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US-Vorwahlen Demokraten fordern erneute Auszählung in Iowa – kein verlässliches Ergebnis

In Iowa scheint Buttigieg ganz knapp vor Sanders zu liegen, doch verlässlich ist das Ergebnis nicht. Die Parteiführung forderte derweil eine Neuauszählung.
07.02.2020 - 07:46 Uhr Kommentieren
US-Vorwahlen: Demokraten fordern erneute Auszählung in Iowa Quelle: AP
Pete Buttigieg und Bernie Sanders

Der frühere Bürgermeister hatten offenbar knapp über den Senator Sanders gesiegt.

(Foto: AP)

Washington Das Nationale Komitee der US-Demokraten hat nach dem Chaos bei der Vorwahl im US-Staat Iowa eine erneute Auszählung gefordert. Nach drei Tagen voller technischer Probleme und Verzögerungen sei dies notwendig, um das „öffentliche Vertrauen sicherzustellen“, teilte Parteichef Tom Perez mit. „Genug ist genug“, schrieb er auf Twitter.

Die Demokratische Partei in Iowa veröffentlichte am Donnerstagabend neue, vollständige Ergebnisse, nach denen der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg mit zwei Delegierten vor Senator Bernie Sanders führt. Dies entspricht einem Abstand von 0,09 Prozent. Beide erklärten sich zum Sieger. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Partei einen Teil der Ergebnisse nicht akkurat erfasst hat, weshalb die Nachrichtenagentur AP derzeit noch keinen Kandidaten zum Wahlsieger erklärt.

Die Iowa-Demokraten entschuldigten sich für technische Pannen mit der App, die die Übertragung der Ergebnisse der Wählerversammlungen am Montag verzögerte, und verbrachte die Tage seit der Wahl damit, das Ergebnis zu verifizieren. Es war zunächst unklar, ob sie dem Aufruf der Parteiführung auf nationaler Ebene folgen wollten.

Eine neue Auszählung würde voraussichtlich bedeuten, dass Mitarbeiter des Staates die Unterlagen der mehr als 1600 Versammlungsstellen vom Wahltag überprüfen müssten, um sicherzustellen, ob die Berechnungen korrekt sind und mit den übertragenen Ergebnissen übereinstimmen. Der Vorsitzende der Iowa-Demokraten, Toy Prize, schlug am Donnerstag vor, eine Neuauszählung nur durchzuführen, wenn eines des Wahlkampfteams das fordert.

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    Bei einer Wahlkampfveranstaltung in New Hampshire sagte Sanders, das Management der Partei habe es „vermasselt“, was gegenüber den Kandidaten und ihren Unterstützern „extrem unfair“ gewesen sei. „Wir haben genug von Iowa“, sagte er später beim Sender CNN. „Ich denke, wir sollten mit New Hampshire weitermachen.“ Dort wird am Dienstag gewählt.

    Mehr: Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders ging als Favorit in die Vorwahlen in Iowa. Im Wahlkampf zeigten sich überraschende Parallelen zu Trump.

    • ap
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