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Verbindung zum IS unklar Weitere Festnahmen nach Anschlag in Nizza

Auch drei Tage nach dem Lastwagenattentat kämpfen noch zahlreiche Menschen um ihr Leben. Die Polizei versucht zu klären, ob der Täter auf eigene Faust handelte oder Komplizen hatte.
Update: 18.07.2016 - 10:52 Uhr

Der steinige Weg zurück in die Normalität: Nizza nach dem Anschlag

Nizza Bei den Ermittlungen zum tödlichen Lastwagenattentat in Nizza sind am Sonntag drei weitere Personen festgenommen worden. Unter ihnen seien eine Frau und ein Mann, verlautete aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. Sie wurden nach Beamtenangaben verdächtigt, dem mutmaßlichen Attentäter Mohamed Lahouaiej Bouhlel geholfen zu haben, an eine Schusswaffe zu kommen, die in dem Lkw gefunden wurde. Bei dem dritten Verdächtigen soll es sich um einen 37-Jährigen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters handeln.

Damit sitzen inzwischen sieben Personen in Haft. Die Behörden versuchen zu klären, ob Bouhlel ein islamischer Extremist war. Er soll am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen absichtlich in eine Menschenmenge gerast sein und 84 Menschen getötet haben. Mehr als 200 wurden verletzt. Unter den Toten waren auch drei Deutsche, zwei Schüler und eine Lehrerin aus Berlin. Der 31-jährige Bouhlel wurde von der Polizei getötet.

Französische Ermittler haben bislang keine Beweise dafür gefunden, dass der mutmaßliche Attentäter von Nizza Verbindungen zu einem Terrornetzwerk hatte. Der 31-Jährige sei zwar möglicherweise von der Terrormiliz Islamischer Staat inspiriert gewesen, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve dem Radiosender RTL am Montag. Das bedeute aber nicht zwingend, dass der Täter mit einem größeren Netzwerk zusammengearbeitet habe.

Der IS hatte die Verantwortung für den Anschlag übernommen, dafür aber keine Beweise präsentiert. Nach bisherigen Erkenntnissen lebte der aus Tunesien stammende Angreifer in Nizza und hat sich vor kurzem radikalisiert. Cazeneuve sagte aber am Montag, die Ermittlungen hätten keine Verbindung zwischen IS und Täter herstellen können.

Der französische Premierminister Manuel Valls hält es für möglich, dass der IS hinter dem Anschlag steckt. Die Terrormiliz ermutige Menschen, die den Geheimdiensten unbekannt seien, zu Anschlägen, sagte Valls in einem Interview der Zeitung „Journal du Dimanche“. „Das ist bei dem Nizza-Attentat zweifellos der Fall.“

Verbindungen zu Extremisten nicht bekannt
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