US-Wahl Warum Romney nicht George Bush ist

Die wenigsten Deutschen rechnen damit, noch weniger würden es sich wünschen - und doch ist es gut möglich, dass der nächste US-Präsident Mitt Romney heißt. Aber keine Angst: Die Welt geht deshalb nicht unter.
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Obamas Rivale Mitt Romney gilt bei vielen als typischer Republikaner. Quelle: AFP

Obamas Rivale Mitt Romney gilt bei vielen als typischer Republikaner.

(Foto: AFP)

New YorkEs wäre untertrieben zu sagen, Mitt Romney habe in Deutschland einen schweren Stand. Nur drei Prozent würden ihn zum Präsidenten wählen, so eine aktuelle Umfrage. Sensationelle 91 Prozent würden dagegen für Barack Obama stimmen.

Vielen gilt Romney als typischer Republikaner, der Amerika in eine gottesfürchtige und schießwütige Nation zurückverwandeln würde. Oft wurde ihm auch noch Dummheit unterstellt, wie die Häme über seine Pannen im Wahlkampf zeigt. „Für die meisten Europäer wäre die Wahl von Mitt Romney ein Schock“, schrieb SPD-Außenexperte Niels Annen in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. George W. Bush lässt grüßen.

Nun ist es aber sehr gut möglich, dass Romney trotzdem morgen die Wahl gewinnt. In dem selten knappen Rennen geht es nur noch um wenige unentschlossene Wähler. Zeit also, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass der nächste Präsident der Vereinigten Staaten Mitt Romney heißt.

Dazu gibt es zwei gute Nachrichten: Romney ist nicht Bush. Und es hätte noch schlimmer kommen können. 

Wer aber ist Romney und was will er? Die Frage ist komplizierter als sie klingt. Selbst erfahrene Beobachter der amerikanischen Politik stehen vor einem Rätsel. Der Kandidat hatte schon einmal so ziemlich jede Position inne – nur um später dagegen zu sein, wenn es für ihn politisch zuträglich schien.

Vielleicht kommt man eher einen Schritt weiter mit der Frage, wer Romney nicht ist. Dazu lohnt sich ein kurzer Rückblick auf den fast schon wieder vergessenen Vorwahlkampf der Republikaner, als sich der Kandidat gegen ein wahres Gruselkabinett an Konkurrenten durchsetzen musste.

„Moderate Mitt“
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20 Kommentare zu "US-Wahl: Warum Romney nicht George Bush ist"

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  • "Der Ausbruch im Yellowstone-Park wird das ganze unehrliche Szenario alsbald beenden!! "
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    Es gibt einen alten Spruch, der da lautet "Überlege dir gut, was du dir wünschst, die Götter könnten es dir gewähren!"
    Der Yellow Stone ist ein Supervulkan mit einer gigantischen Magmakammer. Wenn der hochgeht, hat die ganze Welt ein gewaltiges Problem, nicht nur Amerika...
    Wer sich einen Ausbruch des Yellow Stone herbeiwünscht, weiß nicht, wovon er redet: Bei dem Ausbruch vor rund 2 Mio. Jahren wurden 2500 km³ (Kubik-KILOMETER!) ausgeworfen...

  • Wieso kommentieren Sie einen Artikel, den Sie offenbar gar nicht gelesen haben?

  • Der Ausbruch im Yellowstone-Park wird das ganze unehrliche Szenario alsbald beenden!! Dann werden die Menschen endlich wieder NORMAL - leben und fühlen wieder auf Augenhöhe. Amerika ist eine Diktatur der Sponsoren. Einzige wahre Demokratie der Welt ist die Schweiz!

  • ALLES WAS GUT FÜR GM IST, DAS IST GUT FÜR AMERIKA
    ich sage
    ALLES WAS SCHLECHT IST FÜR AMERIKA, DAS IST GUT FÜR DIE WELT

  • ROMNEY hat wenigstens den gesunden Verstand zu erkennen, dass eine Wirtschaft nicht durch Steuerehöhungen zu retten ist, so wie es hier in Europa verschiedene "sozialistische" Staaten im Namen de "Gerechtgkeit" tun wollen. (siehe Frankreich). Frankreich wird in der Wirtschaftsblockade und im Schuldesumpf garantiert untergehen,während die USA (hoffentich unter Romney) als führende Wirtschaftsmacht hervorgehen wird. Dies ist für die USA viel wichtiger als etwa die Homo-Ehe.

  • Der Artikel von Nils Rüdel ist für sich selbst schon eine Persiflage und bedarf eigentlich keines geistreichen Kommentars darüber hinaus.

    Tja, mein lieber Nils, wenn denn immer alles so einfach wäre,

    Yoku

  • Hallo cosmoB,
    bitte regen sich nicht über diesen Typen auf.
    SayTheTruth nimmt doch schon lange keiner ernst.
    Die menschliche Spezies hat eben viele Gesichter,
    mal mit mehr Hirn und mal mit weniger.
    Und wenn Romney am Mittwoch verloren hat, springt
    er ja vielleicht von der Brücke !!

  • Grusel, grusel. Der feuchte Traum eines jeden Bankers - ein Hedgefond-Manager bekommt Kontrolle über die größte Armee der Welt. Mehr Kriege - mehr Morde - mehr Armut.

  • Ich sehe bei Romney noch ein ganz anderes Problem. Wenn der an die Macht kommt, bekommen die ganz schmutzigen Energiequellen freie Fahrt: Kohle im großen Maßstab, Schieferöl und ~gas (die dreckigste Art der Energiegewinnung überhaupt, die buchstäblich verbrannte Erde hinterläßt), Erdölexploration in hypersensiblen, arktischen Gebieten ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn der schnelle Dollar lockt, gibt es für Republikaner keine Grenzen, egal, ob die Umwelt dabei zum Teufel geht. Naturschutz ist beim Geldscheffeln nur hinderlich...

    Was mich persönlich berührt, ist die Gefahr für den ohnehin rudimentären Wolfsschutz in den USA. Republikaner scheinen einen regelrechten Krieg speziell gegen Beutegreifer zu führen, wie man speziell an Idaho und den umliegenden Staaten sehen kann. Schießen ohne Rücksichtnahme auch auf führende Wölfinnen aus dem Helikopter, barbarische Vergasung der Welpen in ihren Höhlen (ein entsetzlich qualvoller Tod), DAS ist die Handschrift der Republikaner: Alles was dem heiligen Dollar im Weg steht, wird systematisch vernichtet! Ein Leben zählt da nichts!

  • Als noch immer sehr politisch interessierte Rentner mit viel Zeit habe ich in den vergangenen Wochen den US-amerikanischen Wahlkampf in diversen Medien kritisch beobachtet,von links bis rechts.

    Ich halte den Republikanismus für ausgesprochen gefährlich.Was wir momentan im Wahlkampf geboten bekommen haben ist ja nur die weit heruntergedimmte Version, ein Schauspiel um Wählerstimmen.

    Romney verkauft sich als weichgespülte Version von Obama,besonders außenpolitisch,und er verkauft sich nicht schlecht,das muß ich fairerweise sagen!
    Im Hintergrund wirkt jedoch
    Karl Rove,
    ein besonders,völlig skrupelloses Exemplar der Reps und ehemalige Präsidentenberater Bushs bis 2007.
    Der hält die Strippen in der Hand,nicht geschieht was der nicht will!
    In jedem anderen demokratischen Land würde der Mann längst hinter Gittern sitzen.
    Romney ist nur eine Marionette der Big-Player im Hintergrund,ein Schauspieler auf Stimmenfang.
    Diese Bigs würden im Falle eines Wahlsieges der Reps wieder die Macht bekommen wie schon zu Bushs Zeiten,das haben hier nur manche schon vergessen,oder verdrängt.
    Die Zeche müßten dann aber nicht nur die
    US-Amerikaner zahlen,sondern dann sind wir Europäer auch die Betroffenen,und die Rechnung kommt,todsicher.
    Ich mag mir nicht vorstellen,was ist wenn die Großbanken un die Finanzindustrie völlig dereguliert werden,
    die Lobbysten der Waffenindustrie an der Macht beteiligt sind und die Tea-Party-Leute die kulturelle und moralische Hoheit in den USA bekommen würden,von Big-Oil rede ich da schon gar nicht mehr.
    Diese Burschen hält kein Romney auf,selbst wenn er wollte.
    Dazu hat er gar nicht die Statur und das Format.
    Wer das nicht glaubt,kann ja mal sein Buch lesen!
    Sein Vater hätte die Qualität vielleicht gehabt,
    er nicht
    Das Imperium USA, wie es Augstein heute bei SPON genannt,hat, steht am Scheideweg.
    Kommen die Reps wieder, bricht dieses schöne Land auseinander und reißt uns alle mit in den Abgrund.

    Gott schütze Amerika, es ist notwendiger denn je!

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