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USA Trump verteidigt nach Anschlag Abzugspläne aus Syrien

Laut Trump ist die Terrormiliz IS besiegt. Der US-Präsident hält weiter an dem geplanten Truppenabzug aus Syrien fest. Doch ein hochrangiger Parteikollege warnt vor einem verfrühten Abzug.
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„Irgendwann will man unsere Leute zurück nach Hause bringen.“ Quelle: Reuters
Donald Trump

„Irgendwann will man unsere Leute zurück nach Hause bringen.“

(Foto: Reuters)

Ankara Nach einem Selbstmordanschlag in Nordsyrien mit amerikanischen Todesopfern verteidigt US-Präsident Donald Trump den von ihm angekündigten Abzug der US-Truppen aus dem Bürgerkriegsland. Seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren seien 99 Prozent des von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehaltenen Territoriums zurückerobert worden, sagte Trump am Samstag vor seinem Abflug zur Luftwaffenbasis Dover im Bundesstaat Delaware.

Trump nahm dort die sterblichen Überreste der vier bei dem Anschlag getöteten US-Bürger in Empfang und traf mit Angehörigen zusammen.

Wenige Tage vor Weihnachten hatte Trump den IS für besiegt erklärt und damit den geplanten Abzug der US-Truppen begründet. Auf Twitter schrieb er damals: „Wir haben den IS in Syrien besiegt.“ Der IS sei aber der einzige Grund gewesen, warum er die US-Soldaten während seiner Präsidentschaft dort gelassen habe.

Trump hatte erst am Samstagmorgen auf Twitter angekündigt, dass er nach Dover fliege - „um bei den Familien von vier sehr besonderen Menschen zu sein, die ihr Leben im Dienst für unser Land gegeben haben“. Trump sagte vor seinem Abflug, die USA töteten IS-Kämpfer „für Russland, für den Iran, für Syrien, für den Irak“ und hätten dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad „einen sehr großen Gefallen“ getan.

Trump fügte mit Blick auf den angekündigten Abzug hinzu: „Irgendwann will man unsere Leute zurück nach Hause bringen.“ Ein konkreter Zeitplan ist weiterhin nicht bekannt.

Das Pentagon identifizierte drei der US-Toten: Eine Soldatin, einen Soldaten und einen zivilen Vertragsmitarbeiter des Ministeriums. US-Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem vierten Toten um eine Übersetzerin mit syrischen Wurzeln. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben insgesamt mindestens 18 Menschen bei dem Anschlag am Mittwoch in der von Kurden kontrollierten Stadt Manbidsch. Der IS reklamierte die Tat für sich.

Der US-Senator warnt vor einem „Irak auf Steroiden“. Quelle: Reuters
Lindsey Graham

Der US-Senator warnt vor einem „Irak auf Steroiden“.

(Foto: Reuters)

Unterdessen warnte der US-Senator Lindsey Graham, dass ein undurchdachter Rückzug aus Syrien zu „Chaos“ und einem „Irak auf Steroiden“ führen würde. Chefs des US- und des türkischen Militärs arbeiteten an einem Plan für die Verlegung syrisch-kurdischer Milizionäre weg von der Grenze zur Türkei, sagte er am Samstag in Ankara.

Am Vortag hatte Graham mit Vertretern der Türkei gesprochen. Die Türkei hat mit einer militärischen Offensive auf die Kurdenmiliz YPG in Syrien gedroht und diese als terroristisch bezeichnet. Die YPG hat gemeinsam mit dem US-Militär die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft.

Graham sagte: „Ich bitte Präsident Trump eindringlich, nicht das zu tun, was Präsident Obama tat, nämlich einfach raus zu gehen und nicht zu verstehen, was passiert, wenn man einfach raus geht.“ Er bezog sich auf Barack Obamas Entscheidung, US-Truppen 2011 aus dem Irak abzuziehen. Graham fügte hinzu, das Ziel, den IS in Syrien zu zerstören, sei noch nicht erreicht.

  • ap
  • dpa
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