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US-Wahlkampf Trump wettert nach Wahlsiegen gegen Deutschland

Donald Trump prangert nach seinen Erfolgen am „Super Tuesday“ die Flüchtlingspolitik in Deutschland an. Der Republikaner spricht von einem „Desaster“ und sieht „radikalislamischen Terrorismus“ heraufziehen.
02.03.2016 - 09:16 Uhr

Trump: „Wir werden eine starke Grenze haben“

Washington Nach seinem Triumph beim "Super Tuesday" hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erneut die deutsche Flüchtlingspolitik ins Visier genommen. "Schaut nach Deutschland und Schweden und schaut einige dieser Orte an, das ist ein Desaster", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit). Wegen der Flüchtlinge aus muslimischen Ländern drohe der Bundesrepublik ein "radikalislamischer Terrorismus".

Der populistische Geschäftsmann, der am Dienstag mindestens sieben der elf Vorwahlen der Republikaner für sich entscheiden konnte, hatte mit der Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA für Empörung gesorgt. "Wir werden keine Leute in unser Land lassen, von denen wir nicht wissen, wer sie sind", bekräftigte er in seiner Siegesrede. "Sie sind jung und stark und kräftig - warum sind sie nicht zurück und kämpfen für ihr Land?"

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Dezember vom US-Magazin "Time" zur "Persönlichkeit des Jahres" gekürt wurde, hatte Trump Deutschland bereits wegen der Flüchtlinge ein "totales Desaster" prophezeit. Die Kanzlerin habe ihrem Land "enormen Schaden zugefügt".

Ohne den Immobilienmogul beim Namen zu nennen hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstag bei seinem Washington-Besuch vor einer "Politik der Angst" im US-Wahlkampf gewarnt. "Mauern zu bauen ist eine sehr schlechte Idee - egal wer dafür bezahlt", sagte Steinmeier mit Blick auf Trumps Plan, im Kampf gegen illegale Einwanderung die US-Grenze zu Mexiko abzuriegeln und das Nachbarland für den Bau der Mauer zahlen zu lassen.

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