Weißes Haus Angst vor der Cyberschlacht am Wahltag

Einem US-Fernsehbericht zufolge fürchtet die amerikanische Regierung eine Cyber-Attacke am 8. November, dem Tag der Präsidentschaftswahl. Demnach sind mehrere Varianten eines Angriffs denkbar. Ursprungsland sei Russland.
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Die US-Regierung fürchtet Cyber-Angriffe mit Moskaus Segen. Quelle: dpa - picture-alliance
Russische Fahne

Die US-Regierung fürchtet Cyber-Angriffe mit Moskaus Segen.

(Foto: dpa - picture-alliance)

WashingtonVor einem Monat positionierten sich die US-Geheimdienste: Die Hacks von E-Mail-Konten wie denen der Demokratischen Partei seien von der russischen Regierung angeleitet worden. Dessen sei sich die Gemeinschaft der Geheimdienste sicher. Seit Wochen veröffentlicht etwa die Enthüllungsplattform Wikileaks regelmäßig E-Mails aus der jüngeren Vergangenheit von John Podesta, dem Wahlkampf-Chef der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat Verbindungen zur russischen Regierung in einem Interview zurückgewiesen.

Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders NBC glaubt die US-Regierung nun jedoch an weitere Attacken, die den Wahlkampf beeinflussen könnten. Die Aufmerksamkeit gilt vor allem dem Wahltag am 8. November und als mögliches Ursprungsland gilt Russland – aber auch andere Angreifer werden nicht ausgeschlossen. Das Weiße Haus und das Heimatschutzministerium bereiteten die Verteidigung gegen mögliche Cyber-Angreife vor, so der Sender.

„Russland startet Hackerangriffe auf die USA“

Mehrere Szenarien werden demnach für möglich gehalten. Russland oder andere Parteien könnten ...

... kurz vor dem Wahlgang möglicherweise gefälschte Informationen über einen der Präsidentschaftskandidaten in sozialen Netzwerken veröffentlichen

... einen Angriff auf technische Infrastruktur wie Stromnetze oder Internetverbindungen starten

... eine Störung der Stimmzählung (durch Fehlinformationen)

Die Russen würden „so viel Verwirrung streuen wollen wie möglich und den [Wahl-]Vorgang auf eine Art und Weise stören, wie sie es an anderer Stellte gemacht haben“, zitiert der Sender einen Mitarbeiter der Regierung. Daher bereiteten sich die Behörden Abwehrmechanismen vor und wollten sicherstellen, dass Kommunikationskanäle auch in Notfällen aufrecht erhalten bleiben können.

Wikileaks mit großem Einfluss
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