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USA Streit über Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke eskaliert

Im Streit über die Aufklärung der Attacke hat es zwischen Demokraten und Republikanern wieder gekracht – und zwar heftig. Der US-Präsident hat jedoch eine klare Botschaft.
22.07.2021 - 07:43 Uhr Kommentieren
Der demokratische Präsident stellte sich bei einer sogenannten Town-Hall-Veranstaltung des US-Senders CNN den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Quelle: Reuters
Joe Biden

Der demokratische Präsident stellte sich bei einer sogenannten Town-Hall-Veranstaltung des US-Senders CNN den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

(Foto: Reuters)

Washington Trotz einer neuen Eskalation um den Ausschuss zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar glaubt US-Präsident Joe Biden an eine Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern. „Aber der Brunnen ist innerhalb der vergangenen vier Jahre so vergiftet worden“, sagte Biden am Mittwochabend (Ortszeit) in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio.

„Aber ich denke, das alles beginnt sich zu bewegen. Ich meine nicht von heute auf morgen, versteht mich nicht falsch.“ Der demokratische Präsident stellte sich bei einer sogenannten Town-Hall-Veranstaltung des US-Senders CNN den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

Zuvor hatte es heftigen Streit über den Ausschuss im Repräsentantenhaus zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar gegeben. Nancy Pelosi, die Vorsitzende der Kongresskammer, hatte zwei Kandidaten der Republikaner aus „Respekt vor der Integrität der Untersuchung“ für das Gremium abgelehnt.

Die beiden gelten als treue Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Der republikanische Minderheitsführer der Kongresskammer, Kevin McCarthy, drohte daraufhin, dass die Republikaner den Ausschuss boykottieren würden.

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    McCarthy warf Pelosi ein „politisches Spiel“ und „Machtmissbrauch vor. Nach heftigem Streit über den Ausschuss hatte McCarthy erst am Montag schließlich fünf Kandidaten für das Gremium nominiert. Pelosi, welche die Ernennung bestätigen musste, lehnte die Abgeordneten Jim Banks und Jim Jordan als Mitglieder des Gremiums ab.

    Ausschuss soll Hintergründe des Kapital-Angriffs klären

    Jordan zählt zu den glühendsten Trump-Anhängern. Banks hatte nach seiner Nominierung erklärt, dass das Gremium nicht nur die Attacke auf das Kapitol am 6. Januar untersuchen solle, sondern „Hunderte gewalttätige politische Ausschreitungen im letzten Sommer“ etwa von „Linksextremisten“.

    Erste Haftstrafe nach Sturm auf Kapitol: Acht Monate Gefägnis für Beteiligten

    McCarthy erklärte, dass man an dem Ausschuss nicht teilnehmen werde, sollte Pelosi nicht alle fünf Kandidaten akzeptieren. „Kein Ausschuss im Kongress wird funktionieren, wenn eine Person alle aussucht, die daran teilnehmen können“, sagte er in einer Pressekonferenz.

    Der Ausschuss soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol untersuchen. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

    Der Sturm auf das US-Kapitol hat gezeigt, welche destruktiven Kräfte Onlinenetzwerke wie Facebook und Twitter selbst in gefestigten Demokratien entfesseln können. Quelle: dpa
    Sturm auf das US-Kapitol

    Der Sturm auf das US-Kapitol hat gezeigt, welche destruktiven Kräfte Onlinenetzwerke wie Facebook und Twitter selbst in gefestigten Demokratien entfesseln können.

    (Foto: dpa)

    „Es ist mir egal, ob Sie denken, ich sei der wiedergeborene Satan. Tatsache ist, Sie können nicht auf den Fernseher schauen und sagen, dass am 6. (Januar) nichts passiert ist“, sagte Biden mit Blick auf Verschwörungstheorien. „Sie können nicht auf Menschen hören, die sagen, das war eine friedliche Demonstration.“

    Er habe Hoffnung in die Menschen in den USA. „Wir müssen das hinter uns bringen. Was sagen Sie Ihren Enkeln oder Ihren Kindern über das, was hier passiert?“, fragte Biden. Der Präsident betonte, wie wichtig generell Zusammenarbeit sei. „Die Demokratie muss aufstehen und zeigen, dass sie etwas zustande bringt.“

    Biden zeigte sich außerdem zuversichtlich mit Blick auf ein parteiübergreifendes Infrastrukturpaket. Die Demokraten im Senat hatten am Mittwoch eine wichtige Testabstimmung verloren, um das Gesetz voranzubringen. Biden ist mittlerweile seit einem halben Jahr im Amt - das Infrastrukturpaket zählt zu seinen Prestigevorhaben.

    Mehr: Der Chef der neuen Plattform Gettr wirbt mit Firmenanteilen um Ex-Präsident Donald Trump

    • dpa
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