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USA Betrugsskandal bei US-Atomstreitkräften

Aufruhr im Atomraketen-Kommando in Montana: 92 Bedienstete sollen bei einem Eignungstest gemogelt oder den Betrug nicht gemeldet haben. Die Luftwaffen-Chefin spricht von „systemischen Problemen“.
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Ein Mitglied der US-Army: Infolge des Betrugs und anderer Vorfälle sind alle Beförderungen ranghoher Militärgrade auf dem Stützpunkt auf Eis gelegt worden. Quelle: AFP

Ein Mitglied der US-Army: Infolge des Betrugs und anderer Vorfälle sind alle Beförderungen ranghoher Militärgrade auf dem Stützpunkt auf Eis gelegt worden.

(Foto: AFP)

Washington Der Disziplinarskandal um ein Atomraketen-Kommando im US-Bundesstaat Montana weitet sich aus: Nach neuen Erkenntnissen der Luftwaffe sollen insgesamt 92 Militärbedienstete bei einem Eignungstest gemogelt oder den Betrug ihrer Kollegen zumindest nicht gemeldet haben. Luftwaffen-Chefin Deborah Lee James sprach nach einem Besuch des Stützpunkts in Malmstrom am Donnerstag von „systemischen Problemen“, die auch mit „übermäßigem Stress und Angst“ in der Truppe zusammenhingen.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls vor zwei Wochen waren zunächst nur 34 Bedienstete des Atomraketen-Kommandos vom Dienst suspendiert worden. Internen Ermittlungen zufolge hatte einer von ihnen die Lösungen für eine monatliche Routineprüfung auf seinem Mobiltelefon gespeichert und an seine Kollegen weitergegeben. Aufgeflogen waren die Betrüger bei Ermittlungen gegen mehrere Soldaten, die des Drogenbesitzes beschuldigt wurden.

Infolge des Betrugs und anderer Vorfälle seien alle Beförderungen ranghoher Militärgrade auf dem Stützpunkt auf Eis gelegt worden, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. In Malmstrom sind rund 150 mit Atomsprengköpfen versehene Interkontinentalraketen stationiert. Ebenso viele Atomraketen halten die Vereinigten Staaten auf zwei weiteren Militärbasen in Warren (Wyoming) und Minot (North Dakota) bereit.

  • afp
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