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US-Vorwahlen Super Trumpday

Donald Trump ist der große Sieger des großen Vorwahltags in den USA. Die republikanische Präsidentschaftskandidatur ist ihm nur noch schwer zu nehmen. Und er kann es kaum erwarten, sich mit Hillary Clinton zu messen.
47 Kommentare

Trump: „Wir werden eine starke Grenze haben“

Washington Der Sieg, den Donald Trump am Dienstag beim Vorwahlmarathon in elf US-Bundesstaaten eingefahren hat, ist fast so gewaltig wie sein Ego. Trump triumphiert in Georgia, Arkansas, Alabama, Tennessee, Massachusetts, Vermont und Virginia. Amerika hatte sich auf einen „Super Tuesday“ eingestellt, ein „Super Trumpday“ wurde es. Die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei ist ihm damit kaum noch zu nehmen.

Zwar gelingt es Ted Cruz neben seinem Heimatstaat Texas auch Oklahoma für sich zu entscheiden, doch damit hat der ultrakonservative Senator nur Minimalziele erreicht. Eigentlich hatte er gehofft, im Süden eine Siegesserie zu starten, die ihn bis ins Weiße Haus tragen sollte. Doch Trump bremst ihn aus, ehe er richtig in Fahrt kommen kann.

Der Wahlsieger tritt in einem goldverzierten Ballsaal auf. Er prahlt mit seinen Erfolgen – und sprudelt vor Schadenfreude. Seinen Rivalen Marco Rubio, „ein totales Leichtgewicht“, erklärt er zum großen Verlierer des Abends. Tatsächlich sieht es nicht gut aus für den jugendhaften Senator aus Florida. Zwar gewinnt er in Minnesota. Doch der Staat stellt gerade einmal 38 der insgesamt mehr als 1200 Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland.

Dabei hat sich das republikanische Establishment in der Hoffnung um Rubio geschart, Trump doch noch zu stoppen. Und es war der Jungsenator, der in den vergangenen Tagen Trump nicht einfach nur kritisiert, sondern als einen schwitzenden, in Selbstbräuner getunkten Hochstapler verspottet hatte.

Der Ertrag der totalen Offensive? Äußert bescheiden. In vielen Bundesstaaten kommt er auf nicht einmal 20 Prozent und liegt damit unterhalb der Schwelle, die er überschreiten müsste, um wenigstens einen Teil der Delegierten zu erhalten.

„Das Rubio-Projekt liegt in Trümmern“, bilanziert David Axelrod, früherer Chefstratege von Präsident Barack Obama. Der Jungsenator trete nicht nur gegen Trump an, lästern sie auf CNN, sondern auch gegen die Gesetze der Mathematik. Schon rechnerisch ist es Rubio kaum mehr möglich, die Kandidatur seiner Partei zu gewinnen.

Aus seinem Hauptquartier in Texas ruft Ted Cruz seine Rivalen auf, aus dem Rennen auszuscheiden und sich mit ihm gegen Trump zu verbünden. Eine Kandidatur des New Yorker Milliardärs wäre „ein Desaster“, warnt er. Doch durch seinen Sieg in Minnesota ermutigt denkt Rubio nicht daran, den Appell aus Texas zu befolgen, und auch John Kasich wird ihn nicht erhören.

Der moderate Gouverneur spekuliert auf Siege im Mittleren Westen, wo in den nächsten Wochen gewählt wird. Womöglich gelingt es ihm sogar, in Vermont zu gewinnen. Am späten Abend betrug der Rückstand auf Donald Trump weniger als zwei Prozentpunkte.

Cruz größtes Manko aber ist nicht die Uneinsichtigkeit seiner Rivalen, er ist es selbst: Cruz ist in den Führungszirkeln der Republikaner noch unbeliebter als Trump. Seine Zeit ihm Senat hat er vor allem damit verbracht, seine Parteigenossen zu verprellen.

Auf einmal klingt der Rechtspopulist wie ein Demokrat
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47 Kommentare zu "US-Vorwahlen: Super Trumpday"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zum Glück ist es in dem USA nicht so einseitig wenn es um Wahl-Kampf geht.

    In Deutschland kann man lesen :

    Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer können sich in der Flüchtlingspolitik nicht einigen.

    Richtig ist so etwas aber nicht...

    WEIL SONST DAS EUROPÄISCHE VOLK AUCH NICHTS MEHR MACHT...

    BIS MAN SICH UNTER DEM VOLK GEEINIGT HAT OB MAN DIE EU LÄNGER HABEN WILL ODER DOCH NICHT !

    Wenn ein Ehepaar sich streitet über welche farbe das Neuer Auto haben soll...

    dann verzichtet das Ehepaar trotzdem nicht auf dem regulären Alltäglicher ablauf.

    Die EU und die EU-POLITIKER TUN ALLE SO ALS GÄBE ES NUR DIE FLÜCHTLINGS-PROBLEMATIK ZUM ANSPRECHEN ???

    30 MILLIONEN EU-ARBEITSLOSEN und EINE NICHT REGISTRIERTE HOHER ANZAHL AN OBDACHLOSE MENSCHEN VERTEILT IN GANZ EUROPA WAR SCHON VOR DER FLÜCHTLINGSWELLE VORHANDEN !

    Doch da die EU dafür keine Antwort hatte und weiterhin keine Antwort hat...

    DA WIRD ABGELENKT IN EUROPA MIT MEDIEN BERICHTE ÜBER FLÜCHTLINGE !

    Die Flüchtlinge sind aber selbst Opfer der FALSCHE EU-POLITIK...

    WEIL EUROPA IN SYRIEN SICH RUSSLAND GEBEUGT HAT !

    SELBST DIE USA HAT VOR RUSSLAND WEGEN SYRIEN ZU LANGE KAPITULIERT!

    Baschar-al-ASSAD HAT NICHTS AN DIE WELT MEHR ZU SAGEN...AUßER ERST WENN BASCHAR-AL-ASSAD IN DEN HAAG VOR GERICHT STEHT MIT EINE ANKLAGE GEGEN SICH WEGEN VERBRECHEN AN DIE MENSCHHEIT !


  • "Wahlkampf Clinton/Trump kommen"
    Daszu wird es kommen. So oder mit den Republikanern. Oder meinen Sie das Trump sich so einfach die Butter vom Brot nehmen läßt. Dann würde er letztendlich alleine weiter machen, ohne den politischen Apparat der Republikaner..

  • So sollte man das auch mal sehen, zum Anderen sind das die Wahlen in den USA und die sollten selber am besten wissen wer für sie der bessere Präsident-in ist.

  • Wenn Trump Präsident wird, wird es einen Spannungsabbau USA/Russland geben, dagegen aber eine Spannungszunahme USA/ MERKEL -Deutschland. (Ich habe absichtlich MERKEL grossgeschrieben, weil Deutschland ja nebensächlich ist.

  • Herr Bernhard Ramseyer

    "Trump wäre für Deutschland der beste US-Präsident seit Bestehen der Vereinigten Staaten von Amerika"

    Interessante Sichtweise. Nette ironische Bemerkung.

  • Leute, die vorgeben, man könne Grenzen heutzutage nicht mehr schützen, wollen imGrunde den Staat abschaffen. Denn man kann nicht beides haben, ofene Grenzen UND einen (Sozial-) Staat.

    Deutschland wird von Parteien regiert, die den eigenen Staat offenbar als "historisch" ansehen. Als überkommendes Konstrukt, das keine Zukunft mehr hat. Dass viele er "Volksvertreter" gleichzeitig Deutschlandhasser zu sein scheinen, verschärft die Brisanz noch. Nach dem Wortlaut des Grundgestzes sind solche Parteien als verfassungwidrig anzusehen, da sie auch mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung auf Kriegsfuss stehen. Denn eine freiheitliche Gesellschaft braucht auch Grenzen. Ohne Grenzen geht sie unter.

  • Sollten nicht ein paar Dinge passieren, die noch niemand auf dem Radar hat, wird es zu einem Wahlkampf Clinton/Trump kommen, mit ungewissem Ausgang allerdings leichten Vorteilen für Clinton. Trump hat jedoch ein ziemliches "Aktivierungspotential" wie seinerzeit Obama als Gegenentwurf zur "etablierten Politik"

    Für Europa ist von Interesse wie sich ein Verhältnis Trump/Putin gestalten würde, Spannungserhöhung oder Spannungsabbau. Clinton dürfte für Spannungserhöhung stehen, da ihr Kurs in dieser Beziehung eine anderer ist als der augenblickliche von Obama/Karry.

    Trump/Merkel, dieses Verhältnis dürfte "interessant" werden, davon kann man ausgehen.

  • @Herr Schmidt

    Tatsächlich musste ich gestern insgeheim schmunzeln, als ich die Nachrichten vom NPD-Prozess verfolgte und den armen Vosskuhle so schwitzen sah....Da wurde dann §21, Abs. 2 GG eingeblendet. Also ich hätte da auch geschwitzt:

    Grundlage:
    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Art 21
    (1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.
    (2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
    (3) Das Nähere regeln Bundesgesetze.

  • " Dort kann man sich auch Expertisen dazu holen, wie man Grenzwächter dazu bringt, auf Flüchtlinge zu schießen".
    Naja, die Amis haben schon ein ziemlich rigiden Zaun in Richtung Mexiko, den werden wie wenn es so weiter geht auch haben.
    Aber jetzt erst haben wir mal ein kleines Zäunchen in Mazedonien, an dem die Asylanten heftigst rüttelten und auch niederrissen. Die Grenzbeamten haben mit Tränengas geschossen - vorerst. Was meinen sie was die gemacht hätten wenn die Asylanten die Grenze gestürmt hätten?
    Das auch zur Aussage von Frau Petry, der viel Gescholtenen.
    Also, es werden immer mehr Konsorten.
    "also nicht AfD und Konsorten".

  • Bleiben wir doch einmal ganz ruhig. Wer ein Terrorist und wer ein Staatsmann ist, das bestimmt die Geschichte. Wenn ich daran erinnern darf, daß der ehemalige israelische Ministerpräsident Menachem Begin mal Bombenleger war, der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer Steine auf Polizisten geworfen hat und der amerikanische Präsident Ronald Reagan vor seiner Wahl ähnlich wie Trump stark angefeindet wurde, seine Politik aber tatsächlich als Reagonomics erfolgreich war.
    Man kann annehmen, daß Trump intelligent genug ist, nach der Wahl kompetent zu handeln.

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