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JPMorgan-Chef Jamie Dimon bleibt als US-Finanzminister im Gespräch

In den USA wird über einen Wechsel des Wall-Street-Bankers Jamie Dimon auf den Sessel des Finanzministers spekuliert. Für Aufsehen sorgte vor allem ein Tweet der bekannten Fernseh-Moderatorin Maria Bartiromo.
17.11.2016 - 13:27 Uhr Kommentieren
Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt. Quelle: Reuters
Jamie Dimon

Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Donald Trump bastelt weiter an seiner Regierungsmannschaft – was reichlich Raum für Spekulationen lässt. Nun sorgte ein Tweet der Fernseh-Moderatorin Maria Bartiromo für Aufsehen: Der Chef der der Großbank JPMorgan Chase habe den Posten bereits inne, twitterte Bartiromo. Die Aktie des Finanzkonzerns fiel daraufhin um über drei Prozent und ging am Mittwoch mit einem Minus von 2,5 Prozent aus dem Handel. Dimon hat bisher keinen Nachfolger aufgebaut. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist eine Entscheidung noch nicht gefallen.

Die Signale aus dem Umfeld des designierten US-Präsidenten Trump sind allerdings widersprüchlich. Einige Insider sagten, Dimon wolle den Job, andere betonten, er sei nicht interessiert. Auch Bartiromo schränkte später ein, der frühere Goldman-Sachs-Manager Steve Mnuchin sei ebenfalls noch im Rennen. Klarheit werde es erst Ende der Woche geben.

Bartiromos Kollege Charles Gasparino twitterte, Dimon wolle das Amt nicht, würde der neuen Regierung aber beratend zur Seite stehen. Bartiromo und Gasparino arbeiten für den TV-Sender Fox Business Network. JPMorgan äußerte sich nicht zu den Berichten.

Dimon und Mnuchin sind seit Tagen in der Diskussion. Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt. Dimon würde damit auch seinen eigenen Konzern in eine schwierige Lage bringen. Denn das Unternehmen würde dann von einer Regierung beaufsichtigt, der er den Laufpass gegeben hat. Sollte Dimon das Amt antreten, ist unklar, wer sein Nachfolger werden könnte.

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