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US-Verteidigungsbudget Weltmacht auf Sparkurs

Weniger Geld für Waffen, Zwangsurlaube, abgesagte Paraden: Das US-Militär muss sparen. Präsident Obama sucht nach Wegen, der Streitmacht ein paar Milliarden abzutrotzen. Doch Amerikas Gegner rüsten auf.
15.04.2013 - 07:16 Uhr 3 Kommentare

Weltweite Rüstungsausgaben rückläufig

New York Jedes Jahr im Mai wird der New Yorker Hafen für ein paar Tage zur Jubel-Kulisse. Bei der Fleet Week zeigt die US-Marine, was sie so drauf hat: Flugzeugträger, Zerstörer und historische Segelschiffe laufen ein, Kampfjets fliegen Formation, und in der Stadt demonstrieren Marines, wie sie im Nahkampf ihre Gegner erledigen.

Doch in diesem Jahr wird alles anders. Ein paar Schiffe vielleicht, mehr wird nicht drin sein. Grund: Das Militär muss sparen. „Nichts wird mehr so aussehen wie früher“, sagte ein Navy-Sprecher im US-Fernsehen. Fast hätte man die Fleet Week sogar ganz abgesagt.

Die Schiffs-Parade ist das jüngste Opfer eines Sparhammers, der quer durch den Haushalt zugeschlagen hat und auch das Militär trifft. Knapp 500 Milliarden Dollar muss das Pentagon in den kommenden zehn Jahren sparen, so verlangt es der so genannte Sequester – ein Notsparprogramm, weil sich die Politik nicht auf ein Budget einigen konnte.

Das bedeutet unter anderem: Flugzeugträger können nicht auslaufen, bis zu 50.000 zivile Angestellte müssen vorübergehend unbezahlten Urlaub nehmen und Entwicklungsbudgets für neue Waffen werden gekürzt. Das trifft auch die Rüstungskonzerne: Lockheed Martin etwa muss bei den Tests für den neuen Kampfflieger F-35 ebenso mit weniger auskommen wie Boeing bei der Entwicklung des Kampfhubschraubers Apache AH-64, Raytheon wird weniger Raketen vom Typ Javelin verkaufen.

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    Doch auch ohne das Zwangssparen sind längst neue Zeiten im Pentagon angebrochen: Nach jahrelangen Exzessen im Militärhaushalt seit dem 11. September 2001 versucht Präsident Barack Obama seit Amtsantritt, angesichts ausufernder Staatsschulden die Kosten zu senken. Der neue Verteidigungsminister Chuck Hagel beteuerte zwar Anfang April, dass ihn Obama nicht geschickt hatte, damit er „dem Pentagon das Herz rausreißt“. Doch genau das ist seine Aufgabe.

    Es ist ein Rückgang auf hohem Niveau
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    3 Kommentare zu "US-Verteidigungsbudget: Weltmacht auf Sparkurs "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es gibt schon längst den Begriff der imperialen Überdehnung. Diese ist im allgemeinen der Grund für den Untergang aller Weltreiche in der Geschichte. Es dauert nur lange.

    • Qualifiziert ist anders.

      Wenn man schon einen Artikel über den Sparkurs der Supermacht USA macht, sollte man wenigstens ein Foto eines Flugzeugs verwenden, dass in den USA eingesetzt.

      Die dargestellte Maschine ist jedoch eine Rafale vom französischen Hersteller Dassault. Dieses Flugzeug findet bei keiner der US Waffengattungen Anwendung.

      So gesehen, haben sich die USA dieses bereits "gespart".

      Auch wenn die Redaktion des Handelsblatt - nach eigenem Bekunden - nicht nur als "Praktikanten" bestehen sollte, hat ein Praktikant zumindest das Titelbild ausgewählt...

    • Die kriegerichste Nation der Erde rüstet ab..... zum totlachen !
      Es werden höchstens effektivere Waffen zur Kriegsführung benutzt. Drohnen und Roboter anstatt Menschen.
      Was im Hintergrund schon für "Kriegsspielzeug" existiert möchte man lieber gar nicht wissen.

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