US-Vorwahlen Romney stoppt Niederlagen-Serie

Nach zuletzt drei Niederlagen hat der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney wieder Rückenwind bekommen. Bei den Vorwahlen in Maine siegte der Multimillionär knapp gegen seinen Rivalen Ron Paul.
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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Quelle: dapd

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney.

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PortlandMit einem knappen Vorwahlsieg im US-Staat Maine im Rücken kann der Republikaner und Multimillionär Mitt Romney wieder optimistischer nach vorne blicken. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei setzte sich der frühere Gouverneur von Massachusetts allerdings nur mit 39 Prozent der Stimmen gegen seinen Rivalen Ron Paul durch. Dieser kam auf 36 Prozent, wie der örtliche Parteivorsitzende Charlie Webster in der Nacht zum Sonntag bekannt gab.

Romney hatte vor vier Jahren die Abstimmung in Maine klar für sich entschieden. Nach zuletzt drei Niederlagen brachten die Vorwahlen dort trotz weniger deutlichen Ergebnissen auch die erhoffte Wende. Die schärfsten Konkurrenten Romneys hielten sich in Maine jedoch weitgehend zurück: Weder der ultrakonservative Außenseiter Rick Santorum, der Anfang der Woche überraschend gleich drei Mal bei den Vorwahlen in Minnesota, Colorado und Missouri triumphiert hatte, noch der frühere Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, machten in dem Staat Wahlkampf. Sie kamen den Angaben zufolge auf 18 beziehungsweise 6 Prozent. Ron Paul hingegen hatte in Maine in den vergangenen Wochen aggressiv Wahlkampf betrieben.

Mitt Romneys größte Spender
Hedgefonds-Manager John Paulson
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Pünktlich zur Wahl in Florida wurde veröffentlicht, welche großen Geldgeber im US-Wahlkampf die sogenannten Super-PACs finanziert haben. Das sind Organisationen, die Kandidaten oft mit aggressiven Werbespots unterstützen. Sie können unbegrenzte Summen an Geld einsammeln, müssen aber nur mit Verzögerung sagen, woher die Spenden kommen. Einer der Geldgeber ist der Hedgefonds-Manager John Paulson. Er zahlte für Romney eine Million Dollar.

huGO-BildID: 4773399 ** FILE ** The New York Marriott Marquis hotel, right, is shown Friday, April 15, 2005 in New York. Marriott International Inc.
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Eine Million Dollar für Romney kommt auch von der Hoteldynastie der Marriotts. John Willard "Bill" Marriott, CEO von Marriott International, spendete eine halbe Million und auch sein Bruder Richard, Vorstandsvorsitzender der Host Hotels & Resorts, gab 500.000 Dollar.

Forst, chief administrative officer of Goldman Sachs, speaks in Bangalore
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Edward C. Forst sprang Romney mit 95.000 Dollar zur Seite. Der Banker verkündete im Dezember 2011 bei Goldman Sachs seinen Rückzug als Vizechef der Investment-Abteilung. Forst ist nicht der einzige Gönner aus den Reihen von Goldman Sachs.

JOHN WHITEHEAD SHOWS THE SIX CONCEPTUAL PLANS RELEASED FOR WORLD TRADE CENTER SITE
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Zahlreiche Goldman-Banker unterstützen Romney. Der ehemalige Co-Vorstandsvorsitzende John Whitehead zahlte dem Republikaner 25.000 Dollar.

Reebok CEO Fireman answers question at a news conference with Adidas CEO Hainer in Canton, Massachusetts
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Paul Fireman, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Reebok und jetzt Chef der Beteiligungsgesellschaft Fireman Capital Partners, zahlte Mitt Romney 250.000 Dollar.

Japan Fighter Deal
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Welche Unternehmen Romney unterstützen, ist schon etwas länger bekannt. Große Konzerne - nicht zuletzt aus der Rüstungsindustrie - haben bei der Kandidatenkür im Präsidentschaftswahlkampf in den USA viel Macht. Ohne ihr Geld hat ein Kandidat keine Chance. Die in den USA wichtige Rüstungsindustrie hat ihren Kandidaten bei den Vorwahlen der Republikaner bereits gefunden...

Ron Paul And Supporters Attend Iowa Caucus Night Event
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Und zwar den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul. Seine drei Top-Spender sind die US Army (24.503 Dollar), die US Air Force (23.355 Dollar) und die US Navy (17.432 Dollar). Auch Hersteller von Militärflugzeugen wie Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman zählen zu seinen Gönnern. Ebenso das US-Verteidigungsministerium. Dabei will Ron Paul doch die Präsenz des US-Militärs im Ausland beenden.

Nach zuletzt drei Vorwahlniederlagen kann der Multimillionär Romney nun darauf hoffen, weitere Spenden für seine ohnehin prall gefüllte Wahlkampfkasse einsammeln zu können. Zuletzt verfügte er über 19,9 Millionen Dollar (rund 15,5 Millionen Euro), seinem Rivalen Santorum flossen nach seinen jüngsten Vorwahlerfolgen Spendengelder in Höhe von drei Millionen Dollar zu. Dass er Romney finanziell noch einholen kann, gilt als unwahrscheinlich.

Schwieriger dürfte es aus Sicht von Beobachtern für Romney allerdings werden, die konservativen Basis seiner Partei für sich einzunehmen. So stehen viele seinen früher moderaten Ansichten bei Themen wie Abtreibung mit großem Argwohn gegenüber. Die nächsten Vorwahlen finden Ende Februar in den US-Staaten Arizona und Michigan statt.

  • dapd
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