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Vereinte Nationen US-Senat bestätigt Kelly Craft als neue Uno-Botschafterin

Die frühere Unternehmerin war bislang US-Botschafterin in Kanada und tritt die Nachfolge von Nikki Haley an, die vor sieben Monaten ihren Rücktritt erklärt hatte.
Update: 01.08.2019 - 14:23 Uhr Kommentieren
Der neuen Uno-Botschafterin wird mangelnde Erfahrung in der Diplomatie vorgeworfen. Quelle: AP
Kelly Craft

Der neuen Uno-Botschafterin wird mangelnde Erfahrung in der Diplomatie vorgeworfen.

(Foto: AP)

Washington Wer Kelly Craft in Verdrückung bringen will, muss sie nur auf den Klimawandel ansprechen. Dann windet sie sich und nutzt gerne Einerseits-andererseits-Sätze. Einerseits müssten alle irgendwie etwas gegen die Erderwärmung tun, sagte sie etwa bei ihrer Senatsanhörung im Juni. Andererseits dürfe den USA aber keine allzu große Last aufgebürdet werden, denn das gefährde Jobs. Man sei wenig überrascht über diese diffuse Positionierung, lästern die oppositionellen US-Demokraten. Schließlich sei die künftige UN-Botschafterin des Landes mit Joe Craft verheiratet, einem milliardenschweren Unternehmer der Kohleindustrie.
Für Donald Trump, Förderer heimischer Energie und Kritiker der Vereinten Nationen, ist das kein Problem, und so dürfte die Entscheidung des US-Senats ihn mit Genugtuung erfüllen: Die Kammer bestätigte die Kandidatin des US-Präsidenten jetzt mit 56 zu 34 Stimmen. Sieben Monate nach dem Ausscheiden von Nikki Haley haben die USA damit wieder eine Chefdiplomatin bei den UN. Craft, Ex-Unternehmerin und zuletzt US-Botschafterin in Kanada, will die Organisation reformieren und für eine – aus US-Sicht – faire Lastenteilung bei der globalen humanitären Hilfe sorgen.
Dabei war Craft ursprünglich nur die zweite Wahl des Präsidenten. Die erste Anwärterin, Heather Nauert, zog ihre Bewerbung zurück, nachdem US-Medien berichtet hatten, sie habe eine Frau ohne Arbeitserlaubnis als Kindermädchen beschäftigt.
Die Demokraten werfen Craft vor allem mangelnde Erfahrung und Lobbyismus vor. Im Wahlkampf 2016 unterstützte das Ehepaar Kandidaten der Konservativen nach einem Bericht der „Washington Post“ mit 1,5 Millionen US-Dollar. Laut der „New York Times“ spendeten die beiden insgesamt zwei Millionen US-Dollar für Trumps Wahlkampf und seine pompöse Zeremonie zur Amtseinführung. Zudem monieren die Demokraten, Craft habe ihre Mission in Kanada mit wenig Enthusiasmus vorangetrieben. In ihrer 20-monatigen Amtszeit als Botschafterin sei sie 300 Tage außer Landes gewesen.

Mehr: Trump ersetzt einen Spitzenpolitiker nach dem anderen mit Loyalisten. Der bisherige US-Geheimdienstchef kritisierte Trump regelmäßig. Sein Nachfolger hat wenig Erfahrung – aber ist voll des Lobes für den Präsidenten.

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