Verwaltungsreform Spanien will knapp 38 Milliarden sparen

Spanien geht auf Sparkurs: Bis 2015 will das Euro-Krisenland durch Reformen 37,7 Milliarden Euro einsparen. Betroffen von den Streichungen sind öffentliche Einrichtungen. Gewerkschaftsverbände reagierten mit Kritik.
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Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates fast 38 Milliarden einsparen. Quelle: dpa

Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates fast 38 Milliarden einsparen.

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MadridDas Euro-Krisenland Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates 37,7 Milliarden Euro einsparen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy präsentierte am Freitag in Madrid ein Paket mit mehr als 200 Maßnahmen.

Vorgesehen ist unter anderem die Abschaffung der regionalen Rechnungshöfe, Ombudsmänner und Datenschutzbehörden. Insgesamt sollen 90 öffentliche Einrichtungen gestrichen werden.

Allein die Hälfte der vorgesehenen Einsparungen werde man durch Senkung der Personalkosten erzielen, erklärte die stellvertretende Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría. Sie sprach von einer „titanischen Aufgabe“.

Die Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT kritisierten, die Regierung wolle die Dienstleistungen reduzieren und zentralisieren. Die Vereinigung der selbstständigen Arbeiter (ATA) lobte aber die Pläne und zeigte sich davon überzeugt, die Reformen würden zur Verringerung der bürokratischen Hürden, der Kosten und der Säumigkeit beitragen.

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10 Kommentare zu "Verwaltungsreform: Spanien will knapp 38 Milliarden sparen "

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  • Lieber Zensor: Ist etwa Rajoi nicht Chef der durch und durch korrupten PP? Politisch korrekt ist out, Klartext in!

  • Was uns mit Spanien blüht,zeigt dieser link.
    http://www.heise.de/tp/artikel/26/26957/1.html
    Spanien wird zur Wüste
    in Spanien sind 130.000 Quadratkilometer von starker Erosion betroffen, etwa 25 % der Gesamtfläche. Das sind 13 Millionen Hektar, von denen jeder Hektar jährlich über die Erosion 12 Tonnen fruchtbare Erde verliere. Ein Verlust der nur in Zehntausenden Jahren zu regenerieren wäre. Geht die Entwicklung so weiter, kann sich die Iberische Halbinsel vielleicht schon in zehn Jahren nicht mehr selbst ernähren, schätzen pessimistische Experten. Deshalb müssten die Ziele des Nationalen Forstplans ausgeweitet werden, der nur eine Rückgewinnung von 3,8 Millionen Hektar Forstfläche in den nächsten 30 Jahren vorsieht. "Es müssen zwei Milliarden Bäume gepflanzt werden", meint der Experte Leblic, um die Erosion aufzuhalten.
    Es gibt keinen politischen Willen, mit dieser Situation Schluss zu machen.
    Auch bei dem Verstoß gegen das Kyoto-Abkommen ist das Land unangefochtener Spitzenreiter.
    Doch wie der Klimawandel sind viele Probleme auch hier vom Mensch erzeugt. Allein in den letzten 15 Jahren sind auf dem Staatsgebiet 1,5 Millionen Hektar Wald abgebrannt. Meist wurden sie abgefackelt, auch um sie für die Bauwut zugänglich zu machen.
    Von dem Bauboom waren, wegen des Tourismus, vor allem die Südküsten betroffen, die auch am stärksten unter Desertifikation leiden. Das gilt unter Wasser als auch an Land. Die Provinz Murcia ist schon zu fast 100 Prozent von Desertifikation betroffen, ähnlich sieht es in Valencia (93 %) aus und auf den Kanarischen Inseln (90 %). Weit dahinter liegen mit 48 Prozent Kastilien - La Mancha, Katalonien (42 %) oder Andalusien (22 %).

    Jetzt mal Klartext:Was soll man mit einem Land in der EU,
    das nur noch in den Großstädten,was her macht aber
    zu 40% von hausgemachter Verwüstung kaum noch
    bewohnbar ist.
    Und vor allem,wer soll das bezahlen.



  • @hellboy
    Na, der Kommentar ist weder originell noch gehaltvoll. Was die Spanier da vollbringen, ist höchst respektabel und vor allem in allen Ländern in Süd- und Nordeuropa überfällig. Auch und vor allem in der völlig überflüssigen EU Bürokratie wäre längst die "Entrümpelung" das Mittel der Wahl. Das würde auch erhebliche Steuergelder sparen. Also: ein großes Kompliment an die Spanier für diesen mutigen Weg!

  • Ja, jetzt müssen wir aber die stolzen und fleißigen Spanier sofort belohnen. Am besten geben wir ihnen aus dem ESM alles, was sie haben wollen - sie brauchen sich nur melden. So, und jetzt meldet euch endlich beim ESM ihr stolzen Stierquäler!

  • Im Gegensatz zur dt. Politik hat Spanien bereits einiges an Sparanstrengungen unternommen. Allein im letzten Jahr über 20 Mrd. €. Umgerechnet auf die BRD wären das über 40 Mrd. EUR. Nur zum darüber nachdenken: unser Kasperltheater in Berlin wollte 6 Mrd. € einsparen. Nach 2 Mrd. € ging das Hauen und Stechen los und das Ziel wurde nicht erreicht.
    Wie würde denn unser Haushalt aussehen wenn wir bei unseren Sozialleistungen(Investition im Bundehaushalt kleiner 9% wenn man Bildung und Infrastruktur rechnet)in einer Rezession aussehen? Ziemlich beschissen, oder?
    Man sollte schon auch einmal anerkennen, dass sich Spanien im Gegensatz zu Italien deutlich bewegt.
    Und wenn wir schon dabei sind: die Verschuldungssituation in Frankreich sieht nicht besser aus...
    Noch etwas: Interessant wird bei dem Bashing auch zu hinterfragen, wieviel Mrd.€ Deutschland als Krisengewinner einnimmt und spart - jede Menge.
    Machen wir uns nichts vor: es wird eine Transferunion geben wie wir sie in D auch haben. Hier bezahlen 3 Länder für 13 Empfänger - ziemlich unverschämt, oder?

  • Mit den Einsparungen, falls sie dann in der Höhe überhaupt realisiert werden, wird Spanien den Schuldenschnitt mit oder ohne Austritt aus der Währungsunion nach 2015 nicht vermeiden können.

  • Sind doch nur "Absichtserklärungen", erst mal schauen was tatsächlich übrig bleibt davon.

  • 38 Milliarden einsparen. Das ist ja prima. Dann kann Spanien ja direkt wieder frische Milliarden an Hilfe aus den EU-Töpfen fordern. Davon, dass Vermögende, die starken Schultern, auch mal herangezogen werden, liest man mal wieder nichts. Wäre ja auch blöd, wenn die Profiteure ihr Geld von einer in die andere Tasche wechseln. Da opfert man lieber den Datenschutz, Hauptsache die Investments sind sicher.


    Mannoman, der Euro, besser das ganze Wirtschaftssystem, ist sowas von am Ende. Wird wohl in die Geschichte eingehen, als das am längsten weitergerittene tote Pferd.

  • O-Ton Rajoy
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    Das Euro-Krisenland Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates 37,7 Milliarden Euro einsparen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy präsentierte am Freitag in Madrid ein Paket mit mehr als 200 Maßnahmen.
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    Ein mutiger Schritt, der natürlich die Profiteure des Systems ClubMed auf die Barrikaden bringt.

    Allerdings sind 19 Mrd Einsparungen pro Jahr bei einem Haushaltsedfizit daß vier Jahre hintereinander über 100 Mrd lag nicht genug.

    Die Sozialleistungen waren 2012 mit 197 Mrd der größte Einzelposten des Haushalts. Die Ausgaben für Sozialleistungen sind seit 2001 um 105,5% angestiegen und verschlingen inzwischen 40% der Staatsausgaben.

    Ohne enpfindliche Kürzungen bei den Sozialleistungen wird eine Sanierung des spanischen Haushalts nicht gelingen.

    Die Maßnahmen die für dieses Jahr bereits beschlossen sind und dieses neue Sparpaket können das Defizit für nächstes Jahr vielleicht auf 60 Milliarden drücken. Das wären aber immer noch knapp 6% BSP.

    Und das ist zuviel.

    Immerhin könnte es angesichts des anziehenden Exports auch zu Verbesserungen auf der Einnahmeseite kommen.

  • Europa schafft sich ab! Willkommen in der NWO!

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