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Regulierung nach der Finanzkrise Das ungelöste Banken-Problem

Die Großbanken sind noch immer zu hoch verschuldet und zu groß, sagt US-Aufseher Thomas Hoenig. Auch ein neuer Präsident dürfte dem nicht Herr werden. Würde sich das Jahr 2007 wiederholen, gäbe es erneut Pleiten.
07.11.2016 - 11:45 Uhr
„Es gibt immer noch eine Ansteckungsgefahr für andere Institute.“ Quelle: Dermot Tatlow für Handelsblatt
Thomas Hoenig im Gespräch mit Handelsblatt-Korrespondent Frank Wiebe

„Es gibt immer noch eine Ansteckungsgefahr für andere Institute.“

(Foto: Dermot Tatlow für Handelsblatt)

Washington Es hat einen größeren Umfang als die Bibel: Das Dodd-Frank-Gesetz, mit dem US-Präsident Barack Obama nach der Finanzkrise die Freiheiten der großen Banken wieder einschränken wollte, hat stolze 2300 Seiten. Mit gut 400 Regeln wollte die Regierung vor sechs Jahren eine Wiederholung der Exzesse verhindern, welche die größte Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren ausgelöst hatten.

Doch der Plan ist nach Ansicht eines der einflussreichsten amerikanischen Bankenaufseher in einem wesentlichen Punkt gescheitert: Noch immer seien die Geldhäuser zu hoch verschuldet und zu groß, um im Krisenfall ohne Staatshilfe gerettet zu werden, sagt Thomas Hoenig, Vize-Chef des US-Einlagensicherungsbehörde FDIC. Ein Problem, das wohl auch unter einem neuen Präsidenten nicht gelöst werde – egal ob es Hillary Clinton oder Donald Trump sein wird.

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