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Vereinigte Staaten Trump sät bereits Zweifel an Ergebnis der Präsidentschaftswahlen

Noch haben die Amerikaner gar nicht abgestimmt, da äußert Donald Trump schon die Rechtmäßigkeit der US-Wahlen. Das Ergebnis könne womöglich „niemals genau ermittelt sein“.
17.09.2020 - 14:44 Uhr Kommentieren
Immer wieder äußert der US-Präsident Zweifel an der Legitimität der Präsidentschaftswahlen. Ob er deren Ergebnis bei einer Niederlage akzeptieren würde, lässt er offen. Quelle: Reuters
Donald Trump

Immer wieder äußert der US-Präsident Zweifel an der Legitimität der Präsidentschaftswahlen. Ob er deren Ergebnis bei einer Niederlage akzeptieren würde, lässt er offen.

(Foto: Reuters)

Washington Weniger als zwei Monate vor der US-Wahl hat US-Präsident Donald Trump Zweifel daran geäußert, dass es je ein valides Ergebnis geben wird. „Wegen der neuen und beispiellos großen Menge an nicht beantragten Stimmzetteln, die dieses Jahr an „Wähler“ oder wohin auch immer geschickt werden, könnte das Wahlergebnis vom 3. November niemals genau ermittelt sein, was manche wollen“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter.

Die entscheidende Aussage seines Tweets, „niemals genau ermittelt sein“, schrieb er dabei in Großbuchstaben. In einem zweiten Tweet forderte Trump jene Bundesstaaten auf, die wegen der Corona-Pandemie Unterlagen für die Briefwahl proaktiv an Wähler senden, dies sofort zu stoppen. Sie sollten stattdessen die Wähler aufrufen, in Wahllokalen abzustimmen.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wird bei den Wahlen am 3. November mit einer massiven Zunahme der Abstimmung per Briefwahl gerechnet. Briefwahl gilt insgesamt als sehr sicher und etabliert. Bei der US-Wahl 2016 etwa hatte fast jeder vierte Wähler per Post abgestimmt. Trump kritisiert Briefwahl allerdings immer wieder ohne Angabe von Gründen als betrugsanfällig.

Wegen seiner wiederholten Angriffe wird Trump vorgeworfen, Zweifel an der Legitimität der Wahl zu säen, was zu einer beispiellosen Belastungsprobe der US-Demokratie führen könnte. Trump hat auf Nachfrage von Journalisten mehrfach offen gelassen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren würde. Würde er dies nicht tun, wäre völlig offen, was passiert.

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    • dpa
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