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Karl-Theodor zu Guttenberg „Merkel führt aus der zweiten Reihe“

Der ehemalige Bundesverteidigungsminister beklagt im Interview beim Besuch des Handelsblatt US-Election Camps in Washington die eklatante Schwäche Europas. Der Kontinent dürfe sich nicht mehr auf die USA verlassen.
03.11.2016 - 14:49 Uhr
Global-Edition-Chef Kevin O'Brien (links) und Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe mit Theodor zu Guttenberg im Handelsblatt-Election-Camp. Quelle: Dermot Tatlow
Im Gespräch

Global-Edition-Chef Kevin O'Brien (links) und Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe mit Theodor zu Guttenberg im Handelsblatt-Election-Camp.

Betont leger betritt Karl-Theodor zu Guttenberg das Podium im Handelsblatt-Election-Camp: schwarzes Sakko, dunkle Jeans, das Oberhemd lässig aufgeknöpft. Der ehemalige Verteidigungsminister gibt sich als Privatier, aber er folgt nach wie vor das Weltgeschehens bis in Details.

Russland ist in die Ukraine einmarschiert, wir erleben einen Bürgerkrieg in Syrien, eine Flüchtlingskrise in Europa, das durch den Brexit ohnehin geschwächt ist. Und demnächst könnte Donald Trump US-Präsident sein. Was ist aus Ihrer Sicht die größte geopolitische Bedrohung?
Der Charakter des nächsten US-Präsidenten, wer auch immer das sein wird, ist jedenfalls nicht das größte Problem. Für mich liegt die größte Bedrohung auf der anderen Seite des Atlantiks – ein fragmentiertes Europa, ein Europa das weniger solidarisch ist und zunehmend zum Spielball zwischen Moskau, Washington, Ankara und Peking wird.

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