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US-Wahlen Donald Trump soll in weiterem Fall in Georgia Druck ausgeübt haben

Der US-Präsident soll in einem zweiten Fall versucht haben, Einfluss auf das Wahlergebnis in Georgia zu nehmen. Ein Beamter solle, Wahlbetrug „finden“, so Trump in einem Telefonat.
10.01.2021 - 02:03 Uhr Kommentieren
Der amtierende US-Präsident akzeptiert das Wahlergebnis in Georgia nicht. Quelle: AP
Donald Trump

Der amtierende US-Präsident akzeptiert das Wahlergebnis in Georgia nicht.

(Foto: AP)

Washington US-Präsident Donald Trump soll einem Medienbericht zufolge in einem weiteren Fall versucht haben, Einfluss auf das Ergebnis der Präsidentenwahl im Bundesstaat Georgia zu nehmen. Die „Washington Post“ berichtete am Samstag, Trump habe den Chefermittler des für die Wahlen zuständigen Staatssekretärs Brad Raffensperger am 23. Dezember in einem Telefonat aufgefordert, Wahlbetrug zu „finden“. Trump habe ihm in Aussicht gestellt, ein „Nationalheld“ zu werden.

Raffensperger bestätigte der Zeitung das Telefonat, sagte aber, er kenne die spezifischen Aussagen Trumps nicht. Er halte es aber für problematisch, dass ein gewählter Politiker sich in eine Untersuchung über Wahlbetrug einschalte. Der Republikaner Trump hatte die Wahl am 3. November gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Trump behauptete danach ohne Belege, er sei durch massiven Wahlbetrug in Georgia und anderen Bundesstaaten um den Sieg gebracht worden.

Trump hatte auch Druck auf Raffensperger ausgeübt, um Bidens knappen Sieg in Georgia bei der Präsidentenwahl nachträglich zu kippen. In einem Telefonat am 2. Januar forderte Trump den Staatssekretär – der ebenfalls ein Republikaner ist – unverblümt auf, das Ergebnis „nachzuberechnen“. Trump sagte laut dem von zahlreichen US-Medien veröffentlichten Mitschnitt des Gesprächs: „Ich will nur 11.780 Stimmen finden (...), weil wir den Bundesstaat gewonnen haben.“ Biden lag nach zwei Neuauszählungen 11.779 Stimmen vor Trump.

Der Kongress hatte das Wahlergebnis in der Nacht zu Donnerstag zertifiziert und Bidens Sieg offiziell gemacht. Davor hatten am Mittwoch wütende Anhänger Trumps das Kapitol erstürmt, in dem die Abgeordneten und Senatoren tagten. Kritiker werfen Trump vor, den Mob bei einer vorhergehenden Kundgebung angestachelt zu haben.

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    • dpa
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