USA und Russland Hatten Trump-Mitarbeiter Kontakt zu Spionen?

Neue Enthüllungen über die Verbindung zwischen Donald Trump und dem Kreml: Laut US-Geheimdiensten hatten Mitarbeiter des US-Präsidenten während des Wahlkampfs offenbar Kontakt zu russischen Agenten.
Update: 15.02.2017 - 08:41 Uhr 33 Kommentare
Trump-Gegner demonstrieren gegen die fragwürdigen Verbindungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Quelle: AFP
Trump und Putin

Trump-Gegner demonstrieren gegen die fragwürdigen Verbindungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

(Foto: AFP)

Washington, San FranciscoMitarbeiter von Donald Trump hatten während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs Kontakt zu russischen Spionen. Das berichtet die „New York Times“ und verschärft damit die Krise der neuen US-Regierung. Die Zeitung beruft sich auf mehrere Geheimdienstquellen in den USA. Die Verbindungen zwischen Trump und Moskau sind seit Monaten Gegenstand von Spekulationen. Konkrete Belege gab es bisher jedoch nicht.

Die Enthüllungen der „New York Times“ werden den Forderungen nach einer überparteilichen Untersuchungskommission zur Aufarbeitung der Spionage-Affäre neuen Auftrieb geben. Bisher schrecken die Republikaner davor zurück, ihre parlamentarische Kontrollfunktion auszuüben – aus Angst, den Zorn des Präsidenten auf sich zu ziehen und die Reformagenda der Regierung zu gefährden.

Diese Haltung ist immer schwerer zu rechtfertigen, zu gravierend ist der Verdacht, dass es Absprachen zwischen Trumps Team und Moskau gegeben haben könnte. Ein Hauch von Watergate hat sich über Washington gelegt.

Trumps Vertrauen gebrochen – Worüber hat Flynn mit dem russischen Botschafter gesprochen?

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Die Geheimdienste hätten auch versucht herauszubekommen, ob die Trump-Organisation in irgendeiner Weise mit den Russen zusammengearbeitet habe, um die Wahl zu beeinflussen, heißt es. Die Quellen berichteten laut Times, bislang hätten sie keine Beweise gesehen, die eine solche Kooperation belegen würden.

Eine der Kontaktpersonen aus dem Trump-Team sei Paul Manafort gewesen, der mitten im Wahlkampf plötzlich aus dem Team entfernt wurde. Er hatte als Berater in Russland und der Ukraine gearbeitet. Manafort erklärte gegenüber der Zeitung die Vorwürfe seinen „absurd“. Er habe „niemals bewusst mit russischen Geheimdienstmitarbeitern gesprochen.“

Das FBI ermittelt, es gibt noch viele offene Fragen. Auch über die Inhalte der Gespräche mit den russischen Agenten ist nichts bekannt. Es ist zumindest denkbar, dass die Trump-Mitarbeiter ohne es zu wissen mit Agenten kommunizierten. Bekannt ist bislang, dass es die US-Geheimdienste als erwiesen ansehen, dass russische Cyberagenten das Netzwerk der demokratischen Partei und das private E-Mail-Programm des demokratischen Wahlkampfstrategen John Podesta gehackt und die erbeuteten Informationen über Mittelsmänner an Wikileaks weitergereicht haben.

Die Veröffentlichung der Enthüllungsplattform beschädigten Trumps Rivalin im Präsidentschaftswahlkampf, Hillary Clinton, und trugen zum überraschenden Wahlsieg des Republikaners bei. Die Frage ist, ob Trumps Wahlkampfteam ahnungslose Profiteure oder Mitverschwörer waren. Das Weiße Haus weißt letzteres entschieden zurück. Doch die Glaubwürdigkeit der Regierung hat in den ersten vier Wochen der Trump-Ära arg gelitten.

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Glaubwürdigkeit der Trump-Regierung hat arg gelitten
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33 Kommentare zu "USA und Russland: Hatten Trump-Mitarbeiter Kontakt zu Spionen?"

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  • "Am nächsten Krieg wird z.Zt. mächtig gearbeitet !!"

    Ja, Herr Berger, eigentlich hofften wir auf Entspannung, aber wenn die Geheimdienste und sonstige subversive Kräfte die Arbeit unterminieren, wird es schwierig.
    Die Maidan-Aufhetzer sterben leider nicht aus.

  • Meine Güte, wie lange dauert es eigentlich noch, bis der Mann endlich aus dem Amt geworfen wird? So langsam reichts wirklich. Nach dem G20 Treffen sollte spätestens Schluß sein.

  • @Helmut Metz
    Der Rücktritt von Flynn ist nur vordergründig ein Rückschlag für Trump aber im Hintergrund werden die Kontakte und Beziehung weiter aufrecht gehalten. Trump und sein Team müssen sich in Zukunft besser abschirmen und vorsichtiger sich verhalten. Trump ist eher über die Unvorsichtigkeit/Nachlässigkeit von Flynn enttäuscht.

  • In Zeiten des ekelhaften (aber logischen, denn es geht ja auch um die Existenz der Medien-Kartelle durch Symbiose mit dem Polit-Establishment = typischer KORPORATISMUS) Trump-Bashings der westlichenEinheitsmedien, sind unabhängige Stimmen überaus wertvoll.
    Haben Sie irgendwo in den deutschen Einheitsmedien etwa gelesen, was ein amerikanischer DEMOKRAT (nicht Republikaner!!) zum Rücktritt von Flynn an KLARTEXT geredet hat?
    "Der pensionierte demokratische Politiker Kucinich, spricht ohne Schnörkel die Geschichte hinter dem Rücktritt von Michael Flynn aus: ein US-Geheimdienst – Kucinich sagt nicht welcher – hat den (nachmaligen) Sicherheitsberater des Präsidenten belauscht und das Telefonat an die Öffentlichkeit gespielt. Zweck der Aktion sei die Verhinderung einer Annäherung zwischen den USA und Russland."
    http://www.reschke.de/20170215_flynn_ruecktritt.php
    Tatsächlich handelt es sich hier also um einen Krieg des "Deep State" gegen das amerikanische Volk.

  • @Otto Berger
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant sein erstes Treffen mit US-Chefdiplomat Rex Tillerson an diesem Donnerstag in Bonn. Bei dem Gespräch am Rande des G20-Ministertreffens werde es vor allem darum gehen, das Verhältnis zwischen Moskau und Washington aus der Sackgasse zu manövrieren, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Mittwoch in Moskau.

    Meine Meinung....
    Mit einen "Autonomiegebiet Krim-Donbass" könnte sowohl Moskau als auch Washington gut leben.
    Putin kann sein Gesicht bewahren und Trump hat einen ersten wichtigen Außenpolitischen Erfolg erzielt.

  • @ Herr J. Schwarz ...."Da wundert mich nicht, dass Radikale weiter Zulauf bekommen."
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    Von welchen Radikalen sprechen Sie ?

    Sonntagsfrage - FORSA - 15.02.2017 :
    CDU/CSU 34% - SPD 31% - Grüne/B90 7% - FDP 5% - Linke 8%

    Die AfD hat sich bereits auf 9% selbst zerlegt und wird bei der BT-Wahl 2017 wohl
    bei eher zu vernachlässigenden 3% angekommen sein oder weniger. Mit den gut dotierten BT-Mandaten mit Rundumversorgung wird es da nichts werden.

    Frau Dr. Merkel wird den Deutschen als Kanzlerin erhalten bleiben !
    Wie urteilte das Bundesverfassungsgericht kürzlich ? In etwa so : Solange regierungskritische Äußerungen nicht mehrheitsfähig sind, besteht keine Gefahr für den "demokratischen Rechtsstaat" !

    Also nochmal : Radikale wo ? Vielleicht die ANTIFA etc. ?

  • Flynn hatte einen unverzeihlichen Fehler begangen und musste zurücktreten. Es ist absehbar, dass weitere Russland-Freunde aus der Regierung Trump herausgebrochen werden von denjenigen, die eine weitere Konfrontationspolitik mit Russland wollen.
    Der nächste Rücktritts-Kandidat wird vielleicht Mr. Tillerson sein, weil er mal mit Putin gesprochen hat, was natürlich des Teufels ist.
    Fazit : Mr. Trump ist zwar als Adler gestartet, bekommt aber nun die Flügel gestutzt, die ihn als gemeines Suppenhuhn - zum Verzehr - in der Hühnersuppe enden lassen !
    Am nächsten Krieg wird z.Zt. mächtig gearbeitet !!

  • Di eAblenkung mit Trump ist ein gefundenes Fressen für die Ja-Sager, und Weicheier in diesem Land.


  • Beitrag wurde unter falschem Thema verfasst.

    Entschuldigung. Gilt aber nicht zum Inhalt des Kommentare zur Sendung von RTL extra.

    Wir haben genug Skandale im eigenen Land.

  • RTL extra mit Schrowange war dieser Tage informativ mit dem Wohnungsbau für Flüchtlinge. War klar und voraussehen.
    So geht Deutschland. Eine Schande. Vor allem dann, wenn kein Politiker dann vor die Kamera tritt. Deutsches Territorium mit Wohnungen unser eigenen schon abgehängten Sozialschwachen mußte für Flüchtlinge weichen.

    Das muss man nicht mehr verstehen. Das sind Skandale und Unsitte unserer Regierung. Und die wollen gewählt werden?

    Da wundert mich nicht, dass Radikale weiter Zulauf bekommen.

    Wenn es mich betreffen würde, würde ich nicht anders reagieren.

    Frau Schrowange, es gehört Mut dazu. Hoffentlich http das keine Folgen für sie.

    Es würde mich nicht mehr wundern.

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