Hillary Clintons Rede „Das ist schmerzhaft“

Hillary Clinton hat ihre mit Spannung erwartete Rede gehalten. Sie schwankte zwischen Bitterkeit und Hoffnung, bot Wahlsieger Donald Trump ihre Zusammenarbeit an – und rief ihre Unterstützer auf, weiterzukämpfen.
Update: 09.11.2016 - 18:14 Uhr
Fassungslosigkeit bei den Hillary-Fans
Kopf-an-Kopf-Rennen
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Der Wahlabend in den USA setzte zunächst das fort, was die Amerikaner seit Monaten gewohnt sind: Ein beinhartes Rennen zwischen Hillary Clinton und Donald Trump.

Große Anspannung
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Nach ersten Auszählungsergebnissen herrschte im Lager der Demokratin Hillary Clinton noch verhaltener Optimismus – sie hatte noch die Chance als erste Frau in der Geschichte der USA die Macht im Weißen Haus übernehmen.

Tränen in den Augen
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Was diese Clinton-Anhänger zur Verzweiflung treibt: Schlüsselstaaten wie Florida oder Ohio gingen an Donald Trump.

Wahlparty ohne Party?
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Verzweiflung steht diesen Hillary-Anhängern ins Gesicht geschrieben – sie verfolgten in New York die Wahl. Dort hat Clinton alle Wahlmännerstimmen gewinnen können.

Abgeordnetenhaus in Republikaner-Hand
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Zudem enttäuschend für das Clinton-Lager: Eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse im von den Republikanern dominierten Repräsentantenhaus gelang nicht. Die Demokraten verfehlten dieses Ziel klar.

Gegen beide Kammern?
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Noch schlimmer: Auch im Senat, auf den sich die Demokraten große Hoffnungen gemacht hatten, gibt es keinen demokratischen Sieg. Alle Kammern sind in der Hand der Republikaner.

Zum Auszählungsstart
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In den Staaten, die traditionell für das eine oder das andere Lager stimmen, konnten zunächst beide Lader der Kandidaten Clinton und Trump frühe Erfolge verbuchen.

WashingtonAnhänger von Hillary Clinton hatten am frühen Mittwochmorgen bei der Wahl-Veranstaltung in New York vergebens darauf gewartet, dass die Kandidatin nach ihrer historischen Wahlschlappe zu ihnen sprechen würde. Stattdessen trat Kampagnenmanager John Podesta auf die Bühne und schickte die Fans nach Hause. Clinton räumte in einem Telefonat mit Trump ihre Niederlage ein. Jetzt holt die Demokratin ihre Ansprache nach. Es dürfte die schwierigste ihrer 30jährigen Politikerkarriere gewesen sein.

+++ Die Hoffnung stirbt zuletzt +++

Zum Ende ihrer Rede hin sagt Clinton: „Unsere besten Tage liegen immer noch vor uns“. „Wir sind gemeinsam stärker und schreiten gemeinsam voran“, sagt sie und greift damit ihren Wahlslogen „Stronger together“ auf. „Ihr solltet es niemals bereuen, dafür gekämpft zu haben“, appelliert Clinton an ihre Unterstützer. „Lasst den Mut nicht sinken, es liegt noch viel Arbeit vor uns“.

+++ „Die gläserne Decke noch nicht durchbrochen“ +++

„Wir haben die gläserne Decke noch nicht durchbrochen“, sagt Clinton und meint damit, dass nun doch nicht eine Frau es bis in das mächtigste Amt der Welt geschafft hat. „Aber eines Tages wird es jemand tun, hoffentlich eher früher als später“, ruft die Demokratin unter Jubel. An die Frauen im Land gerichtet sagt sie: „Zweifelt nie daran, dass ihr wertvoll seid und jede Chance verdient habt, eure Träume zu verfolgen“.

"House of Horrors" - Wie die US-Medien den Wahlsieg Donald Trumps verkünden
Daily News
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Der "Daily News" aus New York sieht das Ergebnis schwarz.

New York Times
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Die New York Times titelt "Trumps Triumph".

Connecticut Post
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Die Connecticut Post titelt Hair-Raiser - Haarsträuber.

Baltimore Sun
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Trumo gewinnt, schreibt "The Baltimore Sun"

Boston Herald
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Der Bosto Herald titelt "Mr. Präsident".

Washington Post
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Die Washington Post titelt nüchtern "Trump triumphiert".

Daily Times
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Ein Schock für die Welt schreibt die "Daily Times".

+++ Lob für Obama +++

Clinton dankt auch dem scheidenden Präsidenten Barack Obama für dessen „hingebungsvollen Dienst für sein Land“.

+++ Appell an die Verantwortung ++

Clinton appelliert an die Verantwortung der Bürger, weiter an der Schaffung eines „faireren Amerikas“ zu arbeiten. Das Gesetz, gleiche Rechte und Religionsfreiheit müssten respektiert und verteidigt werden. Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen, sagte Clinton. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei.

+++ Clinton sichert Trump Unterstützung zu +++

„Wir müssen das Ergebnis akzeptieren“, sagt Clinton. Donald Trump sei der gewählte nächste Präsident, man schulde ihm nun den entsprechenden Respekt. Sie hoffe, dass der Republikaner ein „erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner“ sein werde. „Wir werden eine friedliche Übergabe der Macht sicherstellen“, verspricht Clinton.

+++ „Das ist schmerzhaft“ +++

„Ich weiß, wie enttäuscht ihr seid. Das ist schmerzhaft und wird noch lange so sein“, sagt Clinton. Doch erinnert sie gleichzeitig daran, dass es bei ihrer Kampagne „nie nur um eine Person ging“, sondern um Hoffnung, Zuversicht und Chancengleichheit für alle. Bill Clinton steht schräg hinter Hillary, er blickt stolz und ringt mit den Tränen.

+++ Hillary betritt die Bühne +++

Unter tosendem Applaus kommt Clinton in Begleitung ihres Ehemannes Bill und Tochter Chelsea auf die Bühne. Als erstes bedankt sie sich bei ihren Unterstützern und Wahlhelfern. Und gratuliert Donald Trump. „Ich hoffe, er wird ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner sein“, sagt Clinton.

Clinton hat mehr Wählerstimmen als Trump
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