Trump trifft Obama Der Feind in meinem Haus

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Obamas Erbe ist in höchster Gefahr
Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Vor dem Zaun haben schon die Bauarbeiten für einen Pavillon begonnen, in dem Gäste die Amtsübernahme Trumps am 20. Januar verfolgen sollen. Bis dahin ist er der „President Elect“ und bekommt Sicherheits-Briefings des Geheimdienstes. Nun muss der Republikaner auch seine Mannschaft aufzustellen. Trumps Regierung ist für rund 4.000 Ernennungen zuständig, von denen tausend der Senat bewilligen muss.

Das sollte ohne große Kontroversen ablaufen, denn die Republikaner haben auch die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Ein erstes Treffen als gewählter Präsident hat Trump mit den Top-Republikanern im Parlament, Paul Ryan und Mitch McConnell, bereits direkt nach dem Termin im Weißen Haus. Was dem künftigen Präsidenten zudem in die Hände spielt: Trump wird in seiner Amtszeit einen oder mehrere US-Bundesrichter ernennen und den Supreme Court nach rechts rücken können.

Damit ist Obamas Erbe in höchster Gefahr. Trump hat angekündigt, gleich mehrere Projekte des Noch-Präsidenten rückgängig machen zu wollen – von der Krankenkasse für jedermann über die Freihandelspolitik und den Atom-Deal mit Iran bis zu Maßnahmen zum Klimaschutz. „Washington steht vor einem Erdbeben“, schreibt die „Washington Post“, die sich im Wahlkampf klar gegen Trump und für Obamas Parteifreundin Hillary Clinton ausgesprochen hatte.

Für viele Menschen vor dem Weißen Haus ist die Vorstellung eines Präsidenten Trump eine Katastrophe. „Love trumps hate“ („Liebe übertrumpft Hass“), skandieren sie immer wieder in Sprechchören, und „Kein Trump, kein KKK (Ku-Klux-Klan), keine rassistische USA“.

Ein paar Meter weiter bricht in einer Gruppe eine heftige Diskussion aus. „Trump ist mir lieber, denn Hillary ist eine Lügnerin“, ruft ein Mann Ende 50. „Das ist nicht wahr“, entgegnet eine Frau mit langen grauen Haaren, „sie hat doch Fehler in der E-Mail-Affäre zugegeben“. Der Mann senkt seine Stimme und appelliert: „Gebt Trump doch erst mal eine Chance“ , sagt er, „in vier Jahren können wir ihn sonst ja wieder abwählen“. Eine junge farbige Frau unterbricht sofort: „In vier Jahren wird er aber eine Menge Schaden anrichten“, ruft sie.

Bevor die Debatte durcheinandergeht, schaltet sich ein Mann um die 40 ein. Er ist Kanadier. „Wisst ihr was, Leute“, sagt er, „allein schon die Tatsache, dass ihr hier vor dem Weißen Haus diskutiert, so friedlich und diszipliniert, ist großartig“. Dies, sagt der Mann, zeige ihm: „Egal was passiert, you guys will be fine.“

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12 Kommentare zu "Trump trifft Obama: Der Feind in meinem Haus"

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  • Kompliment an Friedensnobelpreisträger Obama.

    Jetzt da er gehen muss versucht er seine Mittäter und Zeugen der Al Nusra zu eliminieren. Anscheinend sollte das Pentagon mit Hilfe von Drohnen die gemäßigten Rebellen die er ein Jahr davor bewaffnen und ausbilden ließ liquidieren.

    So wird jedem "Partner" der USA ergehen.

  • Tja, die Menschen in den USA sind entsetzt.

    Zurecht, denn jetzt wird die Zeit der Dunkelheit in den vielleicht doch nicht so Vereinigten Staaten von Amerika einsetzen.

    Senat, Congress und bald alle höchsten Bundesrichter in den Händen der Republikaner.

    Damit können Diese durchmarschieren und bestimmen was sie wollen.

    Die paar Demonstranten interessiert dann Niemanden mehr ...

  • @Gregor Kadinsky
    Sie haben mit ihrer Blindheit noch gar nicht erkönnen wieviel Patriotismus in Trump steckt. Dieser Trump Clan ist durch alle Höhen und Tiefen des Amerikansichen Traum gegangen. Der weis ganz genau, dass nur ein wirtschafltich starkes Amerika mit mehr an Industriearbeitsplätzen und anderen Arbeitsplätzen und einer billigen Energieversorgung ein sicheres Amerika sein kann. Trump ist ein Patriot und will für sich und seine Nachkommen ein freies und sicheres Amerika. Er weis nämlich ganz genau...was hilft dir all dein Geld, wenn Du jeden Tag mit dem Tod rechnen musst. Er hat nicht nur sein jetztiges Land vor Augen sondern auch die gewalttätigen und wirtschaftlich schwachen Länder von Mittel- und Südamerika.
    Nur ein echter Patriot erkannt, was Gut und was Schlecht für sein Volk ist. Und Trump weis das ganz genau!

  • Die Amis ( und einige Mitschreiber ) haben keinen Veränderer zum Messias auserkoren. Sondern genau das Gegenteil: einen 70 jährigen alten Mann AUS dem Establishment. Natürlich wird sich NICHTS für den "forgotten men" ändern. Aber eine Erbschafts- und Einkommenssteuerreform wirds geben, damit Immobilienmogule ihre Vermögen steuerfrei auf ihre Nachkommen übertragen können. Wer wirds zahlen? Ich nehme Gegenwetten an, tippe aber stark auf den ehemaligen Industriearbeiter aus Detroit, der Trump seine Stimme gegeben hat...
    Thats populism, razzle dazzle ´em !

  • Lieber Herr Kersey, das ist eben der Unterschied zwischen dem Wunschdenken eines "Demokraten" und der Wirklichkeit. Reagans Langzeitreformen haben Clinton gut aussehen lassen. Und wenn Sie mal die Erfahrungen aus dem Wahlkampf nehmen, dann stellen Sie fest: Störungen bei Reden von Trump durch "Demokraten": jede Menge, Störungen bei Reden von Hillary: null. Und mal ganz Ernst: warum sollte jemand VOR einer Wahl bereits anerkennen, dass diese sauber laufen wird. Das ist doch wohl etwas, was man erst DANACH feststellen kann. Schauen Sie sich Ihren Beitrag noch mal an: wäre, hätte, wäre, hätte, das nenne ich aus der Luft gegriffene Vermutungen. Alaaf, es ist der 11.11. Zeit der Jecken

  • @Lana Ebsel
    Sie haben die Mafia damit ganz genau beschrieben.
    Die Mafia meint es oberflächlich auch nur Gut mit Dir oder den Menschen.....solange Du brav dein Schutzgeld an diese Organisation/Partei/Steuern zahlst/abgibst.

  • @Paul Kersey
    Obama ist der Vorgänger von Trump. Oder wollen Sie in ihrer Aufzählung zurück bis zu George Washington gehen?!

  • Sie sind auf der ganzen Welt die Gleichen. Gutmenschen sind nur so lange demokratisch, so lange es in ihrem Interesse ist. Sobald die Andersdenkenden gewinnen, "spalten diese dann die Gesellschaft" und ziehen die "demokratischen Werte" in den Schmutz. Es ist mittlerweile durchschaubar, wenn man als Gutmensch den Widersachern kanonartig genau das vorwirft, was man selbst gerade tut. Das ist so bei den Grünen, der SPD, den Suffragetten und auch bei den sogenannten Demokraten in den USA.

  • @Kertscher
    Ihre Aussage ist völlig aus der Luft gegriffen und entbehrt jeder Grundlage.
    Zunächst wäre es nicht unwahrscheinlich gewesen, dass Trump den Wahlsieg der Demokraten nicht anerkannt hätte. Und bei den bekloppten Trump-Fans, die in Texas mit ihrem Schnellfeuergewehr auf dem Rücken im Supermarkt einkaufen gehen, wäre ich mir nicht so sicher, dass es nach einem demokratischen Wahlsieg nicht ebenfalls zu Tumulten gekommen wäre. Besonders dann, wenn wie jetzt auch, das Wahlmänner-System zum Sieg geführt hätte, obwohl die Mehrheit der Amerikaner womöglich für Trump gestimmt hätte. Dann wäre es wieder das Establishment gewesen, das einen Neuanfang verhindert.

  • @Hofmann
    Na ja! Welches Erbe haben denn Reagan, George W. Bush I und George W. Bush II hinterlassen? Und Clinton? Mit Ruhm bekleckert haben sich die alle nicht.

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