Donald Trump Tägliche CIA-Lageberichte? Überflüssig!

Der US-Präsident wird täglich vom Geheimdienst gebrieft – seit Jahrzehnten ein Informationsritual im Weißen Haus. Donald Trump findet das übertrieben. Und auch sonst ist er gerade nicht gut auf die CIA zu sprechen.
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Vier Buchstaben pro Wort, neun Wörter je Satz
„Ich bin sehr gebildet. Ich kenne Wörter. Ich habe die besten Wörter.“
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Zu diesen Wörtern gehörten im Wahlkampf wüste Beschimpfungen und abwertende Adjektive. Trumps Sprache wurde oft als rassistisch oder auch sexistisch beschrieben. So sagte er etwa über mexikanische Einwanderer: „Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger, und einige, nehme ich an, sind auch nette Leute.“ Sprach- und Kommunikationswissenschaftler aus Mainz, Siegen, Mannheim und dem amerikanischen Berkeley haben sich jeweils Interviews, Reden und Tweets von Trump vor und nach dem Wahlsieg des 70-Jährigen angeschaut. Eine Analyse.

Lieblingswörter
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Trump sprach vor der Wahl häufig von „wir“ und „sie“ – Zeichen eines Weltbilds mit scharfen Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Fremden. Nach der Wahl stellt er sich mit „ich“ massiv selber in den Vordergrund, wie eine Korpusanalyse von Ulrike Schneider, Anke Lensch und Matthias Eitelmann vom Fachbereich Englisch und Linguistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zeigt.

Lieblingsthema
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Im Wahlkampf ging es Trump um Bedrohung durch Mexikaner und Muslime, um ein ausblutendes Land und eine im Sterben liegende Nation – das sagt die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, die im kalifornischen Berkeley forscht. Doch schon in der Dankesrede sei es ihm darum gegangen, die Nation zu einen: „Jetzt ist es an der Zeit für Amerika, die Wunden der Trennung zu schließen; wir müssen zusammenfinden. Ich sage zu allen Republikanern und Demokraten und Unabhängigen überall im Land, es ist Zeit für uns, als vereintes Volk zusammenzukommen.“ (Dankesrede am 09.11.2016)

Wertung
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Seit der Wahl lobt Trump auch sehr gerne – oder straft krass ab. Dabei gebe er sich wie ein strenger Vater, meint Wehling. Diese Art der Bewertung und Einteilung sei raffiniert, weil Trump so vielen Menschen das Gefühl gebe, er biete Orientierung. Ein Beispiel? Trumps Twitter-Reaktion nachdem Darsteller des Musicals „Hamilton“ sich an Trump-Vize Mike Pence gewandt hatten: „Das Theater muss immer ein sicherer und spezieller Ort sein. Das Ensemble von „Hamilton“ war letzte Nacht sehr unhöflich zu einem sehr guten Mann, Mike Pence. Entschuldigt euch!“

Politischer Gegner
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Hillary Clinton wird von Trump vor der Wahl vergegenständlicht („Marionette“), entpersonifiziert („Katastrophe“) und bekommt das Adjektiv „korrupt“ zugeschrieben. Nach der Wahl ist sie „Secretary Clinton“ und „sehr, sehr stark und sehr intelligent“. Das zeigen die Linguistinnen Eva Gredel und Konstanze Marx von der Universität Mannheim auf. Zwei Beispiele:

„Das ist das Vermächtnis von Hillary Clinton: Tod, Zerstörung, Terrorismus und Schwäche.“ (Rede auf Parteiversammlung am 21.07.2016)

„Hillary hat sehr lange und sehr hart gearbeitet, über einen langen Zeitraum hinweg, und wir sind ihr großen Dank schuldig für ihren Dienst für unser Land.“ (Dankesrede am 09.11.2016)

Satzlänge
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Trump spricht in kurzen, oft sehr kurzen Sätzen, mit den wichtigsten Begriffen am Ende. Das hat sich auch nach dem Wahlsieg nicht geändert, wie die Korpusanalyse der Mainzer Sprachwissenschaftler zeigt. Der durchschnittliche Satz ist nur neun Wörter lang. Übrigens sind auch seine Wörter simpel: Im Schnitt umfasst ein Wort nur vier Buchstaben.

Wiederholungen
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Die Reden von Trump sind gespickt mit Wiederholungen. Mit diesen Wörtern oder Phrasen hangele sich Trump gerne an seinem Beitrag entlang, meint Antje Wilton, Professorin für Englische und Angewandte Sprachwissenschaft an der Universität Siegen. Sie kann bei diesem Mittel keinen Unterschied zwischen vor und nach dem Sieg feststellen. Ein Beispiel: „Menschen geben fantastische Karrieren auf, um sich euch Leuten auszusetzen und vielen anderen Leuten auszusetzen. Aber sie geben viel auf. Ich meine, einige geben fantastische Unternehmen auf, um für vier oder vielleicht acht oder wie lange der Zeitraum auch ist, zu sitzen. Aber ich denke, wir werden einiges an fantastischem Talent sehen, fantastisches Talent kommt.“ (Interview der „New York Times“ vom 23.11.2016)

New YorkDer künftige US-Präsident Donald Trump hat kein Interesse an täglichen Lagemitteilungen der Geheimdienste. „Ich werde sie bekommen, wenn ich sie brauche“, sagte er in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News. Per Twitter wies er zudem CIA-Einschätzung über russische Versuche als „lächerlich“ zurück, mit Hackern zu seinen Gunsten Einfluss auf den Wahlausgang zu nehmen.

Beides lief auf eine noch nie da gewesene öffentliche Zurechtweisung des riesigen Geheimdienstapparats der USA hinaus. Die täglichen Geheimdienst-Briefings des Präsidenten finden bisher unter strengster Geheimhaltung statt. Trump erklärte nun, er wolle es der Entscheidung seiner Unterrichter überlassen, ob eine Entwicklung wichtig genug sei, um ihn darüber zu informieren. „Ich bin eine kluge Person“, erklärte er. „Man muss mir nicht jeden Tag dieselbe Sache in denselben Worten die nächsten acht Jahre vortragen.“

Trumps künftiger Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, wischte den Verdacht russischer Einflussnahmen auf die Wahl zurück. „Die Russen haben (Hillary) Clinton nicht gesagt, sie solle Wisconsin und Michigan ignorieren“, sagte er dem Fernsehsender ABC. Trump gewann gegen die Vorhersagen diese beiden Staaten. „Trumps Sieg hatte nichts mit den Russen zu tun“, sagte Priebus.

Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Die CIA-Einschätzung über russische Hacker im Präsidentenwahlkampf alarmierte aber ranghohe Kongressmitglieder. Der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des Senats, John McCain, kündigte eine Untersuchung an. Damit wolle er Senator Lindsay Graham, einen entschiedenen Trump-Kritiker, beauftragen.

Zudem kritisierte McCain den als künftigen US-Außenminister gehandelten Rex Tillerson, derzeit Chef des Ölkonzerns Exxon Mobil. „Vielleicht sind die Verbindungen (nach Moskau) rein kommerziell. (...) Aber es sollte definitiv ein Anlass zur Sorge sein“, sagte er dem TV-Sender CBS. Auch der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Marco Rubio klagte über die mögliche Personalie: „Ein Freund Wladimir (Putins) zu sein, ist keine Eigenschaft, die ich mir von einem Außenminister erhoffe.“

Exxon hat seine Geschäfte in Russland beständig ausgebaut, während sich andere Ölkonzerne in dem Land mit immer neuen Vorschriften auseinandersetzen müssen oder gar enteignet wurden. 2013 überreichte der russische Präsident Wladimir Putin Tillerson eine Auszeichnung der Freundschaft.

Der designierte US-Präsident Trump hingegen befürwortet Tillersons Verbindungen nach Russland. Im Interview mit dem TV-Sender Fox News sagte er am Sonntag, der Exxon-Chef sei ein Akteur von Weltklasse. Er kenne viele andere Entscheider und schließe in Russland große Verträge ab. Trump bestätigte, im Rennen um den Spitzenposten des US-Außenamt seien weiterhin auch Bob Corker, der Vorsitzende im außenpolitischen Ausschuss des Senats, sowie Mitt Romney, Trumps früherer republikanischer Rivale im US-Wahlkampf.

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  • Welche Probleme meinen sie eigentlich Herr Ramseyer? Verglichen mit den wirtschaftlichen Problemen in Russland, von wo tausende Wirtschaftsflüchtlinge jedes Jahr nach Deutschland kommen, sieht es in Deutschland ziemlich gut aus. Zählt man die Wählerstimmen von CDU, SPD, Grünen und Linken zusammen - alles Parteien, die sie vermutlich ablehen, kommt man den Worten unserer Nationalhymne recht nahe: EINIGKEIT und Recht und Freiheit. Überprüfen sie diese Worte einmal an einem anderen Land ihrer Wahl. ich verspreche ihnen: Ohnen einen sehr großen Schluck aus der Wodka Pulle werden sie sich da kaum ein Land schönreden können.

  • Liebert Herr Hawel,
    Deutschland wird durch unfähige Menschen, die leider in die Politik gegangen sind, dort auch noch hohe Positionen besetzt haben, destabilisiert.

    Jetzt werden die Probleme sichtbar, man braucht dafür keine russischen Online-Medien oder Putin. Wenn die Regierungsparteien weitermachen wie bisher, schaffen die das alleine.
    Merkel sagte ja "Wir schaffen das".

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • „Oh nein, werte Arjuna, das genaue Gegenteil ist richtig. Jetzt erst erkennen wir unseren eigentlichen Feind - Putins Russland - wieder!“

    Wer ist denn wir? Wenn Sie zu Täuschungen neigen, sollten sie schauen, dass sie nicht gerade wieder einer aufsitzen. Für mich ist Putins Politik hochrational und in jeder Situation eine angemessene spiegelbildliche Aktion des Westens, der agierte, während Putin reagierte.

    Der Grundkonflikt, der sich in Putin manifestiert ist der zwischen einer multipolaren Welt (Charles des Gaule würde es eine „Welt der Vaterländer“) nennen und einer unipolaren in der alle das US-System auf allen wesentlichen Gebieten übernehmen. Deutschland hat sich für letzteres, Putin nach den katastrophalen Erfahrungen mit Jelzin (der auch für letzteres stand) für ersteres entschieden. Für beides gibt es Pros und Kons. Putin aber allein für das Übel der Welt verantwortlich zu machen, ist intellektuell veredelter Populismus und eine Form von Egozentrik, die klassischem Nationalismus in nichts nach steht und zu den selben Ergebnissen führen wird: Krieg.

  • Ich sehe gerade, dass eine ganze Reihe von substanzlosen Kommentaren gelöscht worden sind. Einen Dank an die Redaktion! Das hat nichts mit Zensur zu tun, sondern mit dem eigenen Selbstverständnis. Möglichkeiten sich ungestraft und ohne jegliches Anstandsgefühl "auszukotzen" gibt es wahrlich genug.

    Die Frage die sich stellt: Wie hebt man das Niveau der Berichterstattung, wenn die Leute nicht bereit sind dafür zu bezahlen? Vielleicht sollte man weniger berichten, aber dann stärker in die Tiefe gehen. Ganz kommt man an der Berichterstattung vom Hundert+Xten ergebnislosen Gipfeltreffen nicht vorbei aber ein bisschen mehr Florett und weniger die Holzkeule - das wäre nicht schlecht - und dann steigen auch Leute in die Diskussion ein, die etwas interessantes mitzuteilen haben und da ist hochkarätige Vielfalt Trumpf. Beispielsweise trennen mich politisch Welten von Jan Fleischhauer - aber auf seine Kolumne montags auf Spiegel online freue ich mich immer sehr.

    In diesem Sinne: Frohes Schaffen und Kommentieren.



  • @ Arjuna Shiva
    "Wow, da haben jetzt wohl einige Angst, dass sie unter Trump ihren russischen Liebelingsfeind verlieren".

    Oh nein, werte Arjuna, das genaue Gegenteil ist richtig. Jetzt erst erkennen wir unseren eigentlichen Feind - Putins Russland - wieder! Lange Zeit hatten wir in Deutschland geglaubt, dass die friedliche Entwicklung nach 1990 sich auf alle unsere Nachbarn ausweiten wird. Viel zu spät merkt jetzt erst (durch die Wahl Trumps) die deutsche Öffentlichkeit, dass Geheimdienstmann Putin seit langem uns bereits den Krieg erklärt hat - und ihn im Bereich der Desinformation auch führt. Wir sind lange Zeit ein pazifistisches Land gewesen, aber jetzt erkennen wir das Ausmaß der feindlichen Aktivitäten, die Putin betreibt. Wir werden darüber sprechen - und dann Konsequenzen ziehen.

  • Man kann viel gegen Trump vorbringen, insbesondere die Verquickung von Politik und Geschäft. Zwar gab es das früher auch. Dave Packard, der Gründer von Hewlett Packard, war von 1968 - 1971 Vize-Verteidigungsminister der USA - und seine Firma war sehr stark von den Rüstungsausgaben der USA abhängig. Packard beschreibt in seiner Autobiografie welche Vorkehrungen getroffen wurden, damit er in seinem öffentlichen Amt HP keine unzulässigen Vorteile verschaffen konnte. Packard wollte seinem Land dienen. Er hat dies zwar in einer Art und Weise getan, die ich völlig ablehne - er hatte sein Amt auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges inne - aber korrupt war er nicht. Trump hingegen scheint überhaupt nicht in der Lage zu sein, Interessenkonflikte zu erkennen, so dass Amerika tatsächlich zu einer Art Bananenrepublik verkommen könnte.

    Wenn Trump hingegen sagt: „Man muss mir nicht jeden Tag dieselbe Sache in denselben Worten die nächsten acht Jahre vortragen.“ dann hat er damit absolut recht. Als Geschäftsmann hat er keine Lust, Zeit zu verlieren und vielleicht nimmt ja unter seiner Ägide auch die Zahl der sinnlosen Gipfelkonferenzen ab. Wer ständig gegen Trump polemisiert, disqualifiziert sich damit auch bei Kritikpunkten an Trump, die völlig berechtigt sind.

    Trump hat die Stimmen der kleinen Leute gebraucht, um Präsident zu werden, hat ihnen das gesagt, was sie hören wollten und nun dreht er ihnen den Strick. Denn Trump ist unehrlich, permanent bricht er das 8. Gebot ("Du sollst nicht falsch Zeugnis reden"), was schon Mose als Grundlage für ein menschliches Miteinander formuliert hat.

    Ich habe vorhin geschrieben, dass die Kommentare das Image der Zeitung beinflussen. Leider wird auch das Niveau der Berichterstattung überall polemisch und wenig substantiell .Ich verabschiede mich deshalb als Leser - aber nicht ohne vorher die Missstände benannt zu haben. Auch wenn man weiß, das man zu 99.9% nichts ändern wird, sollte man sich die Zeit nehmen, den Mund aufzumachen.

  • Wow, da haben jetzt wohl einige Angst, dass sie unter Trump ihren russischen Liebelingsfeind verlieren, der letztlich in vielem nur Spiegel ihrer eigenen expansiven Aggressivität und Herschsucht ist.

    Damit, die Geheimdienstpropaganda als das zu benennen, was sie auch bei den irakischen Massenvernichtunswaffen war, macht man sich keine Freunde in gewissen Kreisen. Mal sehen ob Trump wirklich Präsi wird oder vorher politisch oder auch "physisch" abgesägt wird.

  • Die Geheimdienste müssen viel effizienter arbeiten, wenn nicht täglich Situationen in der Welt beschrieben werden "...in progress"... ,sondern wenn eine gezielte Frage des Präsidenten kommt, die sie wissen müssten aber vielleicht nicht wissen. Dann kann ich mir schon vorstellen, dass Trump aufräumt.

    Ausserdem kann er die gewonnene Zeit für wichtigere Dinge nutzen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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