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US-Vorwahlkampf Schluss mit der weißen Gemütlichkeit

Wer US-Präsident werden will, der muss auch die Minderheiten erreichen. Das gilt vor allem für die Demokraten. Schwarze und Latinos können das Rennen zwischen Bernie Sanders und Hillary Clinton sehr schnell entscheiden.
14.02.2016 - 12:10 Uhr
Außenseiter Bernie Sanders und die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton. Quelle: Reuters
Die Präsidentschaftsanwärter der Demokraten

Außenseiter Bernie Sanders und die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton.

(Foto: Reuters)

San Francisco Es ist vorbei mit der weißen Gemütlichkeit. Iowa und New Hampshire mit weißen Bevölkerungsanteilen von über 90 Prozent sind abgehandelt, jetzt zieht die Karawane der politischen Kandidaten mit Bus und Sack und Pack weiter in den Westen und Süden der USA. Hier lauern die großen Bundesstaaten mit hohen Anteilen an farbigen Wählern. Nevada etwa, an dem die Demokraten am 20. Februar ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November küren, hat mit rund 27 Prozent einen substanziellen Anteil an spanisch-stämmigen Wählern. In South Carolina waren 2008 rund 55 Prozent der demokratischen Wahlbeteiligten Schwarze. Knapp 78 Prozent davon stimmten für Barack Obama, der am Ende mit über 55 Prozent der Stimmen gegen Hillary Clinton siegte. Dieses Jahr wählt South Carolina am 27. Februar seinen demokratischen Favoriten und diesmal ist es ist die wichtigste Verteidigungslinie von Hillary Clinton gegen Herausforderer Bernie Sanders. Der hat in New Hampshire gezeigt, dass er mit seinen Visionen handfeste politische Ergebnisse produzieren kann. Doch er hat ein spürbares Bekanntheitsdefizit bei Afro-Amerikanern und Latinos.

Schon bei der jüngsten Debatte der Spitzenkandidaten vergangene Woche war der Wechsel der Top-Themen klar erkennbar. Statt Außenpolitik und Klimawandel sind Polizeigewalt gegen Farbige, Einwanderung, schnellere Verurteilung Farbiger zu Gefängnisstrafen, Benachteiligung von Minderheiten in der Arbeitswelt Gesprächspunkte. Beide Kandidaten unterstrichen ihren Willen, die explodierende Verteilungsungerechtigkeit bei Einkommen und Vermögen anzugehen und das Justizsystem grundlegend zu reformieren.

Clinton reiste medienwirksam zu einem Kurzbesuch nach Flint in Michigan. In der überwiegend schwarzen Kleinstadt kam über ein Jahr lang verdrecktes Trinkwasser aus den Leitungen. Die überwiegend weiße Stadtverwaltung spielte es herunter, bis bei Kindern gefährliche Bleikonzentrationen im Blut auftauchten. „Wir müssen der harten Wahrheit von Ungerechtigkeit und systematischem Rassismus ins Auge sehen“, so Hillary Clinton in einem Wahlkampfspot eigens für South Carolina.

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