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Venezuela Ausweisung von Botschafter ist für Guaido „Drohung gegen Deutschland“

Venezuelas Übergangspräsident kritisiert die Ausweisung des deutschen Botschafters. Er versuche lediglich, der Öffentlichkeit Macht vorzutäuschen.
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Venezuela: Juan Guaido kritisiert Botschafter-Ausweisung Maduros Quelle: Reuters
Juan Guaido

Guaido zeigt sich dankbar, dass sich Deutschland an der humanitären Hilfe beteiligt.

(Foto: Reuters)

Berlin/CaracasVenezuelas Oppositionsführer Juan Guaido hat die von Präsident Nicolas Maduro angeordnete Ausweisung des deutschen Botschafters scharf kritisiert. Das Vorgehen sei „eine Drohung gegen Deutschland“, sagte der selbsternannte Übergangspräsident in einem Interview mit dem „Spiegel“. Maduro sei nicht befähigt, einen Botschafter auszuweisen, daher habe er – Guaido – ihn auch gebeten, im Land zu bleiben.

„Ich erkenne ihn an, und ich möchte Deutschland für die geleistete humanitäre Hilfe danken. Meine Landsleute leiden Hunger, sie ist dringend nötig.“ Der von den USA, Deutschland und zahlreichen anderen Ländern unterstützte Guaido will Neuwahlen in die Wege leiten, weil er Maduros von Manipulationsvorwürfen begleitete Wiederwahl nicht anerkennt.

Die einzigen, die noch zu Maduro stünden, seien die Streitkräfte, sagte Guaido. „Er will der Öffentlichkeit vortäuschen, dass er noch über Macht verfügt, indem er einen Botschafter ausweist.“ Als Reaktion auf die Ausweisung schlägt Guaido vor, die Sanktionen gegen die venezolanische Führung zu verschärfen.

Die Regierung in Caracas hatte am Mittwoch erklärt, Botschafter Daniel Kriener müsse das Land innerhalb von 48 Stunden verlassen. Da er sich in interne Angelegenheiten des Landes eingemischt habe, sei er zur unerwünschten Person geworden, hieß es zur Begründung.

Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte, die „unverständliche Entscheidung“ habe die Lage weiter verschärft. Er habe entschieden, den Botschafter zu Konsultationen zurückzurufen. Die europäische Unterstützung für Guaido sei aber ungebrochen.

Kriener war einer von vier ausländischen Botschaftern, die Guaido am Montag vom Flughafen in Caracas abholten, um sicherzustellen, dass er bei der Wiedereineise nicht verhaftet wurde. Guaido hatte das Land trotz eines Ausreiseverbotes verlassen, um sich mit Regierungschefs der Nachbarländer Venezuelas zu treffen.

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  • rtr
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