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US-Wahl 2020 Wann ist mit dem Ergebnis der US-Wahl zu rechnen?

Weil Millionen US-Amerikaner bereits abgestimmt haben, verzögert sich das Ergebnis deutlich. Am Freitagmorgen ist die Lage noch unklar – doch heute könnte der Sieger feststehen.
06.11.2020 - 09:30 Uhr Kommentieren
Alexa Kim, stellvertretende Stadtschreiberin des Bezirks Latah in Moscow, richtet auf dem Messegelände des Bezirks Latah Wahlkabinen für den kommenden Wahltag ein. Quelle: dpa
Präsidentschaftswahl Wahlkabinen

Alexa Kim, stellvertretende Stadtschreiberin des Bezirks Latah in Moscow, richtet auf dem Messegelände des Bezirks Latah Wahlkabinen für den kommenden Wahltag ein.

(Foto: dpa)

US-Wahl 2020 - Wann kommt das Wahlergebnis in den USA?

Wann steht fest, wer neuer US-Präsident wird? Wann also ist mit dem Ergebnis der US-Wahl 2020 zu rechnen? Bei den vergangenen Präsidentenwahlen stand der Sieger meist noch in der Wahlnacht fest, dieses Mal dauert es deutlich länger.

Wegen der Pandemie wesentlich mehr Menschen per Briefwahl abstimmt haben. Daher verzögert sich die Auszählung in manchen Bundesstaaten um einige Tage. Wer ins Weiße Haus einzieht, hängt derzeit von Ergebnisse in wenigen Staaten wie Pennsylvania, Nevada und Arizona ab. Deshalb gibt es keine sichere Prognose für die Zeit des Endergebnisses.

In der Wahlnacht, also am Mittwochmorgen MEZ, gab es zwar schon aus vielen Staaten klare Tendenzen, doch ob Biden oder Trump die Wahl gewinnen, ist noch offen. Allerdings setzte sich Biden zuletzt in den wichtigen Staaten Wisconsin und Michigan durch. Der amtierende Präsident Trump hatte sich trotz anderslautender Fakten vorzeitig zum Wahlsieger erklärt.

In Bundesstaaten wie Arizona, Florida, Michigan, North Carolina und Pennsylvania wurden schon vor der Wahl ganz enge Rennen zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden erwartet. Während Florida an Trump ging und er auch und North Carolina weiterhin führt, tendiert Arizona noch immer zu Joe Biden. In Michigan hat der Demokrat gewonnen und holt in Pennsylvania deutlich auch.

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    Aufgrund der bisher sehr knappen Ergebnisse reklamiert Trump den Wahlsieg jedoch für sich und will die weitere Auszählung per Gericht stoppen lassen. Nach Michigan und Pennsylvania hat er auch im umkämpften Georgia gegen das Abstimmungsprozedere geklagt.

    Nachdem Joe Biden den wichtigen Bundesstaat Michigan und Wisconsin für sich entschieden hat, könnte sein Weg über Pennsylvania oder Nevada und Arizona ins Weiße Haus führen. Pennsylvania wird wahrscheinlich noch am Freitag die Auszählung beenden.

    Im Jahr 2000 etwa stand das offizielle Ergebnis im Bundesstaat Florida, das letztlich auch über die Präsidentenwahl entschied, erst gut einen Monat nach der Wahl fest.

    In diesem Jahr haben mehr als 94 Millionen Wahlberechtigte bereits bis Montag vor der Wahl ihre Stimme abgegeben, entweder als Briefwähler oder Frühwähler in einem Wahllokal.

    Grafik

    Experten haben sich schon im Vorfeld in den wichtigen Bundesstaaten Pennsylvania und Wisconsin Sorgen gemacht, weil die Briefwahlunterlagen dort erst am Wahltag geöffnet werden dürfen. Republikaner hatten entsprechende Änderungen der Gesetze vor der Wahl verhindert.

    Deren Auszählung ist zudem komplexer als das Zählen normal abgegebener Stimmen, deshalb könnte sich alles verzögern. Die beiden Staaten könnten bei der Wahl das Zünglein an der Waage sein.

    Wegen des Mehrheitswahlrechts könnte einem Kandidaten dort theoretisch schon ein Vorsprung von ein paar Hundert Stimmen den Sieg sichern. Bei einem knappen Rennen ließe sich daher vor Auszählung aller Briefwahlstimmen kaum ein zuverlässiges Ergebnis ermitteln. Es drohen auch Neuzählungen, wie sie Trump etwa in Wisconsin schon beantragt hat.

    Zudem wollten Umfragen zufolge mehr Demokraten als Republikaner die Briefwahl nutzen. Daher könnten erste Ergebnisse aus den Wahllokalen mancherorts Präsident Donald Trump in Führung sehen, die Auszählung der Briefwahlunterlagen letztlich aber Joe Biden zum Sieg verhelfen.

    Mehr: Sieben Dinge, die Sie über die Wahlnacht wissen müssen

    • dpa
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