Electoral College Wahlmänner entscheiden sich für Trump

270 Stimmen brauchte Donald Trump, um im Electoral College formal zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt zu werden. Demonstranten flehten die Wahlmänner um Gegenstimmen an – offenbar vergebens.
Update: 20.12.2016 - 01:13 Uhr 5 Kommentare

Keine Überraschung: Trump bekommt die nötigen 270 Wahlmänner

Keine Überraschung: Trump bekommt die nötigen 270 Wahlmänner

WashingtonDie US-Wahlleute haben Donald Trump formal zum neuen Präsidenten gewählt. Am Montagabend kam der Republikaner im sogenannten Electoral College auf die dazu nötigen 270 Stimmen. Über die Schwelle trug Trump die Stimmenabgabe der Wahlleute von Texas. Die Vereidigung des 45. Präsidenten ist für den 20. Januar geplant.

Die Medien, die übereinstimmend den Wahlsieg meldeten, beriefen sich auf eigene Zählungen. Offiziell ausgezählt werden sollen die Stimmen erst am 6. Januar bei einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat in Washington.

Die Wahlleute hatten am Montagmorgen in ihren jeweiligen Bundesstaaten mit ihrer Stimmabgabe begonnen. Sie waren zwar nicht zwingend an das Wahlergebnis vom 8. November gebunden, es galt aber als sicher, dass das "Electoral College" Trump zum US-Präsidenten wählt.

Im 538 Mitglieder umfassenden Wahlgremium werden die Stimmen traditionell gemäß der Wahlergebnisse in den einzelnen US-Staaten verteilt. Der Gewinner bekommt alles, auch bei äußerst knappen Resultaten.

Das macht es möglich, dass am Ende nicht der gewinnt, der landesweit die meisten Wähler hinter sich gebracht hat - wie in diesem Fall die Demokratin Hillary Clinton, die mit mehr als 2,6 Millionen Stimmen vor Trump führt.

Protest vor dem Pennsylvania Capitol Building: US-Bürger beschwören die Wahlmänner, nach ihrem Gewissen zu entscheiden. Im Bundesland Pennsylvania hatte Donald Trump einen Vorsprung von weniger als ein Prozent. Quelle: AFP
Bürger vor dem Electoral College

Protest vor dem Pennsylvania Capitol Building: US-Bürger beschwören die Wahlmänner, nach ihrem Gewissen zu entscheiden. Im Bundesland Pennsylvania hatte Donald Trump einen Vorsprung von weniger als ein Prozent.

(Foto: AFP)

Vor der Abstimmung in dem Gremium gab es groß angelegte Initiativen enttäuschter Aktivisten und Bürger, Trump noch zu verhindern. Viele republikanischen Wahlleute wurden per E-Mails, Telefonate und Briefe bestürmt, nicht für den umstrittenen Immobilienmogul zu stimmen. In Hauptstädten von US-Staaten kamen am Montag zudem Tausende Protestler zusammen. Vor dem Kapitol in Pennsylvania skandierten mehr als 200 Demonstranten bei eiskalten Temperaturen: „Kein Trump, kein Ku-Klux-Klan, keine faschistische USA!“

Das Wahlprozedere verlief indes erwartungsgemäß traditionell. Am Abend (Ortszeit) stand nur noch das Votum der Wahlleute von Hawaii aus, bis dahin hatte Trump 304 Stimmen und Clinton 224. In allen Staaten, die an die Republikaner gingen, wandten sich jedoch zwei Wahlleute von Trump ab: Eine Person votierte für den gescheiterten Präsidentschaftskandidaten John Kasich und ein anderer für Ron Paul, der sich früher erfolglos um die Präsidentschaftsnominierung bemüht hatte.

Ohios Gouverneur Kasich, einer der erbittersten Gegner Trumps, warb nun dafür, sich hinter den künftigen Präsidenten zu scharen. „Wir wollen Einheit, wir wollen Liebe“, erklärte er während der Zeremonie zur Stimmenabgabe im Kapitol des US-Staats.

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5 Kommentare zu "Electoral College: Wahlmänner entscheiden sich für Trump"

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  • So langsam müsste es auch jedem Deutschen klar werden, wohindie Reise geht: Putin = Trump = AfD. Man kann nur hoffen, dass es bei den AfD-Sympathisanten noch ein paar vernünftige Menschen gibt, die sich nicht in diesen Zirkus einspannen lassen.

  • Herr Trump könnte neue Befehle an die System-Medien geben. Man sagt die, Schreiberlinge lernen schnell und nur bei unseren geliebten Oberwendehals im Kanzleramt dauert es diesesmal auffallig lange.

  • Wir Deutsche sind doch so stoltz auf Trump, ein Präsident mit Deutschen Wurzeln, Gedankengut u. Machtstreben, als mächtigster Mann der Welt, einfach toll

  • Zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass laut FOX-NEWS, mehr Wahlmänner gegen Clinton gestimmt haben.
    Während also nur zwei Abweichler nicht für Trump gewählt haben, sind es gegen Clinton mehr als 6. Alleine in Minnesota hat Clinton nur 8 von eigentlich 12 Stimmen erhalten

  • Es ist gut, das Trump der 45. Präsident der USA wird auch wenn es der Deutschen Medien-Politik nicht gefällt!

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