Energien zu fördern, als erstes die Genehmigung für die Pipeline „Keystone XL“ für den Transport von Öl aus Ölsänden von Kanada in die Raffinerien in Illinois und in Jim Inhofes Oklahoma. Danach soll das 40 Jahre alte Exportverbot für Rohöl fallen. Amerika setzt auf ein Wachstum der fossilen Energien.

Florida droht das blanke Chaos

Der Verdrängungsmechanismus funktioniert, und die Köpfe werden besonders tief in den Ölsand in den amerikanischen Bundesstaaten gesteckt, die am stärksten betroffen sein werden. Zu besichtigen war das während einer skurrilen TV-Diskussion im Vorwahlkampf zu den Senatswahlen 2014 in North Carolina.

„Ist der Klimawandel eine Tatsache?“, fragt der TV-Moderator die vier potenziellen Senatskandidaten der Republikaner mit gespielter Ernsthaftigkeit. Noch während er die Frage stellt, kommt im Publikum Heiterkeit auf, und auch der Journalist muss jetzt schmunzeln. Alle Kandidaten, einschließlich des heutigen Senators Thom Tillis, intonieren aus voller Brust ein ebenso kurzes wie knackiges „Nein“. North Carolinas Küsten, warnen Wissenschaftler, werden zu 70 Prozent stark oder sehr stark vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein.

Wie der Klimawandel die Erde verändert
Zerstörerische Naturgewalten
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Der Klimawandel ist längst da, auch hierzulande. Hochwasser (hier 2016 im niederbayerischen Simbach) und andere auf Wetterextreme zurückführbare Naturkatastrophen haben in den vergangenen Jahren Milliardenschäden angerichtet. Und wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Extreme häufiger und heftiger werden. Ein Überblick über das, was Forscher für die Zukunft erwarten.

Unwetterschäden in Süddeutschland
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Ein vor wenigen Tagen vorgestelltes Handbuch mit Beiträgen von mehr als 100 Wissenschaftlern rechnet vor, dass klimabezogene Naturgefahren zwischen 1970 bis 2014 volkswirtschaftliche Schäden von über 90 Milliarden Euro verursacht haben. Tendenz steigend. Unter anderem rechnen Klimaforscher...

Mehr Stürme
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...mit einer Zunahme von Stürmen über der Nordsee und Nordwestdeutschland.

Steigende Meeresspiegel
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Weltweit sind Küstenregionen und Inselstaaten zudem durch den Anstieg der Meeresspiegel gefährdet.

Saure Meere
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Das Treibhausgas Kohlendioxid lässt die Ozeane versauern. Das von den Meeren aufgenommene Gas gefährdet unter anderem weltweit Korallenriffe, die als Kinderstube von Fischen und anderen Meerestieren, aber auch als Touristenmagnet wichtige Wirtschaftsfaktoren sind.

Häufige Hitzewellen
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Hitzewellen im Sommer haben sich in Westeuropa seit 1880 verdreifacht – und diese Entwicklung dürfte sich noch deutlich verschärfen. In Deutschland stiegen die Temperaturen von 1881 bis 2014 im Jahresdurchschnitt um 1,3 Grad. Vor allem für chronisch Kranke, Alte und Allergiker ist diese Entwicklung bedrohlich.

Warme Winter
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Damit geht einher, dass frostige Winter mit viel Schnee in unseren Breiten immer seltener werden. Für Regionen, die vom Wintertourismus leben, könnte das herbe Einbußen bedeuten.

So wie die Küsten Floridas auch. Das ganze Land steht nach Berechnungen von Wissenschaftlern vor einer Katastrophe, wenn der Meeresspiegel in diesem Jahrhundert wie befürchtet um bis zu zwei Meter steigen sollte. Denn der Zusammenhang ist ziemlich einfach: Wärme schmilzt Eis. Florida droht dann das blanke Chaos.

Bürger aber, die sich darüber informieren wollen, müssen eher den apokalyptischen Text „Goodbye, Miami“ von Jeff Goodell im Rolling Stone über den Untergang von Miami lesen als Dokumente ihrer eigenen Regierung.

Rick Scott, Gouverneur in Florida, hat offenbar eine eigene Art gefunden, die Klimaerwärmung zu bekämpfen. Deren Existenz zieht er schon seit Jahren in Zweifel. Das Florida Center for Investigative Reporting überraschte die USA Anfang März mit einer Geschichte über die Sprachregelung in den Behörden des Urlauber- und Rentnerparadieses, einschließlich der Umweltbehörde.

Begriffe wie „Klimawandel“, „Globale Erwärmung“ oder „Nachhaltigkeit“ seien unter allen Umständen zu vermeiden. „Wir wurden von unseren Vorgesetzten angewiesen“, erklärte Christopher Byrd, früherer Anwalt der Umweltbehörde in Florida, in dem Artikel, diese Worte in „Reports, E-Mails oder offiziellen Dokumenten“ nicht zu benutzen. Die Anweisungen seien immer mündlich gegeben worden.

Floridas Umweltbehörde und das Büro des Gouverneurs bestreiten kategorisch, dass es eine solche mündliche Regelung gibt oder gegeben hat. Doch Kritiker verweisen auf zwei Berichte zur Problematik des steigenden Meeresspiegels und zu den Gefahren, die Florida drohen. Der Bericht aus 2010 war gespickt gewesen mit Worten wie „Klimawandel“. Im Bericht von 2014 kam das Wort nur einmal vor. Scott wurde 2011 ins Amt gewählt.

Die Verrenkungen der Verneiner werden immer abenteuerlicher. Mittlerweile gehört Scott angesichts des unbestreitbar steigenden Meeresspiegels zur neuen Fraktion der „Ich bin kein Wissenschaftler, aber ...“-Anhänger bei den republikanischen Hoffnungsträgern. Sie alle geben jetzt im Prinzip zu, dass sich das Klima wandelt und die Meeresspiegel steigen. Aber sie wüssten halt nicht warum.

„Ich bin kein Wissenschaftler“ – das ist mittlerweile der neue Lieblingssatz vor laufenden Kameras. Oder wie George P. Bush, Neffe von George W. Bush, im Fernsehen konstatiert, der menschliche Einfluss am Klimawandel könne „irgendwo zwischen null und 100 Prozent liegen.“ Mehr wisse er nicht, denn: „Ich bin kein Wissenschaftler.“

Republikaner rufen zu zivilem Ungehorsam auf

Die Wissenschaft reagiert immer gereizter auf die Unterstellungen, sie liefere den Politikern keine Antworten auf die Frage, wo die Erderwärmung herkomme. Im November 2014 veröffentlichte der angesehene Wissenschaftler Bill Nye in den USA einen offenen Brief mit der Überschrift „Verweigerer sind keine Skeptiker“.

Mit den Unterschriften von 47 weiteren Wissenschaftlern, darunter Nobelpreisträgern, fordert er, Politiker wie Senator Inhofe nicht mehr als „Skeptiker“ des Klimawandels zu bezeichnen. Echte Skepsis beinhalte eine Auseinandersetzung in der Sache. Verweigerer hingegen leugneten einfach, ohne Beweise liefern zu können. Inhofe sei einfach nur ein Verweigerer.

Die Klimawandel-Verneiner wollen Obamas Initiative für eine Verringerung der Klimagase stoppen. Sie beinhaltet eine Verpflichtung für jeden Bundesstaat, einen eigenen Plan vorzulegen, wie der Ausstoß von Klimagasen durch Kraftwerke reduziert werden soll.

Wie der Klimawandel Deutschland verändert
Thermometer vor Sonne
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Temperaturen

Zwischen 1901 und 1910 lag die Jahresmitteltemperatur in Deutschland je nach Region zwischen 7 und 12 Grad, zu den wärmsten Gegenden zählten der Oberrheingraben und das Kölner Becken. Bis zum Vergleichsjahrzehnt 2001 bis 2010 stiegen die Temperaturen je nach Region zwischen 0,25 und 2 Grad.

Spätsommerliches Wetter in den Bergen
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Besonders sichtbar sind diese Sprünge in Teilen von Brandenburg und Sachsen-Anhalt, aber auch in Teilregionen von Hessen und Bayern. Nur in einem schmalen Korridor zwischen Kiel, Hamburg und Hannover blieb es kühler. Auf der Basis dieser Werte rechnen die Forscher zwischen 2011 und 2100 mit einem weiteren Anstieg der Werte um 3,6 bis 4 Grad - je nach Region.

Niedrigwasser der Elbe
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Wasser

Die Wasserressourcen fallen in den kommenden Jahrzehnten sehr unterschiedlich aus. So haben Modellberechnungen für die Ems ergeben, dass sie im Jahresmittel eher mehr Wasser führen wird als heute.

Ganz anders sieht es für die Elbe aus. In ihrem Einzugsgebiet gibt es nach den Szenarien weniger Wasser, weil es im Sommer seltener regnet und durch die Hitze auch mehr Wasser verdunstet. Die Schneeschmelze im Winter kann die Gesamtbilanz nicht mehr ausgleichen. Extreme Niederschläge im Winter steigern gleichzeitig das Hochwasserrisiko.

Goldener Herbst
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Wassermangel in Flüssen hat nicht nur Folgen für Flora und Fauna. Auch die Schifffahrt kann beeinträchtigt werden. Mit großer Knappheit wird im Leipziger Becken, im Oderbruch, Sachsen-Anhalt und in der Oberrheinebene gerechnet.

Wald in NRW
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Wälder

Mehr Wärme könnte die Vegetationsperiode der Bäume verlängern. Das führt erst einmal zu positiven Effekten: Wälder könnten mehr schädliches Kohlendioxid aus der Luft filtern. Und die Forstwirtschaft hat durch das Wachstum etwas mehr Holz zur Verfügung.

Diese Pluspunkte könnten aber durch die größere Trockenheit gleich wieder schwinden. Denn sie stresst die Wälder und macht Bäume anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Dazu steigt zum Beispiel in Brandenburg die Waldbrandgefahr um 16 Prozent.

Raureif-BuchenBuchen
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Buchen gelten als Verlierer des Klimawandels, Kiefern zählen eher zu den Gewinnern. Für die Zukunft empfehlen die Forscher die Pflanzung von Mischwäldern - um mögliche Ausfälle einer Baumart ausgleichen zu können.

Kartoffelernte in Thüringen
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Landwirtschaft

Die gute Nachricht lautet, dass ein Rückgang der Produktion eher unwahrscheinlich ist. Denn die Vegetationszeit verlängert sich durch mehr Wärme, Winterkulturen profitieren davon. Im Sommer lassen sich trockenere Böden von Jahr zu Jahr durch Spielräume bei Fruchtarten, Sortenwahl und Düngung kompensieren.

Der Führer der republikanischen Mehrheitsfraktion im Senat, Mitch McConnell, rief vergangenen Mittwoch in einem Artikel für den „Lexington Herald-Leader“ die Bundesstaaten offen zu zivilem Ungehorsam auf und einfach keinen Plan einzureichen. Das gebe die nötige Zeit, um Obamas Pläne und die Vorgaben der Umweltbehörde Environmental Protection Agency durch das Clean-Power-Gesetz vor Gericht niederzuzwingen. Denn die Rechtsgrundlagen seien zweifelhaft und die Effekte für die Umwelt durch die Schließung fossiler Kraftwerke „vernachlässigbar“.

Eine zweite Front wird bei der Gesetzgebung eröffnet. Es geht darum, die Macht der Wissenschaftler in der Umweltbehörde Epa zu beschneiden: Der entsprechende Gesetzentwurf H.R.1422, im November noch abgeschmettert, hat jetzt wieder Chancen, eine Mehrheit im Kongress zu bekommen.

Die wichtigen Beratergremien der Behörde sollen dann für Mitglieder „ohne Ansehen ihrer wissenschaftlichen Expertise“ offen sein. Bis zu zehn Prozent der Mitglieder sollen dann keinerlei wissenschaftliche Befähigung haben. Damit wäre Tür und Tor geöffnet für die Einflussnahme durch wirtschaftliche Lobbyorganisationen der Öl- und Kohleindustrie und Politiker.

Daneben sollen Wissenschaftler der Gremien durch das „Reformgesetz“ daran gehindert werden, in Bereichen Beratungen vorzunehmen, in denen sie wissenschaftliche Arbeiten vorgenommen haben. Dadurch seien sie voreingenommen. Mit anderen Worten: Umweltwissenschaftler sollen nicht mehr in den Bereichen beraten, in denen sie die meiste Ahnung haben.

Hoffen auf eigenen neuen Präsidenten

Der demokratische Abgeordnete Eddie Bernice Johnson aus Texas schrieb in einem Beitrag für das politische Magazin TheHill.com dazu, diese Gesetze stellten den „Höhepunkt der wohl schlimmsten Anti-Wissenschafts- und Anti-Gesundheits-Kampagne dar, die ich in 22 Jahren im Kongress erlebt habe“. Präsident Obama hat bereits vorsorglich sein Veto angekündigt, falls ihm das Gesetz vorgelegt wird.

Die Besorgnis ist groß, dass das große Geld sich schon tief in die Umweltgesetzgebung der USA eingeschlichen hat. Vier Staaten mit bedeutenden Aktivitäten in der fossilen Energieindustrie, Missouri, Florida, Virginia und South Carolina, haben nach Recherchen von Thinkprogress.org Resolutionen in den Kongress eingebracht, die aussehen wie aus dem „Reliable, Affordable and Safe Power Act“ (Rasp) fotokopiert, den die rechtskonservative Organisation AFP vorschlägt.

Die wiederum ist gesponsert von den Brüdern Charles und David Koch. Die Milliardäre aus der Öl- und Kohleindustrie haben erst kürzlich vor Unterstützern den Einsatz von fast 900 Millionen Dollar versprochen, um die Präsidentschaftswahlen 2016 in ihrem Sinne, im konservativen, zu beeinflussen. Ein bislang nie dagewesener Wert für Einzelpersonen. RASP ist eine Art Modellgesetzgebung, die den Einfluss der Bundesregierung in Washington auf die Energiepolitik der einzelnen Bundesstaaten ausschaltet.

Es heißt durchhalten bis November 2016, das ist das große Ziel. Wenn der demokratische Veto-Präsident dann erst einmal nach einem erfolgreichen Wahlkampf durch einen Republikaner ersetzt worden ist, ist der Weg für die Neugestaltung der amerikanischen Klimapolitik zusammen mit einem republikanisch beherrschten Kongress frei. Dann wird H.R.1422 halt 2017 noch einmal eingebracht.

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  • Zitat: „Der Anteil der CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe an den Gesamt CO2 Emissionen (35 Mrd. to/a zu 800 Mrd. to/a) und die kumulierten CO2 Emissionen am Gesamtkohlenstoffkreislauf (1,5 Bio. to zu 156 Bio. to) ist vernachlässigbar.“

    Glauben Sie solchen Unsinn wirklich, oder suchen Sie nur ein paar Simpel, die dumm genug sind, Ihrer „Logik“ zu folgen?

    Das was Sie als „vernachlässigbar“ bezeichnen, hat den CO2-Anteil der Luft in 120 Jahren um ca. 30 % von 280 ppm auf 400 ppm ansteigen lassen. Diese Erhöhung und die sich daraus ergebende Erhöhung der Wasserdampfkonzentration und des Methananteils in der Atmosphäre lassen die Durchschnittstemperaturen aktuell ansteigen. Wenn wir Glück haben, stoppt die Erwärmung bei +2°C; wenn wir Pech haben oder wenn wir weiter die Atmosphäre mit Treibhausgasen anreichern, bildet sich ein neues Gleichgewicht des Treibhauseffektes erst bei einem höheren Anstieg.

    Das letzte Mal, als der CO2-Anteil der Atmosphäre 400 ppm betrug, lag der Meeresspiegel ca. 20 m höher. Sollen wir uns zurücklehnen in der Gewissheit, dass dieser Anstieg wahrscheinlich noch ein paar Jahrhunderte dauern wird und Belgien, Niederlande oder Norddeutschland erst 2300 zur Wasserfläche werden?

  • @Knoll, die CO2-Konzentration steht doch ausser Frage, aber die IR-Wirksamkeit der geringen Konzentration CO2 im Verhaeltnis zur hohen, und auch CO2 wirksamen H2O Konzentration , das ist die eine Frage. Die andere ist die Messbarkeit von Temperatur-Effekten neben der allgemeinen Schwankung der Werte. Und das alles gedaempft durch zehn hoch 18 to Wasser, die waermer als 0 Grad sind.

  • Wenn Sie mein Student wären, hätte ich Sie nach diesem Statement exmatrikulieren lassen. Ganz offensichtlich haben Sie noch nie etwas von Gleichgewichten gehört, wie wenig dazu nötig ist diese zu stören und welche Ausmaße eine Störung hervorrufen könnte. Soviel dazu. Und nun zu einem anderen Aspekt. Wenn Sie sich mal die Mengen fossiler Brennstoffe die wir in den letzten Jahrzehnten gefördert und zu CO2 verbrannt haben betrachten, kommen auch Sie nicht umhin zuzugeben, dass der Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft sicherlich auch Menschgemacht ist. Das diese enorme Menge an zusätzlichen CO2 den Klimawandel zumindest stark beschleunigt und das existierende Gleichgewicht erheblich stört kann liegt auf der Hand und kann sogar ein amerikanischer Angeordneter nicht bestreiten, es sei denn er hat Aktien einer Ölfirma in der Tasche oder ist vollkommen verblödet.

  • Klingt alles schön und gut, wenn da nicht ein kleines ABER wäre. Mit der Kernkraft handeln wir uns strahlenden Müll ein, der noch strahlen wird, wenn die Menschheit längst hinüber ist. So hat beispielsweise Plutonium 244 eine Halbwertzeit von 80 Mio. Jahre, das am häufigsten bei der Kernspaltung entstehende Plutonium 239 eine von 24.110 Jahren. Das bedeutet das es 240 Tausend Jahre braucht (10 Halbwertzeiten) um es so abzubauen, dass die Strahlung unter das Niveau der natürlichen Strahlung sinkt. Die Frage ist wohin da mit. Wären Sie bereit eine Atommülldeponie in Ihrer Umgebung zu dulden?

  • Ich habe selten einen derart zusammengewürfelten, schlecht lesbaren Artikel gelesen. Analog der Berichterstattung zu AFD, PEGIDA hat man selbst auf jegliche journalistische Qualität zugunsten des ökoreligiösen Glaubens und der Verhöhnung der amerikanischen Volksvertreter verzichtet.

    Soweit mir bekannt ist die Oekoreligion und der Glaube an ökoreligiöse Weltuntergangskatastrophen im amerikanischen Volk und Kongress nicht populär. Der amerikanische Kongress hat zur Aufklärung des Sachverhalts regelmässig diverse Experten verschiedener Richtungen vorgeladen.

    Sachlich gesehen steht die Ökosaga auf sehr schwachen Füssen

    1. Der Treibhauseffekt ist qualitativ unbestritten, allerdings hat man sich bislang nicht die Mühe gemacht diesen über grobe Schätzungen hinaus zu quantifizieren. Wissenschaftlich wäre dies über eine Monte Carlo Simulation möglich, allerdings sehr aufwändig. Der Einfluss des CO2, ca. 1% des Anteils von Wasserdampf mit Wirkungsquerschnitten im Nahinfarotspektrum ähnlich des Wasserdampfes innerhalb des Treibhauseffekts ist noch schwieriger zu bestimmen. Es bedürfte eines wissenschaftlichen Ehrgeizes den die Klimaschwindler nicht aufzubringen bereit sind.
    2. Der Anteil der CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe an den Gesamt CO2 Emissionen (35 Mrd. to/a zu 800 Mrd. to/a) und die kumulierten CO2 Emissionen am Gesamtkohlenstoffkreislauf (1,5 Bio. to zu 156 Bio. to) ist vernachlässigbar. Der Schluss ergibt sich aus einer Betrachtung der IPCC (Klimaschwindler) Zahlen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die IPCC Zahlen grösstenteils grobe Schätzungen/Annahmen sind.

  • @Martin Zuehlke Sie sind ja ein Komiker. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was sie alles dem CO2 so zu verdanken haben?! Anscheinend Nicht...deswegen müssen Sie auch beleidigende anstatt aufklärende Kommentar von sich geben. Machen Sie sich erst einmal schlau, wie ihre Welt ohne CO2 ausschauen würde...ein Tipp...das Leben wie Sie es so lieb gewonnen haben werden Sie in iher CO2 freien Welt nicht wieder finden. Danke!

  • @Otto Pankrath Die Energiezukunft hat doch mit der Kernkraft schon längst begonnen! Selbst Oel kann durch die Kernkraft ersetzt bzw. chemisch hergestellt werden. Und selbst die Sonne und die Erde sind zwei große Kernkraft-Reaktoren. Selbst auf dem Mars kommt ein Rover (Curiosity) zum Einsatz der mit Radionuklidbatterien betrieben wird anstatt mit der unzuverlässigen Solartechnik. Selbst die Nuklearmedizin ist aus dem heutigen Leben nicht mehr weg zu denken. Anstatt der Rückschritt mit der Energiewende = Erneuerbaren Energien sollte man lieber auf die Zukunft mit der Kernkraft setzen...wenn Deutschland noch eine Zukunft haben möchte!

  • Ach ja. Und nicht zu vergessen - ELVIS lebt.

  • Warum zur Hölle musste Kolumbus damals nur gen Westen segeln? Warum sind seine Schiffe nicht einfach abgesoffen? Dann gäbe es die Amerikaner nicht und die Welt wäre ein gehöriges Stück besser.

  • Lieber Herr Hofmann,

    auf Ihren Beitrag auf Linie mit vielen US-Republikanern hatte ich natürlich schon gewartet.

    Ist ja auch völlig klar und nachvollziehbar was Sie da von sich geben. Immerhin hat sich der Mensch ja schon immer dadurch weiter entwickelt, dass er immer an Altbewährtem festhielt und sich keine Gedanken über die Zukunft machte und nichts neues entwickelt hat.

    Ja, Kohle bietet uns eine gute Grundlage, aber nur als Brücke zu einer neuen Technologie.

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