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USA Trumps-Kandidatin für CIA-Spitze schwört Foltermethoden ab

Keine Folter beim Auslandsgeheimdienst CIA. Die neue Chefin der US-Behörde will an dem Gesetz festhalten, trotzdem bleibt ihre Personalie umstritten.
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Die potentielle neue CIA-Chefin leitete 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand. Viele Amerikaner stehen ihr misstrauisch gegenüber. Quelle: AFP
Gina Haspel

Die potentielle neue CIA-Chefin leitete 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand. Viele Amerikaner stehen ihr misstrauisch gegenüber.

(Foto: AFP)

WashingtonDie von US-Präsident Donald Trump als neue CIA-Chefin nominierte Gina Haspel will das Verbot von Folter bei dem Auslandsgeheimdienst beibehalten. Die brutalen Verhörmethoden würden unter ihrer Führung nicht wieder eingeführt werden, sagte Haspel am Mittwoch bei einer Anhörung zu ihrer Nominierung im US-Senat. Das verspreche sie „ohne Einschränkung“. Die 61-Jährige soll Mike Pompeo nachfolgen, der neuer US-Außenminister geworden ist. Die langjährige CIA-Mitarbeiterin ist umstritten, weil sie 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand geleitet haben soll.

In diesem sollen Terrorverdächtige durch sogenanntes Waterboarding (simuliertes Ertränken) gefoltert worden seien. Die Methoden waren während der Amtszeit von Präsident George W. Bush legal, wurden aber später von Präsident Barack Obama verboten. Trump hat oft erkennen lassen, dass er die brutalen Verhörmethoden für gut hält. Der Präsident verteidigte Haspel am Montag als „die am besten qualifizierte Person“, die Terroristen gegenüber Härte zeige.

Haspel hatte Ende vergangener Wochen Berichten zufolge ihren Rückzug angeboten, um einer erwartbar heftigen Befragung im Senat zu entgehen und möglichen Schaden für den Ruf der CIA abzuwenden. Der Senat muss Haspel bestätigen. Das wird eng, weil die Mehrheit nur bei 51 zu 49 liegt und der erkrankte Senator John McCain abwesend ist. Eine Abstimmung könnte Mitte nächster Woche stattfinden. Vor dem Beginn der Senatsanhörung protestierten Besucher gegen Haspel. „Folter darf nicht belohnt werden“, skandierten Besucher, die sogleich von Sicherheitskräften aus dem Saal geleitet wurden.

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  • dpa
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