USA Wahlkampfhilfe durch Nahost-Berater? Trump schimpft erneut auf Twitter

Wollten auch Golfmonarchien Trump bei der Wahl ins Weiße Haus helfen? Das schreibt die „New York Times“. Der Präsident reagiert empört.
Update: 20.05.2018 - 16:11 Uhr Kommentieren
Möglicherweise haben mehrere Nahost-Länder Trump ihre Hilfe im Wahlkampf angeboten. Quelle: dpa
Donald Trump im Wahlkampf

Möglicherweise haben mehrere Nahost-Länder Trump ihre Hilfe im Wahlkampf angeboten.

(Foto: dpa)

WashingtonBerater mit Einfluss im Nahen Osten haben dem ältesten Sohn von Donald Trump im US-Wahlkampf ihre Unterstützung für die Präsidentschaftskampagne angeboten. Donald Trump Jr. sei bei einem Treffen im Trump Tower im August 2016 Hilfe für Social-Media-Plattformen oder eine Marketingstrategie offeriert worden, teilte der Anwalt von Trump Jr., Alan Futerfas, am Samstag in einer Erklärung mit. Trump Jr. sei aber nicht interessiert gewesen. „Und das war das Ende“, erklärte Futerfas. Zunächst hatte die „New York Times“ darüber berichtet.

Die neue Veröffentlichung rief am Sonntag einen wütenden Trump auf den Plan. In einer Serie von Tweets beschwerte sich der Präsident, dass seiner Ansicht nach schon die bisherigen Ermittlungen nichts ergeben hätten und wohl deswegen für teures Geld auf „den Rest der Welt“ ausgeweitet würden. Mehrfach twitterte Trump über die E-Mail-Affäre der Demokraten und ihrer Kandidatin Hillary Clinton, die im Vergleich viel zu wenig Aufmerksamkeit erfahre. „Things are really getting ridiculous“, so Trump.

An der Zusammenkunft nahmen damals der frühere Chef des Militärunternehmens Blackwater, Erik Prince, und George Nader, einstiger Berater für die Vereinigten Arabischen Emirate und Vermittler für amerikanische Unternehmer in Nahost, teil. Auch der Geschäftsführer des Social-Media-Unternehmens WikiStrat, Joel Zamel, war dabei gewesen, wie dessen Anwalt Marc Mukasey mitteilte. Er habe dem Trump-Wahlkampfteam aber weder die Dienste seiner Firma angeboten noch sei er um Hilfe gebeten worden.

Es sei falsch, wie die „New York Times“ davon zu sprechen, dass Zamel „Social-Media-Manipulation“ betreibe, erklärte Mukasey. Die Zeitung hatte als Erstes über das Treffen im Trump Tower berichtet. Ihr zufolge deutet das Treffen darauf hin, dass noch andere Länder neben Russland daran interessiert gewesen sein könnten, Trump bei der Wahl zu helfen.

Nader und Prince sind in den Fokus der Russland-Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller geraten. Muellers Team überprüft derzeit ein Treffen im Januar 2017 auf den Seychellen, bei dem Nader und Prince mit Abu Dhabis Kronprinz Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan zusammentrafen und an dem auch ein russischer Banker mit engen Verbindungen zum Kreml, Kirill Dmitrijew, teilnahm.

Im Allgemeinen untersucht Mueller den mutmaßlichen Einfluss Russlands auf die US-Präsidentenwahl und ob es möglicherweise Absprachen von Donald Trumps Wahlkampfteam mit Moskau gab. Im November hatte der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses Prince zu seinem Umgang mit dem Trump-Team befragt. Dabei legte er das Treffen im Trump Tower mit Trump Jr. und Nader nicht offen.

Weder Sprecher von Prince noch Nader reagierten am Samstag auf eine Anfrage zu einem Kommentar. Trump und seine wichtigsten Berater beharren auf dem Standpunkt, dass es keine geheimen Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam des heutigen US-Präsidenten und Russland gegeben hat.

  • ap
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