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USA regen Friedensplan an Ausländer verlassen Haiti

Angesichts der andauernden Unruhen in Haiti verlassen viele Ausländer das Land. Die USA forderten Präsident Aristide zur Bildung einer neuen Regierung mit der Opposition auf.

HB BERLIN. Ein Ende der Gewalt in Haiti ist nicht absehbar. Viele Ausländer – darunter mehrere hundert Amerikaner, Franzosen und Kanadier warteten am Freitag auf dem Flughafen auf eine Möglichkeit, das Land zu verlassen. Erneut kam es in der Hauptstadt Port-au-Prince zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Präsident Jean-Bertrand Aristide und Regierungsgegnern. Auf einer Kundgebung forderten sie den Rücktritt des Staatschefs.

Aristide gerät überdies zunehmend unter internationalen Druck. Während Frankreich erneut die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe anregte, drängen die USA und andere Länder auf eine friedliche Lösung des Konflikts. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sprachen US-Botschafter James Foley und andere ausländische Diplomaten in Port-au-Prince mit Aristide über einen Friedensplan.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sieht dieser die Bildung einer neuen, parteiübergreifenden Regierung unter einem neutralen Ministerpräsidenten, nicht aber Aristides Rücktritt vor. Über die Zusammensetzung der Regierung soll demnach auch die Opposition mit entscheiden dürfen. Außerdem sei eine Entwaffnung der militanten Regierungsgegner auf der einen und der Aristide-Anhänger auf der anderen Seite vorgesehen.

Der Friedensplan stieß allerdings sowohl bei den Regierungsanhängern als auch bei den Rebellen auf wenig Zuspruch. Ungeachtet dessen wurde in Haiti am Samstag eine multinationale Friedensdelegation erwartet, die vermitteln wollte.

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