USA Trump sieht Beziehungen zu Russland auf „historischem Tiefstand“

Die beiden wichtigsten Atommächte der Welt hatten nach Einschätzung des US-Präsidenten noch nie ein so schlechtes Verhältnis zueinander wie heute. Die Schuld sieht Trump bei seinem eigenen Senat.
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In Hamburg hatte Donald Trump noch versöhnliche Gespräche mit Wladimir Putin geführt. Quelle: AP
Donald Trump

In Hamburg hatte Donald Trump noch versöhnliche Gespräche mit Wladimir Putin geführt.

(Foto: AP)

Solche Sätze hört man vom Präsidenten der USA eher selten: Laut Donald Trump sind die Beziehungen zu Moskau so schlecht wie nie zuvor. „Unsere Beziehung zu Russland ist auf einem historischen Tiefstand“, twitterte er und fügte hinzu: „Wir können uns beim Kongress dafür bedanken – bei denselben Leuten, die uns noch nicht einmal eine Gesundheitsversorgung geben können.“

Hintergrund sind die vom Kongress beschlossenen und von Trump nur widerwillig unterzeichneten Wirtschaftssanktionen unter anderem gegen Russland, mit denen die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und das Eingreifen in den US-Wahlkampf bestraft werden sollen. Schon vor der Unterzeichnung des Gesetzes hatte Russland Konsequenzen angedroht und die USA aufgefordert, hunderte Mitarbeiter ihrer diplomatischen Vertretungen aus dem Land abzuziehen.

Am Mittwoch bezeichnete Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew die US-Sanktionen außerdem als gleichbedeutend mit einem voll ausgebrochenen Handelskrieg. „Damit stirbt die Hoffnung, unsere Beziehungen zu der neuen US-Regierung zu verbessern“, schrieb Medwedew.

Eigentlich hatte Trump sich vorgenommen die bilateralen Beziehungen zu Russland zu verbessern. Die US-Geheimdienste sind davon überzeugt, dass die russische Regierung zugunsten von Trump in den US-Wahlkampf eingriff, indem sie E-Mails der Demokraten hacken und veröffentlichen ließ. Für Trump haben sich diese Vorwürfe spätestens erledigt, als ihm Russlands Präsident Wladimir Putin in Hamburg erklärte, Hacker der russischen Regierung hätten bei einem solchen Angriff keine Spuren hinterlassen.

Trumps Tweet lässt vermuten, dass er keine Hoffnung mehr auf ein gutes Verhältnis zu den republikanischen Fraktionen im Kongress hat. Das wird es ihm noch schwerer machen, große Reformen anzuschieben. Der Seitenhieb zur Gesundheitsversorgung spielt darauf an, dass sich die Republikaner in den beiden Kammern des Parlaments nicht darauf einigen konnten, das unter Obama eingeführte Gesundheitssystem abzuschaffen.

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9 Kommentare zu "USA: Trump sieht Beziehungen zu Russland auf „historischem Tiefstand“"

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  • .....das noch nachgereicht.....weil es noch fehlt....

    ....Putin nach 2-maligem Handschlag.....und Schulterklopfen von Trump bei ihm....
    ...seine Worte (Putin) darauf vor laufender TV-Kamera........

    ...er ist (Trump) im Original... ganz anders...viel vorteilhafter....als auf´m Bildschirm....gemeint seine Sympathie für Trump.....und strahlt dabei....
    Fand er....Putin....die Begegnung in Hamburg mit Trump ausgesprochen gut....
    ...seine Mimik und Gestik drückten es aus........und dann...danach....
    ....sind die psychologischen Konsequenzen.... dieser Enttäuschung......die jetzt....und nach der Begegnung der beiden Männer eingetreten sind...... bei Putin noch garnicht absehbar....ist die Sensiblität....und das ausgeprägte psychologische Einfühlungsvermögen der Russen.....selbst bei allerkleinsten Vorgängen..und wenn sie noch für die russische Seele verletzend sind..und das waren sie......von nachhaltiger und großer Bedeutung.....für die weiteren Beziehungen.....

  • Trump hat sich doch selbst von Russland schmieren lassen! Was ist das für ein widerwärtiger Clan...

  • Wäre Putin heute noch beim Geheimdienst, würde er wegen erwiesener Unfähigkeit suspendiert werden. Wie kann man derart wenig Menschenkenntiss besitzen, und glauben, jemand wie Donald Trump könnte man als IM anwerben? Der nimmt die Kohle, isst ein Stück Schokoladenkuchen und lässt einen Furz los. Dass er nun Pro-Putin Politik machen würde, naja, heute so, morgen so. Man wird sehen.

    Putin, Big Loser, so sad.

  • HB : „Trump sieht Beziehungen zu Russland auf „historischem Tiefstand“

    Die Beziehungen zwischen 2 Ländern sind dann spätestens auf einem Tiefstand, wenn ein Land durch wirtschaftliche Strangulation versucht, im anderen Land politische Veränderungen zu erreichen, um kostenlos an dessen Ressourcen zu gelangen.
    So gesehen sind die Beziehungen zwischen den USA und Russland seit vielen Jahren auf einem Tiefstand und können durch die neuen „Sanktions“- Gesetze der USA mit PIPAPO-Begründungen eigentlich nicht mehr getoppt werden.
    Wenn Mr. Trump je die Absicht hatte, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, wurde er vom US-Kongreß nun „an die Kette gelegt“, um den alten Plan nicht beeinträchtigt zu sehen.
    Im übrigen befördern die neuen „Sanktionen“ wirtschaftliche Interessen der USA in Sachen Energie-Lieferungen nach Europa; denn es wird ausdrücklich auf das Projekt Nordstream 2 Bezug genommen, was man missbilligt. Energie.Lieferungen nach Europa schaffen auch Arbeitsplätze in den USA, Arbeitsplätze, die Mr. Trump seinen Wählern versprochen hatte. Insofern dürfte es Mr. Trump sicherlich leicht gefallen sein, das neue „Sanktions“-Gesetz zu unterzeichnen.
    Ganz am Rande sei erwähnt, dass das neue „Sanktions“-Gesetz auch die Energie-Politik der EU und geschäftliche Interessen von EU-Unternehmen negativ berühren ------ aber die USA werden sicherlich „geeignete“ politische und personelle Hebel ansetzen, um die EU erneut auf Linie zu bringen.

  • Ein schwerer Fehler von den Herrn Senatoren obwohl Herr Trump die Sache erklärt hat , Die Russen werden mit den Chinesen arbeiten und daß ist sogar für die Amis gefährlich. Die EU-Loser werden wieder mal eine hohe Zeche bezahlen.

  • Die zweite Reihe sind die Verbrecher. Der Oberverbrecher McCoin ist der Rädelsführer.

    Trotzdem hege ich die Hoffnung das mein Freund und derzeit bester Staatsmann weltweit auch dafür eine Lösung hat.

    Bin mal gespannt was unsere Erika dazu zu sagen hat. Der dicke Siggi ist bei dem Thema Sanktionen ja schon wieder umgefallen.

  • Putin hat wahrscheinlich geglaubt, der Präsident der USA könne so regieren, wie der Zar in Russland. Dann wäre Trump jetzt alle Kritiker los. Vielleicht wusste Putin gar nicht, dass in den USA die meisten Wähler keine Putin-Fans sind, und ein Republikaner, der HEIMLICH mit den Russen kooperiert, gar nicht gut ankommt.

    Immerhin hat Trump mit seinem Wirbel gegen die NATO und gegen Deutschland und die EU ein bissche etwas für Russland erreicht. Aber der tiefere Sinn und Nutzen für Putin erschließt sich mir nicht recht. Geheimdienstspielchen, Zarentum und Nepotismus sind irgendwie nicht die beste Mischung. Wann fängt er Krieg an?

  • ....man erinnere sich.....G 20-Treffen Hamburg.....er...Trump....reicht seinem "Freund" Putin....2 x hintereiander vor laufender Kamera die Hand.....freundlicher Blick jeweils zu ihm rüber....vorher im Stehkonvent.....er...Trump....legt sein Arm mit ausgestreckter Hand auf den Rücken von Putin.....unter dem Motto....Freund Vladimir.....Dich mag ich.....Du bist mein Freund.....und nun das andere Gesicht.....das Schäbige....nix (nicht) mehr von dem......sondern die Konfrontation....
    Handelskrieg.....mit allen Abzweigen.....auch für uns....für Deutschland....eine Art kalter Krieg ist wieder auferstanden.....
    ....so ist es um uns herum.....es macht keine Freude mehr zuzuschauen....es wird gelogen....betrogen (u.a.Dieselgate).....es werden rücksichtslos.....die eigenen Interessen durchgezogen.....Menschlichkeit....Anständigkeit.... .Freundlichkeit.....und die vielen anderen wohlfeilen Merkmale.....die einen Menschen auszeichnen.....Fehlanzeige....
    ...was soll noch gesagt werden?.....nicht mehr viel.....nur noch das....
    ...dass der Gebildete und nicht ganz Dumme.... sich zurück zieht.....geht überwiegend nicht mehr wählen.....weil kein Glaube mehr da ist....und er die überwiegenden Enttäuschungen.....satt ist.....so ist es nun einmal.....

  • Daran ist Trump nun selber Schuld. Er hat es versäumt, den "Deep State", der geegn ihn arbeitet, rechtzeitig auszuschalten und kaltzustellen.
    Man kann daher den Worten des - sonst immer sehr besonnenen russischen Premierministers Medvedev - nur beipflichten:
    "First, any hope of improving our relations with the new US administration is over. Second, the US just declared a full-scale trade war on Russia. Third, the Trump administration demonstrated it is utterly powerless, and in the most humiliating manner transferred executive powers to Congress. This shifts the alignment of forces in US political circles.
    What does this mean for the U.S.? The American establishment completely outplayed Trump. The president is not happy with the new sanctions, but he could not avoid signing the new law. The purpose of the new sanctions was to put Trump in his place. Their ultimate goal is to remove Trump from power. An incompetent player must be eliminated."
    http://www.zerohedge.com/news/2017-08-02/russian-pm-medvedev-us-just-declared-full-blown-trade-war-russia
    Die kriegslüsternen Neo-Cons haben das Spiel also gewonnen. Es steht zu befürchten, dass sie auch das bekommen werden, was sie eigentlich wünschen: nicht nur einen Handelskrieg, sondern einen heißen Krieg. Den wollen sie natürlich am liebsten auf europäischem Territorium. Hier täuschen sie sich jedoch: sie werden ihn auch auf ihrem Homeland bekommen - und sie können dann für den Rest ihres Lebens in ihren "First-Class-Doomsday-Bunkern" bleiben.

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