Verfassungsreferendum in der Türkei Zitterpartie für die Wirtschaft

Mit wachsender Ungeduld blickt die Wirtschaft in der Türkei auf das Verfassungsreferendum. Viele Unternehmer hoffen insgeheim, dass Präsident Erdogan das Votum gewinnt. Sie sehnen sich nach politischer Stabilisierung.
Die Inflation stieg im März auf den höchsten Stand seit 2008. Quelle: Matthew Williams-Ellis/robertharding/laif
Großer Basar in Istanbul

Die Inflation stieg im März auf den höchsten Stand seit 2008.

(Foto: Matthew Williams-Ellis/robertharding/laif)

IstanbulDer Präsident hat große Pläne. Bis 2023, wenn sich die Gründung der Republik zum hundertsten Mal jährt, will Recep Tayyip Erdogan die Türkei in die Liga der zehn weltgrößten Wirtschaftsnationen führen. Doch dazu brauche er das Präsidialsystem, das mehr Macht in seinen Händen bündele, argumentiert Erdogan bei seinen Kundgebungen. Auch Premierminister Binali Yildirim erwartet von dem neuen Regierungsmodell schnellere Entscheidungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik: „Das gegenwärtige System kann mit dem Wirtschaftswachstum der Türkei nicht Schritt halten, wir verschwenden Zeit und Energie“, sagte Yildirim.

 
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