Verdacht auf „schwere Geldwäsche“ Schweiz ermittelt gegen Janukowitsch

Die Schweizer Polizei durchsucht Büros einer Firma des ukrainischen Ex-Präsidenten Janukowitsch in Genf. Auch Österreich reagiert. Das Land friert die Vermögen von 18 Ukrainern ein.
Update: 28.02.2014 - 12:19 Uhr 7 Kommentare
Im Visier der Schweizer Polizei: Viktor Janukowitsch. Quelle: dpa

Im Visier der Schweizer Polizei: Viktor Janukowitsch.

(Foto: dpa)

Die Schweizer Behörden haben Ermittlungen wegen „schwerer Geldwäsche“ gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und seinen Sohn Alexander aufgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft im Kanton Genf am Freitag mitteilte, durchsuchte die Finanzpolizei bereits am Donnerstag Büroräume einer Firma, die Alexander Janukowitsch gehört.

Die Schweiz sperrte zudem die Auslandskonten von 20 einstigen Amtsträgern in der Ukraine, darunter auch Konten von Janukowitsch und seinem Sohn. Die Regierung in Bern veröffentlichte am Freitag eine Liste der betroffenen Personen, die meisten von ihnen sind ehemalige Minister der gestürzten Regierung.

Die Ukraine steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise und ist akut vom Staatsbankrott bedroht. Die Übergangsregierung in Kiew macht den „korrupten“ Janukowitsch-Clan für die finanzielle Misere verantwortlich, der Milliardensummen veruntreut und außer Landes geschafft habe.

Über mögliche Auslandsguthaben Janukowitschs ist offiziell nichts bekannt. Sein Sohn Alexander eröffnete 2011 die Firma Mako Trading in Genf, die auf den Verkauf von ukrainischer Kohle spezialisiert ist. Sein Vermögen wird auf eine halbe Milliarde Dollar (etwa 362 Millionen Euro) geschätzt.

Auch Österreich reagiert. Das Land hat auf Antrag der neuen Regierung in Kiew die Vermögen von 18 Ukrainern eingefroren.Anlass für die Kontensperrungen seien mögliche Verstöße der Inhaber gegen die Menschrechte während der jüngsten Unruhen sowie der Verdacht auf Korruption, sagte Außenminister Sebastian Kurz nach Angaben der Nachrichtenagentur APA am Freitag. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Sperrung der Konten. Der Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme, während die EU Sanktionen erwägt, erläuterte Kurz. Er machte jedoch keine Angaben zur Summe des gesperrten Geldes und nannte auch die Namen der Besitzer nicht.

  • dpa
Startseite

7 Kommentare zu "Verdacht auf „schwere Geldwäsche“ : Schweiz ermittelt gegen Janukowitsch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das ist gemein!
    ---------
    Nach der Schweiz haben jetzt auch Österreich und Lichtenstein Konten von Janukowytsch, seinem Clan und anderen korrupten Mitgliedern seiner alten Regierung gesperrt.
    Verstößt das nicht gegen die "Menschenrechte"?
    Muss er jetzt vor den EuGH klagen? Mir kommen die Tränen!
    Aber in Deutschland sind seine/ihre "Schwarzgelder" noch sicher, Deutschland ist schließlich ein Geldwäscheparadies!

  • Das kann/darf doch nicht sein!
    ----------
    Wiktor Fedorowytsch Janukowytsch und sein Clan betreiben doch keine Geldwäsche.
    Er lebte doch immer so bescheiden!
    Das ist nur ein Komplott des Westens.
    Sie wollen ihn nur diskreditieren, indem sie ihm Korruption unterstellen.
    Das Gleiche gilt auch für Großsultan Recep Tayyip Erdogan.

    Als nächstes bezeichnen sie auch noch sie auch noch Zar Wladimir Wladimirowitsch Putin der Korruption.




  • Wieso beschlagnahmen die Behoerden nur Gelder politischer Puppenspieler und nicht das Vermögen der Mafia-Oligarchen, sei es "Regierungsoligarch oder Oppositionsoligarch" ? Die Milliardäre und deren Strukuren in Polizei, Justiz, Handel bestimmen doch wie und wo es lang geht.

    Hört auf mit unsaubren Demokratiegeäffel rumzuschwadronieren . Demokratie und Rechtsbewusststein Existiert in solch Strukturen nicht. Siehe Bulgarien.
    Mafia bestimmt und schafft an...

  • Plubs.
    wenn die Demokratie verkauft wird, wie in Deutschland, dann steht die gesamte Politikerklasse mit den "unabhängigen" Richtern als erste da, die mithelfen, dass dies so schnell wie möglich eintritt.
    Deshalb ist Deutschland ein Paradies für Ganoven, die wie Steinbrück & Co als Steigbügelhalter benutzen und dafür reichlich bezahlen.
    Denn die Bafin, ist der größte Missgriff eines solchen regulierten Kapitalmarktes.
    Einen zahnlosen Tiger kann man nur Schleim vorsetzen.
    Der Schleim ist schlüpfrig. Das passt zu diesem Staat. Das fängt bei den Politiker an und endet dann bei der "unabhängigen Rechtsprechung".
    Bei fangen von Fisch mit der Hand, schlüpft auch so mancher Fisch durch die Hände. Das geht auch so bei oder vor den "unabhängigen Richtern" so.
    Da braucht man nicht nach dem Ausland schauen, sondern sollte vor der eigen Tür kehren.

  • Köstlich!

  • Noch eines vergessen; Putin schreit: wo ist mein Geld?? Janukowitsch: "Dein Geld? Ähm.. ich dachte das wäre mein Geld?!

  • Bin gespannt auf die von Rußland arangierte Janukowitsch Pressekonferenz; hoffentlich für den Grundschüler Janukowitsch mit Teleprompter, denn sonst weiß er ja nicht was er sagen soll!! :-)) Und nicht vergessen "drei-Wetter taft" die Frisur sitzt! 8 Uhr Sewastopol, 13 Uhr Kharkiv die Frisur sitzt, 18 Uhr Moskau, Putin schreit und die Frisur sitzt immer noch! :-))

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%