Kandidatur in US-Wahlkampf Michael Bloomberg sieht für sich keine Chance

Michael Bloomberg hat sich gegen eine Kandidatur für das US-Präsidentenamt entschieden. Er könne nicht gewinnen, schreibt er auf „BloombergView“ und nutzt die Gelegenheit, sich gegen zwei Kandidaten auszusprechen.
Michael Bloomberg möchte nicht das Risiko eingehen, dass durch seine Kandidatur Donald Trump oder Ted Cruz gewählt werden. Quelle: dpa
Michael Bloomberg

Michael Bloomberg möchte nicht das Risiko eingehen, dass durch seine Kandidatur Donald Trump oder Ted Cruz gewählt werden.

(Foto: dpa)

WashingtonDer frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg wird nicht in das US-Präsidentschaftsrennen einsteigen. „Wenn ich mir alle Daten anschaue, ist mir klar, dass ich nicht gewinnen kann“, erklärte der 74-Jährige Milliardär am Montag in einem Editorial auf der Seite „BloombergView“ seines Unternehmens.

Seine Kandidatur könne dazu führen, dass Donald Trump oder Ted Cruz gewählt würden, erklärte Bloomberg. „Das ist ein Risiko, das ich nicht eingehen kann.“ Trump führe eine spalterische und demagogische Kampagne. Cruz äußere sich vielleicht weniger exzessiv, sei aber genauso extremistisch.

Bloomberg hatte kürzlich erklärt, er empfinde das Niveau der Wahlkampfdebatten als „Skandal und Beleidigung der Wähler“. Das amerikanische Volk habe Besseres verdient. Deshalb denke er über eine Kandidatur nach.

Schon im Januar hatte sich Bloomberg laut „New York Times“ über Trump geärgert. Auch zeigte er sich besorgt, dass der selbsterklärte Sozialist Bernie Sanders auf der demokratischen Seite die favorisierte Ex-Außenministerin Hillary Clinton ausstechen könnte.

Melania Trump, die künftige First Lady?
Melania Trump wird öfter auftreten
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Sie strahlt an seiner Seite. Gehüllt in ihr Markenzeichen, einen silbrigen Mantel des Schweigens. Den legte Melania Trump am Montag zum ersten Mal so richtig ab, bei ihrer Rede auf der „National Convention“, dem Parteitag der Republikaner – und sorgte damit für reichlich Diskussionsstoff. Wer ist Melania Trump?

Mrs. Trump spricht
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Die Frau des wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sprach am Montag in Cleveland von den Werten, die ihr ihre Eltern mitgegeben hätten: „Dass Du hart arbeitest für das, was Du im Leben willst; dass Dein Wort gilt und Du tust, was Du sagst“. Das Problem: Wortgleich hatte die Frau des späteren Präsidenten Barack Obama in ihrer Rede bei dessen Nominierungsparteitag vor acht Jahren von ihren Werten erzählt. Darüber berichtete unter anderem der Nachrichtensender CNN.

Melania Trump und Michelle Obama
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Das Thema war zuvor in sozialen Medien hochgekocht, nachdem die Ähnlichkeiten einem Twitter-Nutzer aufgefallen waren. Auch weitere Passagen beider Reden waren teilweise identisch. Melania Trump hatte zuvor dem Sender NBC gesagt, sie habe ihre Rede „mit so wenig Hilfe wie möglich“ geschrieben.

Melanie Trump könnte die nächste First Lady sein
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Melania Trump stammt aus Slowenien, ist 24 Jahre jünger als ihr Gatte, vertreibt mit Kaviar angereicherte Kosmetik und pompösen Schmuck. Ein Umzug ins Weiße Haus wäre für sie mit Einschränkungen verbunden: Ihr 100-Millionen-Dollar-Penthouse mit Blick auf den Central Park in New York ist Schloss Versailles nachempfunden, samt Marmor, Gold und Deckengemälden.

Als First Lady will sie für die Frauen da sein
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Melanias Rolle im Team Trump ist etwas nebulös. Für die anderen Mitglieder der Familie werden Rollenprofile sichtbar, für Melania noch nicht. Trumps Tochter Ivanka ist bislang präsenter, prägender. „Ich werde ich selbst sein. Ich werde anders sein als andere First Ladies. Ich werde Frauen helfen, ich werde Kindern helfen. Sie sind die Zukunft.“

Melania Trump (2.v.r.) als Kind in ihrem Heimatort Sevnica
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Geboren 1970 in Slowenien, studierte Melania, gebürtige Knauss, Architektur und Design in Ljubljana. Das Studium brach sie allerdings ab, um als Model in Mailand und Paris Karriere zu machen. Mit 17 Jahren soll sie von Helmut Newton entdeckt worden sein, 1996 wanderte sie in die USA aus.

Melania als 17-Jährige in Ljubljana
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Ihrem Entdecker, dem slowenischen Fotografen Stane Jerko, war die 17-jährige Melania aufgrund ihrer Größe von 1,80 Meter aufgefallen. Zum Top-Model brachte sie es nie, aber sie wurde von berühmten Fotografen wie Mario Testino, Ellen von Unwerth oder Patrick Demarchelier abgelichtet. Ihre Homepage zieren heute Fotos ihrer Modelvergangenheit. Die nutzen auch Trumps Gegner gern: Obwohl Melanias Vergangenheit als skandalfrei gilt, verbreiten ihre Gegner eifrig frühe Fotos mit besonders spärlicher Bekleidung und gehässiger Bildzeile: „Melania Trump beim Sichern der Stimmen evangelikaler Christen“.

Bloomberg war einst Demokrat, dann wurde er Republikaner. Seit 2007 ist er parteilos. Er hatte schon früher wiederholt an eine Kandidatur gedacht, war aber stets zur Überzeugung gelangt, dass er keine Siegesaussichten habe. Tatsächlich hat es bislang noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft.

  • dpa
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