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USA Milliardär Epstein soll mögliche Zeugen im Missbrauchsfall bestochen haben

Neue Vorwürfe gegen Jeffrey Epstein: Der Der US-Unternehmer soll potenziellen Zeugen insgesamt 350.000 US-Dollar gezahlt haben.
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Der Milliardär soll mögliche Zeugen geschmiert haben. Quelle: AP
Jeffrey Epstein im Jahre 2008

Der Milliardär soll mögliche Zeugen geschmiert haben.

(Foto: AP)

Düsseldorf Im Fall des angeklagten Investmentbankers Jeffrey Epstein kommen immer mehr Details ans Licht. Der US-Milliardär soll neuen Berichten zufolge den Versuch unternommen haben, potenzielle Zeugen mit insgesamt 350.000 US-Dollar (310.000 Euro) zu bestechen. Das berichten die Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ unter Berufung auf die New Yorker Staatsanwaltschaft.

Epstein wird von der Anklageschrift vorgeworfen, zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution angestiftet zu haben. Er soll in dieser Zeit einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut haben. Einige der Mädchen seien erst 14 Jahre alt gewesen und mit großen Summen Bargeld angelockt und dazu verleitet worden, weitere Mädchen heranzuschaffen. Bei einer Verurteilung drohen Epstein bis zu 45 Jahre Haft. Der 66-Jährige selbst plädiert auf nicht schuldig.

Der Fall war im vergangenen Jahr nach einer Recherche des „Miami Herald“ erstmals an die Öffentlichkeit gelangt. Laut den neuen Berichten habe der schwerreiche Unternehmer kurze Zeit später große Summen Geld an zwei in den Fall verwickelte Personen gezahlt.

An einen seiner Mitarbeiter, der ihm bei der Prostitution der minderjährigen Mädchen geholfen haben soll, habe Epstein demnach 250.000 US-Dollar gezahlt. An eine andere Person, die ihn dabei unterstützt haben soll, vor zehn Jahren einen geheimen Deal mit der Staatsanwaltschaft auszuhandeln, sollen 100.000 US-Dollar geflossen sein.

Die New Yorker Strafverfolger gingen aufgrund des Zeitpunkts und der Vorgehensweise Epsteins davon aus, dass der Unternehmer versucht habe, die möglichen Mitwisser zu „beeinflussen“, zitierte die „New York Times“ die Staatsanwaltschaft.

Die Berichterstattung über die Missbrauchsvorwürfe hatte am vergangenen Freitag zum Rücktritt des US-Arbeitsministers Alexander Acosta geführt.

Der schwerreiche Geschäftsmann Epstein war 2008 einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene einging, die ihn vor weiteren Ermittlungen bewahrte. Epstein bekannte sich damals schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben, und saß eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab – teils unter gelockerten Bedingungen. Im Gegenzug kam er ohne Verfahren vor einem Bundesgericht davon.

Weil Acosta dieses Prozedere damals als Staatsanwalt in Florida billigte, hatten die US-Demokraten seinen Rücktritt gefordert. Sie kritisierten, mit dem Deal sei Epstein zu milde davongekommen und einer gerechten Strafe entgangen.

Mehr: Lesen Sie hier weitere Hintergründe über die Klage gegen Milliardär Epstein.

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