US-Wahlkampf Bloomberg for President

Das Präsidentschaftsrennen in den USA verspricht, noch spannender zu werden: Der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt offenbar, Trump, Clinton und Co. Konkurrenz zu machen.

Milliardär Michael Bloomberg will Präsident werden

New YorkDer frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg plant, als unabhängiger Kandidat in das Rennen um die Präsidentschaft in den USA einzusteigen. Er habe erste Schritte für eine mögliche Kampagne unternommen, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus dem Umfeld des milliardenschweren Medienunternehmers.

Die Entscheidung, ob der 73-Jährige wirklich antritt, soll bis März fallen. Für eine Kandidatur könnte er bis zu eine Milliarde Dollar aus seinem Privatvermögen bereitstellen.

Denn er weiß, was er sagt
Donald Trump
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Der Wahlkampf des Milliardärs Donald Trump um das US-Präsidentenamt hat schon einige markante Forderungen hervorgebracht, nun hat Trump erneut mächtig auf den Putz gehauen: Er spricht sich für ein komplettes Einreiseverbot von Muslimen in die USA aus. Trumps Forderung kommt wenige Tage nach einer mutmaßlichen Terrorattacke im kalifornischen San Bernardino, bei der 14 Menschen erschossen wurden. Eine Täterin hatte sich vor der Attacke als Anhängerin der Terrormiliz Islamischen Staat (IS) offenbart. Die beiden Täter waren Muslime. Die Forderung reiht sich ein in eine ganze Sammlung von provokanten Äußerungen des Unternehmers im Wahlkampf...

Waffenrecht
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Nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 sorgte Trump für Aufsehen, als er den strengen Waffengesetzen in Frankreich eine Mitschuld an der hohen Opferzahl gab. „Hätten die Menschen Waffen getragen, wäre es anders verlaufen“, erklärte er bei einem Wahlkampfauftritt in Texas.

Klimaschutz
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Anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten Ende September sagte Trump, er glaube nicht an die globale Erwärmung und halte den Klimawandel nicht für ein drängendes Problem, sondern ein natürliches Phänomen. Klimaschutz-Auflagen für amerikanische Firmen hält er daher er für falsch.

Mount Denali
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Am 29. August 2015 änderte das Geographic Names Information System (GNIS) in Abstimmung mit dem Präsidenten Barack Obama den amtlichen Namen des Berges Mount McKinley aus Respekt vor der indianischen Tradition in „Denali“. Es ist der höchste Berg Nordamerikas. Donald Trump kündigte an, im Falle seines Wahlerfolgs die Umbenennung des Berges zu revidieren.

Gleichgeschlechtliche Ehe
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Trump kann jedoch auch anders. Obwohl er sich gegenüber der gleichgeschlechtlichen Ehe generell kritisch zeigt, erklärte er, die Entscheidung des Supreme Courts über die Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe solle bei den einzelnen Bundesstaaten belassen werden. Nach dem Urteil des Supreme Court zur völligen Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe in den USA teilte er mit, die Entscheidung müsse nun akzeptiert werden und tauge nicht mehr als Wahlkampfthema.

Gleichgeschlechtliche Ehe
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In diesem Zusammenhang forderte er Anfang September 2015 die Verwaltungsbeamte Kim Davis aus Kentucky auf, künftig nicht länger die Ausfertigung von Heiratsurkunden an homosexuelle Paare zu verweigern. Davis hatte durch ihre Weigerung für internationales Aufsehen gesorgt und war wegen ihres Verhaltens zeitweise inhaftiert worden. Andere Präsidentschaftskandidaten wie Mike Huckabee unterstützten Davis jedoch öffentlich und kritisierten Trump für seine Haltung.

Gegen Einwanderer
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Als Schutz gegen illegale Einwanderer aus Mexiko möchte Trump eine Mauer entlang der gesamten mexikanisch-amerikanischen Grenze bauen lassen „Wenn Mexiko seine Leute rüberschickt, dann schicken sie nicht ihre Besten. Sie schicken Leute, die viele Probleme haben. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Menschen“, wetterte er gegen mexikanische Einwanderer.

Bloomberg war für drei Amtsperioden Bürgermeister der Millionenmetropole New York. Er war ursprünglich Demokrat, trat dann aber zunächst als Republikaner zur Wahl an. Später erklärte er sich als unabhängig von beiden großen Parteien.

Bloomberg hatte bereits 2008 und 2012 mit dem Gedanken gespielt, zu der Wahl anzutreten, die Pläne dann aber wegen Aussichtslosigkeit fallen lassen. Über die neuen Gedankenspiele hatte zuerst die „New York Times“ berichtet.

Gründe für seinen möglichen Einstieg wurden nicht genannt. Allerdings hieß es, Bloomberg lehne die politischen Positionen des republikanischen Kandidaten Donald Trumps stark ab, vor allem seine Haltung zur Einwanderung.

Auch über die Demokratin Hillary Clinton sei er unzufrieden: Durch den Schaden, den sie durch die Nutzung ihres privaten E-Mail-Kontos als Außenministerin verursacht habe, könne sie geschwächt an der Spitze der Demokraten erscheinen.

Bloomberg lässt derzeit prüfen, wie frühere Kandidaturen unabhängiger Kandidaten verliefen, wie es aus seinem Umfeld heißt. Zudem plane er eine Meinungsumfrage nach der Vorwahl in New Hampshire am 9. Februar, um seine Chancen abzuschätzen.

Trump provoziert erneut
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