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USA müssen mit weiteren Klagen rechnen Ex-Guantanamo-Insassen berichten von Misshandlungen

In Guantanamo herrschen offenbar ähnliche Zustände wie in dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib. Dies berichteten die Anwälte zweier entlassener französischer Häftlinge.

HB BERLIN. Nach der Rückkehr von vier französischen Gefangenen aus Guantanamo haben deren Anwälte von Misshandlungen ihrer Mandanten berichtet. Mourad Benchellali und Nizar Sassi seien während der Verhöre mit Hunden und Waffen bedroht worden. Zudem habe man versucht, sie durch den Anblick nackter Frauen zu provozieren, sagten die Anwälte. Das System habe auf Erpressung basiert. Wer kooperierte, sei mit medizinischer Versorgung und besseren Haftbedingungen belohnt worden.

Gefangene aus dem Nahen Osten und besonders aus Saudi-Arabien seien gezwungen worden, pornografische Filme anzuschauen. Auch seien sie von «halbnackten Frauen» verhört worden. Ähnliche Methoden waren auch in dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib angewandt worden.

Die Männer sind in Frankreich nach ihrer Rückkehr erneut in Haft genommen worden. Es soll nun geprüft werden, ob sie Verbindungen zu terroristischen Gruppen haben. Benchellali und Sassi sollen zudem mit falschen Reisedokumenten nach Afghanistan gereist sein, wo sie 2001 von US-Truppen aufgegriffen worden waren. Nach Angaben ihrer Anwälte sind sie in guter körperlicher Verfassung. Man mache sich aber sorgen um den psychischen Zustand der vier Moslems, die aus nordafrikanischen Herkunftsländern stammen, hieß es.

Wie am Samstag bekannt wurde, müssen sich die USA auf weitere Klagen von Guantanamo-Häftlingen vor US-Gerichten einstellen. Ein amerikanischer Anwalt kündigte Klagen im Namen von 33 Insassen aus mehreren arabischen Staaten an. Rund 50 Guantanamo-Häftlinge haben bereits Klage vor einem Bundesgericht in Washington eingereicht.

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