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US-Wahl 2016 Ein Bündel aus echten Profis

In knapp anderthalb Jahren sind Präsidentschaftswahlen in den USA. Hillary Clinton kann in ihrem Wahlkampf auf erfahrene Profis zurückgreifen, die schon so manche Kämpfe für sie oder ihren Ehemann ausgefochten haben.
24.04.2015 - 15:45 Uhr Kommentieren

Facebook-Video: Hier verkündet Hillary Clinton ihre Kandidatur

Washington An der Spitze steht John Podesta. Der Chef ihrer Kampagne steht schon seit Jahrzehnten im Dienste der Clintons und hat zuletzt auch als Berater für Präsident Obama im Weißen Haus gearbeitet. Das macht ihn zum idealen Brückenbauer zwischen einem Präsidenten, der sich nun ganz auf sein politisches Erbe konzentriert und dessen möglicher Nachfolgerin, die um Stimmen kämpfen muss.

Es ist ein schwieriger Balance-Akt, den Podesta orchestriert. Clinton muss sich von Obama distanzieren, um ihr eigenes Profil zu schärfen. Doch sie kann sich nicht zu weit von ihren Parteikollegen entfernen, schließlich war sie in seiner ersten Amtszeit Teil der Regierung. 

Podesta war in der Vergangenheit bereits in einer ähnlichen Rolle. Damals hat er in Obamas Auftrag mit Bill Clinton ausgemacht, dass der ehemalige Präsident seine internationalen Auftritte zurückfährt, solange Hillary Außenministerin ist.

Der 66-Jährige arbeitete zuletzt auch als Berater von Barack Obama im weißen Haus. Quelle: ap
John Podesta

Der 66-Jährige arbeitete zuletzt auch als Berater von Barack Obama im weißen Haus.

(Foto: ap)

Podesta  ist ein Washingtoner Urgestein. Er war Bill Clintons Stabschef im Weißen Haus zu der Zeit des Sex-Skandals um Monica Lewinsky. 2003 gründete er die liberale Denkfabrik „Center for American Progress“, das finanziell unter anderem von Milliardär George Soros unterstützt wird.

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    Clintons Wahlkampfchef ist ein gerissener Stratege. Obamas Taktik, Entscheidungen mit präsidentiellen Verfügungen durchzudrücken statt auf den Kongress zu warten, kommt aus der Feder von Podesta, der die Strategie 2010 in einem Bericht ausgearbeitet hat.

    Der 66-Jährige genießt Clintons uneingeschränktes Vertrauen. „Wenn John spricht, dann wissen sowohl die langjährigen Clinton-Unterstützer als auch die, die neu im Team sind, dass er in ihrem Auftrag spricht“, zitiert die „New York Times“ den langjährigen Clinton-Berater Harold Ickes. „Das ist sehr wichtig, weil das 2008 nicht so war, mit den entsprechenden Konsequenzen.“

    Robby Mook – Der Analytiker
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