US-Bundesstaat New Hampshire wählt Neue Konkurrenz für Trump, Cruz und Clinton?

New Hampshire ist zwar nur ein kleiner Bundesstaat. Doch wer sich hier nicht blicken lässt, hat im Wahlkampf keine Chance. Das Rennen um das Präsidentenamt nimmt Fahrt auf – und ein Milliardär erwägt noch mitzumischen.
Update: 09.02.2016 - 07:43 Uhr

Bloomberg for President? „Amerikaner haben besseres verdient“

ManchesterDer frühere New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg hat bestätigt, dass er sich eine Kandidatur im US-Präsidentschaftsrennen vorstellen kann. Er prüfe „alle Optionen“, antwortete der 73-Jährige auf eine entsprechende Frage der „Financial Times“. Das bisherige Niveau der Wahlkampfdebatten empfinde er als „Skandal und Beleidigung der Wähler“, sagte Bloomberg der Zeitung. Das amerikanische Volk habe Besseres verdient. Falls er sich entscheiden sollte anzutreten, müsste Bloomberg demnach Anfang März damit beginnen, seinen Namen auf die Stimmzettel setzen zu lassen.

Bereits Ende Januar hatte die „New York Times“ berichtet, Bloomberg erwäge eine Kandidatur. Damals hieß es, er ärgere sich über die Dominanz und populistischen Parolen von Donald Trump im republikanischen Feld und sei besorgt darüber, dass der selbsterklärte Sozialist Bernie Sanders auf der demokratischen Seite die favorisierte Ex-Außenministerin Hillary Clinton ausstechen könnte. Deshalb hoffe Bloomberg, als moderaterer Bewerber den Fuß in die Tür zu bekommen.

Bloomberg war einst Demokrat, dann wurde er Republikaner, seit 2007 ist er parteilos. Er hatte schon früher wiederholt an eine Kandidatur gedacht, war aber stets zur Überzeugung gelangt, dass er keine Siegesaussichten habe. Tatsächlich hat es bislang noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft.

Sie wollen alle US-Präsident werden
Bush III
1 von 11

Jeb Bush (62), Ex-Gouverneur von Florida, will nach seinem Vater George Bush und seinem Bruder George W. Bush der dritte Präsident aus seiner Familie werden. Gilt bei Themen wie Einwanderung und Bildung als moderat, was ihm konservative Republikaner übelnehmen könnten.

Der Quereinsteiger
2 von 11

Ben Carson (64), ehemaliger Neurochirurg. Wirbt mit seinem Status als Quereinsteiger und politischer Neuling. Einziger schwarzer Kandidat bei beiden Parteien.

Der Bürgernahe
3 von 11

Chris Christie (53), Gouverneur von New Jersey. Gilt als bürgernaher Bewerber, der die Dinge beim Namen nennt.

Der Religiöse
4 von 11

Ted Cruz (45), Senator aus Texas. Konnte die erste Urwahl in Iowa für sich entscheiden. Der Harvard-Absolvent ist ein Liebling der Erzkonservativen und wendet sich ausdrücklich an christliche Wähler. Er kam als Sohn eines kubanischen Einwanderers und einer US-Bürgerin in Kanada zur Welt.

Die Ex-CEO
5 von 11

Carly Fiorina (61), ehemalige Chefin von Hewlett-Packard. Wirbt mit ihrer Wirtschaftserfahrung, scheiterte im Rennen um einen Sitz im Senat.

Der Offizier
6 von 11

Jim Gilmore (65), ehemaliger Gouverneur von Virginia und Geheimdienstoffizier beim Heer. Macht sich für Steuerreformen stark und will die amerikanische Wirtschaft durch einen Abbau von Vorschriften ankurbeln.

Der Ex-Banker
7 von 11

John Kasich (63), ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers und Gouverneur von Ohio. Verfügt über langjährige Erfahrung in der Politik und wird wie Bush als Kandidat der politischen Elite gehandelt.

In laufenden Vorwahlen spielt Bloomberg aber nur am Rande eine Rolle. In New Hampshire, wo an diesem Dienstag gewählt wird, bestimmen andere wie Donald Trump, Ted Cruz oder Hillary Clinton und Bernie Sanders die Schlagzeilen. Das Rennen um das Präsidentenamt hat spätestens seit der Vorwahl in Iowa in der vergangenen Woche Fahrt aufgenommen.

Für die Kandidaten eine Ochsentour: Die Orte verschwimmen, die Zeiten sowieso. Ist es Nachmittag oder schon Abend? Eine Fragerunde mit Jeb Bush hier, eine Rede von Bernie Sanders da. In New Hampshire im Nordosten der USA liefern sich die Bewerber von Demokraten und Republikaner einen Wettbewerb darum, wer die meisten Hände schüttelt, die meisten Interviews gibt, das häufigste Motiv für Handyfotos ist. Nun stehen in dem kleinen US-Staat die nächsten innerparteilichen Vorwahlen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur an.

Trump schimpft lange über die Presse
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: US-Bundesstaat New Hampshire wählt - Neue Konkurrenz für Trump, Cruz und Clinton?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%