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US-Wahlkampf Muslimin wegen stillen Protests von Trump-Kundgebung verbannt

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump scheint mit Kritik nicht gut umgehen zu können. Bei einer Wahlkampfveranstaltung ließ er eine muslimische Demonstrantin entfernen – weil sie still ein Kopftuch trug.
Nach dem Rauswurf durch den US-Milliardär wurde die junge Muslimin ausgebuht. Quelle: Reuters
Veranstaltung in Rock Hill

Nach dem Rauswurf durch den US-Milliardär wurde die junge Muslimin ausgebuht.

(Foto: Reuters)

Rock Hill Eine Muslimin ist von einer Wahlveranstaltung des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump verbannt worden, nachdem sie schweigend im Stehen gegen seine Äußerungen protestiert hatte. Der Fernsehsender CNN zeigte, wie die Frau mit Kopftuch von einem Polizisten am Freitagabend (Ortszeit) aus der Arena geführt wurde, während Trump-Anhänger sie ausbuhten.

Zuvor hatte sie sich CNN zufolge zusammen mit einem anderen Mann bei der Veranstaltung in Rock Hill (South Carolina) vom Sitz erhoben und schweigend dagestanden, nachdem Trump in seiner Rede syrische Flüchtlinge mit der IS-Terrormiliz in Verbindung gebracht hatte. Beide hatten einen Davidstern an ihre Kleidung geheftet – ähnlich dem, den Juden während des Holocaust tragen mussten.

„Es herrscht ein Hass gegen uns, der unglaublich ist“, kommentierte Trump CNN zufolge den Protest. „Es ist ihr Hass, nicht unser Hass.“ Die 56-Jährige hatte dem Sender vor dem Vorfall gesagt, sie gehe zur Trump-Kundgebung, weil sie glaube, dass die meisten seiner Anhänger noch nie einer Muslimin begegnet seien. Sie wolle ihnen nun die Gelegenheit dazu geben. Trump, der Umfragen zufolge im republikanischen Bewerberfeld klar führt, hatte bereits zuvor ein vorläufiges US-Einreiseverbot für Muslime gefordert.

  • dpa
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