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USA Kamala Harris steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus

Der Wahlkampf von Kamala Harris ist beendet: Die US-Senatorin gibt ihren Ausstieg aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft bekannt. Das Feld der Demokraten bleibt trotzdem breit.
03.12.2019 Update: 03.12.2019 - 23:03 Uhr Kommentieren
Kamala Harris war aussichtsreich in den US-Wahlkampf der Demokraten gestartet, zuletzt in Umfragen aber immer weiter zurückgefallen. Quelle: Reuters
US-Senatorin Harris

Kamala Harris war aussichtsreich in den US-Wahlkampf der Demokraten gestartet, zuletzt in Umfragen aber immer weiter zurückgefallen.

(Foto: Reuters)

Washington Die Senatorin Kamala Harris ist aus dem US-Präsidentschaftsrennen ausgestiegen. Mit großem Bedauern stelle sie ihren Wahlkampf für die Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ein, teilte Harris am Dienstag auf Twitter mit. „Ich habe Bilanz gezogen und es aus jedem Blickwinkel betrachtet, und ich bin in den letzten Tagen zu einer der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens gelangt“, schrieb sie in einer Botschaft an ihre Unterstützer. „Mein Wahlkampf hat einfach nicht mehr die nötigen finanziellen Ressourcen um weiterzumachen.“

Harris hatte ihren Wahlkampf im vergangenen Januar vor 20 000 Unterstützern gestartet und in den ersten drei Monaten eindrucksvolle 12 Millionen Dollar an Spendengeldern eingesammelt. Als erste weibliche und schwarze Justizministerin und Senatorin in der Geschichte Kaliforniens galt sie zunächst als aussichtsreiche Kandidatin, um bei jenen Wählern zu punkten, die auch Barack Obama den Einzug ins Weiße Haus beschert hatten.

In der Folge war es ihr aber nicht gelungen, sich im dichten Feld der demokratischen Präsidentschaftsanwärter durchzusetzen. In Umfragen landete sie deutlich hinter den bisherigen Favoriten Bernie Sanders, Elizabeth Warren und Joe Biden. Zuletzt hatte auch noch eine ranghohe Mitarbeiterin ihres Teams bei dem neu ins Rennen eingestiegenen Milliardär Michael Bloomberg angeheuert.

Mit dem Ausstieg von Harris geht ein deutliches Stück Diversität im Vorwahlkampf der Demokraten verloren. Sanders, Biden, Bloomberg und der jüngst in Umfragen aufgestiegene Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, sind allesamt weiß und männlich. Auch der schwarze Senator Cory Booker kämpft um seinen Verbleib im Rennen. Er kündigte am Montag an, sich noch stärker um die Stimmen der schwarzen Wähler zu bemühen.

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    Der gemäßigte Demokrat Buttigieg erhielt in den vergangenen Wochen von zahlreichen traditionellen Geldgebern Unterstützung, Warren und Sanders erhielten unter anderem zahlreiche Kleinstspenden, die zusammen viele Millionen Dollar ausmachten. Wieder andere wie Bloomberg und dessen Milliardärs-Kollege Tom Steyer zahlen aus der eigenen Tasche für ihren Wahlkampf.

    Harris beklagte, welche große Rolle Geld in der US-Politik spiele. „Ich bin kein Milliardär. Ich kann nicht meinen eigenen Wahlkampf finanzieren“, sagte sie. Und im langen internen Vorwahlkampf der Partei sei es zunehmend schwierig geworden, Geld zu bekommen.

    Harris' großes Problem war nach Ansicht vieler Beobachter, dass die Wähler nicht wussten, wofür sie steht. Unter anderem strich sie ihre frühere Karriere als Staatsanwältin heraus, was bei den progressiven Demokraten nicht gut ankam. In Sachen Gesundheitsvorsorge änderte sie ihre Position und verwirrte so die Wähler. Zudem überschatteten interne Probleme in ihrem Team die Botschaften, die sie präsentieren wollte.

    Mehr: Lesen Sie hier, wie die Wut auf Donald Trump die US-Demokraten eint.

    • ap
    • dpa
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