USA Trump sieht sich in Russland-Ermittlungen entlastet

Der US-Präsident meint, dass das Memorandum ein Beweis seiner Unschuld ist. Doch die „Hexenjagd“ geht weiter, beschwert sich Trump.
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Der US-Präsident beharrt darauf, dass es weder eine Zusammenarbeit mit Russland noch eine Rechtsbehinderung gegeben hat. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident beharrt darauf, dass es weder eine Zusammenarbeit mit Russland noch eine Rechtsbehinderung gegeben hat.

(Foto: AP)

New YorkUS-Präsident Donald Trump sieht sich durch das am Freitag veröffentlichte umstrittene Memorandum in den Russland-Ermittlungen entlastet. Es „rehabilitiert mich völlig“, twitterte der US-Präsident am Samstag und beklagte: „Aber die Hexenjagd geht weiter und weiter.“ Es habe weder eine Zusammenarbeit mit Russland oder eine Rechtsbehinderung gegeben, fügte er hinzu.

„Großartige Beschäftigungszahlen und schließlich, nach vielen Jahren, steigende Löhne - und niemand spricht darüber. Nur Russland, Russland, Russland,“ beschwerte sich Trump per Lieblingssprachrohr. Er bekräftigte wiederholt, wie auch in dem Tweet ein paar Stunden zuvor, dass es keine geheimen Absprachen zwischen dem Trump-Team und dem Kreml gab.

Der Republikaner ergriff am Samstag auch die Gelegenheit, seine angeblich gestiegenen Zustimmungswerte zu feiern. Laut einer neuen Umfrage von Rasmussen Reports sind 49 Prozent der befragten potenziellen US-Wähler positiv vom US-Präsidenten überzeugt. Es ist der höchste Rückhalt, den der Republikaner seit März 2017 verbuchen kann. Doch die US-Medien würden solche erfreulichen Nachrichten mit Absicht ignorieren, monierte er auf Twitter.

Allerdings sind im Gegenzug 49 Prozent der Befragten unzufrieden mit Trumps Leistungen, laut Umfrage. Diesen Fakt erwähnte er jedoch nicht.

Bei den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller geht es um mögliche Absprachen des Trump-Wahlkampflagers mit Moskau zur Beeinflussung der Wahl 2016. Dem Vernehmen wird außerdem geprüft, ob Trump versucht hat, die Ermittlungen zu untergraben. Das Memorandum war auf Beschluss der Republikaner und mit Trumps Zustimmung am Freitag veröffentlicht worden. Es stammt aus dem Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses und wurde vom republikanischen Vorsitzenden dieses Gremiums verfasst.

Im Kern besagt es, dass das FBI-Ermittlerteam fragwürdige Methoden angewandt habe, um einen ehemaligen Wahlkampfarbeiter Trumps geheimdienstlich überwachen zu lassen. Damit soll offensichtlich der Vorwurf einer Voreingenommenheit gegen Trump bei den Ermittlungen unterstrichen werden.

Die oppositionellen Demokraten weisen die Darstellung in dem Papier zurück. Es lasse wichtige Punkte aus und verzerre die Tatsachen. Die Veröffentlichung ziele lediglich darauf ab, die Ermittlungen zu torpedieren. Auch das FBI hatte sich dagegen gewandt, das Memo publik zu machen, und betont, dass das Papier Lücken enthalte und den Sachverhalt nicht korrekt wiedergebe.

  • ott
  • dpa
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