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USA Richard Grenell tritt als US-Botschafter in Deutschland zurück

Nach zwei Jahren gibt Grenell seinen Posten auf. Seine Stellvertreterin übernimmt vorübergehend das Amt.
02.06.2020 Update: 02.06.2020 - 14:44 Uhr Kommentieren
Zwei Jahre war Grenell US-Botschafter in Deutschland. Quelle: dpa
Richard Grenell

Zwei Jahre war Grenell US-Botschafter in Deutschland.

(Foto: dpa)

Berlin Nach gut zwei Jahren im Amt ist Richard Grenell als US-Botschafter in Deutschland zurückgetreten. Den Posten hat vorübergehend seine Stellvertreterin Robin Quinville übernommen, wie Botschaftssprecher Joseph Giordono-Scholz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.

Am Montagabend hatte Grenell seinen Rücktritt bereits in Washington bei einem Besuch bei US-Präsident Donald Trump erklärt, berichtet die Nachrichtenagentur.

Was Grenell nun vorhat, ist unklar. Es wird dpa zufolge spekuliert, dass er in Trumps Wahlkampfteam wechseln könnte. Grenell gilt als extrem loyal zu Trump und rühmt sich immer wieder eines guten Drahtes ins Weiße Haus. Über Twitter schickt er gerne Bilder mit dem Präsidenten in der Air Force One oder teilt mit, dass er gerade mit ihm telefoniert habe.

Vor einigen Tagen hatte dpa bereits gemeldet, dass der 53-Jährige nach seiner Ablösung als Geheimdienstkoordinator der US-Regierung auch seinen Posten als Botschafter in Berlin räumen werde. Grenells Sprecherin dementierte den Bericht zu diesem Zeitpunkt noch.

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    Grenell war im Februar überraschend von Trump nach Washington berufen worden, um dort kommissarisch den Posten des Geheimdienstkoordinators zu übernehmen. Mittlerweile ist aber ein neuer, permanenter Koordinator gefunden: Vor wenigen Tage wurde der Kongressabgeordnete John Ratcliffe vom Senat vereidigt.

    Kritik via Twitter

    Bereits bei der Beorderung nach Washington im Februar hatte es Meldungen gegeben, wonach Grenell seinen Rückzug als Berliner Botschafter plane. Der 53-Jährige ist seit 2018 in Deutschland stationiert und eckte an wie keiner seiner Vorgänger.

    Immer wieder kritisierte er die deutsche Politik, etwa die aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben, den Bau der „Nord Stream 2“-Ölpipeline oder die Frage, ob der chinesische Konzern Huawei am Aufbau des 5G-Netzwerks beteiligt werden sollte.

    Seine Kritik versendete er meist via Twitter, womit Grenell mit dem ungeschriebenen Gesetz brach, diplomatischen Streit hinter verschlossenen Türen zu führen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki forderte sogar Grenells Ausweisung. Grenell führe sich auf „wie ein Hochkommissar einer Besatzungsmacht“.

    Mehr: Trump droht mit Militäreinsatz – Ausgangssperren in Washington und New York.

    • dpa
    • mgr
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