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US-Wahl 2020 Pete Buttigieg zieht Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur zurück

Der Ex-Bürgermeister von South Bend beendet das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Sein Ausstieg zeugt vom Druck auf moderate Demokraten.
02.03.2020 Update: 02.03.2020 - 03:45 Uhr 1 Kommentar

Buttigieg zieht Kandidatur zum US-Präsidenten zurück

Washington Pete Buttigieg ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgestiegen. „Die Wahrheit ist, dass der Weg für unsere Kandidatur, wenn nicht für unsere Sache, zu einem Ende gekommen ist“, sagte Buttigieg am Sonntagabend in South Bend (Indiana). „Wir müssen erkennen, dass an diesem Punkt des Rennens der beste Weg, diesen Zielen und Idealen treu zu bleiben, darin besteht, zur Seite zu treten und zu helfen, unsere Partei und unser Land zusammenzubringen.“

Erst am Samstag hatte Buttigiegs Rivale, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die Vorwahlen in South Carolina für sich entschieden und damit den Druck auf andere moderate Kandidaten, sich hinter Biden zu versammeln, erhöht. Buttigieg gehörte zu Bidens Kritikern.

In den vergangenen Tagen wurde jedoch eher der progressive Bernie Sanders, Senator aus Vermont und selbsterklärter demokratischer Sozialist, zur Zielscheibe der Kritik. Dieser profitierte davon, dass sich die Stimmen der moderaten Wähler auf verschiedene moderate Bewerber aufteilten.

„Die Pete-Buttigieg-Geschichte ist nicht vorbei“, sagte der Stratege der Demokraten, David Axelrod. „Er ist 38 Jahre alt. Er hat sich in die nationale Konversation gewagt. Offensichtlich hat er an einigen Dingen zu arbeiten – einige Schwächen, die wir in dieser Wahl gesehen haben – aber wann immer es wieder ein Gespräch über demokratische Kandidaten gibt, wird er Teil dieses Gespräch sein. Und das ist eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, wo er vor einem Jahr angefangen hat.“

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    Der 38-jährige Afghanistan-Kriegsveteran, erste offen schwule Bewerber und frühere Bürgermeister von South Bend hatte monatelang den Erwartungen inmitten eines Feldes bekannterer möglicher Kandidaten getrotzt. Buttigieg gehörte mit dem sehr guten Abschneiden bei den Vorwahlen in Iowa und dem zweiten Platz in New Hampshire zunächst zu den führenden Bewerbern um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Später konnte er jedoch nicht genügend Delegiertenstimmen sammeln, um den Wahlkampf fortzuführen.

    Buttigieg galt als jemand, bei dem insbesondere ältere Wähler mit Universitätsabschlüssen ihr Kreuz machen. Bei den Vorwahlen in weniger homogenen Staaten kam er ins Straucheln. Auch schaffte er es ebenfalls nicht, Zweifel auszuräumen, er könne genügend schwarze Wähler auf sich vereinen.

    Als Bürgermeister einer Stadt mit 25 Prozent schwarzer Bevölkerung wurde Buttigieg kritisiert, weil er den ersten afroamerikanischen Polizeichef der Stadt entließ. Auch sein Umgang mit einem weißen Polizisten, der einen schwarzen Mann im Juni erschoss, wurde bemängelt.

    Eine Gruppe der Bürgerrechtsbewegung Black Lives Matter, die sich gegen Gewalt gegen Schwarze einsetzt, erklärte in einer Pressemitteilung, sie sei „begeistert“, dass Buttigieg aussteige. „Wir hoffen, dass er seine Lektion gelernt hat – dass Neoliberalismus und Politik gegen Schwarze nicht länger toleriert werden“, schrieb die Gruppe aus South Bend.

    Zuletzt hatte Buttigieg bei der Zahl der Delegierten mit 26 auf dem dritten Platz gelegen. Vor ihm waren Sanders mit 58 Stimmen und Ex-Vizepräsident Joe Biden mit 50.

    Mehr: Lesen Sie mehr über die Vorwahl in South Carolina.

    • ap
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    1 Kommentar zu "US-Wahl 2020: Pete Buttigieg zieht Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Pete Buttigieg wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Präsidentschaftskanditat der US-Demokraten werden.
      Das "Wieso nicht?" ist jedoch in hohem Maße politisch inkorrekt, und wird daher nicht thematisiert werden: er ist nicht radikal genug für die Demokratische Partei."
      https://www.handelsblatt.com/politik/international/vorwahlen-in-den-usa-allein-gegen-alte-herren-wie-pete-buttigieg-38-us-praesident-werden-will-/25536954.html

      Was zu beweisen war.

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